Mittwoch, 10. Dezember 2025

9. Dezember 2025 - Bayern München vs. Sporting Lissabon 3:1

Heimspiele der Bayern in der Königsklasse, das bedeutet im Allgemeinen eine durchaus gemütliche Abfahrtszeit (so ummara sieben) im Raum Dachau; eine Ausnahme sollte das letzte Spiel in der Königsklasse im Jahr 2025 darstellen - Anpfiff 18:45 (tja, die beiden Partien am Dienstag, sowie die beiden am Mittwoch, die den Fernsehsendern noch mehr Kohle bescheren sollen, gibt es ja auch noch)...
Und so musste ich gestrigen Dienstag (trotz Bergen von Arbeit) in der Kanzlei relativ früh die Segel streichen, damit ich pünktlich um fünf abfahrtsbereit war. Die frühe Anstoßzeit hatte nicht nur den Vorteil, dass man relativ früh wieder zu Hause ist, sondern auch, dass sich die Parkplatzsuche in Garching-Hochbrück durchaus entspannt gestaltete. Im Stadion zog es mich alsbald in Richtung Vorsängerpodest, wo neben den üblichen Verdächtigen der Schickeria mit FaBu ein weiterer Fantastic Supporter begrüßt werden konnte (dieser wollte endlich mal wieder ein "normales" Spiel in der Kurve erleben; tja, hast Dir den Platz auf der Haupttribüne ja (quasi) selbst ausgesucht mein Lieber... 😏 Aufgrund der doch eher unschönen Polizeiübergriffe auf Fußballfans im Europapokal gab es zu Beginn große Spruchbänder in Richtung Europäischer Union und UEFA (GET YOUR SHIT TOGETHER - PROTECT AWAY FANS FROM ARBITRATY MEASURES AND POLICE VIOLENCE!). War die Stimmund (soweit ich das von meinem Platz aus beurteilen konnte) in den ersten dreißig Minuten richtig gut, so flachte diese in der Folgezeit leider spürbar ab. Nach dem Seitenwechsel gab es seit längerer Zeit wieder eine Pyroshow in der Südkurve, bestehend aus roten und weißen Bengalen, die über die komplette Breite gezündet wurden. Da unsere Freunde nach dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison mit einer Bewährungsstrafe seitens der UEFA belegt wurden, darf man gespannt auf deren (idiotische) Reaktion respektive Sanktion warten. Ach ja, auch die mitgereisten Gäste aus der portugisischen Hauptstadt hantierten das ein oder andere Mal mit pyroteschnischen Erzeugnissen; ob der Einsatz von Böllern hierbei unbedigt sein musste, stelle ich mal in Frage (ein überaus lauter sorgte kurzzeitig für Irritaion - vor zwanzig Jahren hätten sich in diesem Moment wohl weitaus weniger Leute Gedanken gemacht). Ach ja, das Spiel konnten die Bayern, die nach Kimmichs Eigentor in der 54. Minute in Rückstand geraten waren, letztendlich hochverdient mit drei zu eins für sich entscheiden. In punkto Tifo konnte der Münchner Anhang in Durchgang zwei an die gute Anfangsphase anknüfen, so dass man letztendlich von einem richtig guten Auftritt sprechen kann.



(vielen Dank an Tobi fürs zu Verfügung stellen der Fotos)

Freitag, 21. November 2025

Rezension: WIR SIND SCHON AUF DEM BRENNER Ausgabe 5

Über zwei Jahre mussten die Italiennerds auf die fünfte Ausgabe des "Wir sind schon auf dem Brenner" warten; wenn ich das mit meiner eigenen Postille vergleiche, eine definitiv noch tragbare Wartezeit... 😅
Mit dem "späten Erscheinen" hadert Pompo im Vorwort, stellt aber auch klar, dass das nichts mit einem möglichen zurückgegangenen Interesse der Autoren am Mutterland der Ultras zu tun hat - hätte mich ehrlich gesagt mehr als gewundert, wenn nicht sogar schockiert! Ferner stellt er die Frage, ob sich ein Heft, dass sich nur mit einem einzigen Themenschwerpunkt beschäftigt, auf Dauer Sinn macht. Wenn ich mir im Gegenzug überlege, wie oft ich von diversen Personen aller möglichen Vereine und durch alle Altersschichten (es gab mal Zeiten, an denen ich das Gefühl hatte, Italien wäre gerade für die jüngeren Generationen nicht mehr das "Maß aller Dinge") hindurch, nach dem Erscheinen des neuen "Wir sind schon auf dem Brenner" gefragt werde, dann kann ich kurz und knapp mit "Nein" antworten!
Den einleitenden Worten folgen zwei geballte Blöcke mit Spielbesuchen (wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden im Jahr 2023 sage und schreibe fünfunddreißig Spiele besucht, im Jahr 2024 waren es derer "nur" fünfundzwanzig 😉). Unterwegs waren die Autoren auf dem kompletten Stiefel, von der Serie A bis hinunter in die Promozione dürfte für jeden etwas dabei sein. Müsste ich mich auf drei Highlights festlegen, so würde ich mich (nach langem Überlegen) auf die Spiele Barletta vs. Cavese (allein wenn ich an die zum Bericht gehörenden Bilder denke, wird mir augenblicklich warm ums Herz!), Sampdoria vs. Bari und Catanzarao vs. Bari festlegen. Zwischen den Spiel- und Erlebnisberichten der beiden Jahre findet der geneigte Leser neben einem achtseitigen Streetart-Part den fünften Teil der "Geschichte der Ultras"; diesmal beschäftigt man sich mit den Jahren 2010 bis 2020, einer für die Ultrabewegung definitiv nicht gerade einfachen Zeit. Nach dem Tod des Polizisten Filippo Raciti im August 2009 sieht sich die Bewegung auf dem Stiefel mit der Einführung der Tessera del Tifosi konfrontiert; ein Instrument das bei den Ultras für breite Ablehnung stieß. Dies führte dazu, dass "normale" Auswärtsspiele erstmal der Geschichte angehören sollten. Um zu "überleben" sollten nach und nach viele Kurven den Widerstand jedoch aufgeben, um jungen Mitgliedern das "Erlebnis Auswärtsspiel" zu ermöglichen. Ein paar Kurven/Gruppen blieben bezüglich der Ablehnung jedoch konsequent, unter anderem waren das Sampdoria, Bergamo, Cagliari und Lecce. In die Epoche fielen auch das Ende einiger historischer Gruppen wie beispielsweise das Collettivo Autonomo Viola (2011) oder die Vigilantes Vicenza (2012). Ein positiver Moment der doch eher tristen Epoche war der Besuch einer Abordnung von Ultras von fünfundzwanzig Vereinen im Senat, wo durchaus konstruktiv diskutiert wurde. Knapp ein Jahr später sollte die Tessera offiziell abgeschafft werden, was für einen sichtbaren Aufschwung sorgen sollte. Am Ende des 224 Seiten umfassenden Heftes beschäftigt man sich noch (einmal) ausführlich mit den Freundschaften zu Samb und Empoli (denen man bereits in den regulären Spielberichten das ein oder andere Mal "über den Weg" gelaufen ist); die Freundschaft zu den Ultras Empoli wurde übrigens am 25.02.2023 anlässlich des Heimspiels des Empoli Football Club gegen die Società Sportiva Calcio Napoli "offiziell" gemacht (sprich, es hing zum ersten Mal die Fahne der Schickeria über der der Ultras Empoli). Abgerundet wird das überaus lesenswerte (und nicht minder informative) Heft mit einem weiteren Kapitel der "Lieder der Kurve"; diesmal geht es um die Version des "Bella Ciao" der Curva Sud Siberiano.
Anstatt diese Rezension jetzt wieder mit einer (gerechtfertigten) Lobhudelei zu beenden, zitiere ich ein paar Zeilen aus Pattis Bericht vom Spiel zwischen dem FC Südtirol und dem Genoa Cricket and Football Club... "[...] u.a. über das neue Blickfang Ultra und die Generationeninterviews gelabert. Wobei mir persönlich hier Union und Erfurt mit ihren Antworten am meisten zugesagt haben. Ich gönne mir hier thematisch dann auch schnell einen Exkurs zu meiner eigenen Meinung: Ich sehe das mittlerweile entspannt. Weitergeben von Einstellungen, Werten etc. ist wichtig und wenn es nach meinen Wünschen gehen würde, gäbe es bei Einstellung, Stil etc. eine hohe Konstanz für die nächsten 20 Jahre. Aber wenn man das will, muss man halt dabei bleiben, Präsenz zeigen und dafür einstehen. Klar sollten junge Leute Respekt davor haben, was in den letzten 20-25 Jahren in Deutschland gegen viele Widerstände aufgebaut wurde. Sie sollten verstehen wie anstrengend es teilweise ist, sich ob eines gewissen Alter noch für die Gruppe und Kurve einzusetzen und natürlich darf man Verständnis für veränderte Lebensumstände einfordern (bestes Beispiel Kinder - ohne sterben wir nämlich aus [...] Gleichzeitig bleibt die Zeit nicht stehen, Rahmenbedingungen wandeln sich ständig, die Bewegungen wandeln sich ständig, die Bewegung wächst schnell, nimmt (sozial-)medial einen ganz anderen Raum ein. Viele Gruppen können so wahrscheinlich nur schwerlich hinterher, den Nachwuchs vernünftig zu integrieren und wenn man da dann nur noch selten an Treffpunkten auftaucht und falls dort vor allem mit dem eigenen Bezugskreis Bierchen trinkt, dann ist es für die jungen Leute auch nicht unbedingt leicht mitzubekommen, was man denn in der Vergangenheit so gemacht hat und wieso man manche Veränderung so schlecht findet. Man kann irgendwann nicht mehr erwarten, dass jede und jeder den Knicks vor dem Geleisteten macht. [...] Eine Sichtweise, über die sich so mancher "Alte" Gedanken machen sollte; und vielleicht muss(te) ich diesbezüglich auch mal vor der eigenen Tür kehren.
Format: A5
Seiten: 224 Seiten - farbig
Preis: 6,00 Euro
Kontakt: www.suedkurve-muenchen.de

Montag, 10. November 2025

vom Inn an die Donau... österreichische Woche im November 2025

In Österreich treibe(n) ich/wir mich/uns ja bekanntermaßen des Öfteren herum; zwei (sehenswerte) Spiele (insbesondere was das Geschehen auf den Rängen betrifft) innerhalb von fünf Tagen sehe ich aber inzwischen eher selten. 
Zum Auftakt meiner österreichischen (Fußball)Woche hatte ich mir das Gastspiel des FC Wacker Innsbruck in Kufstein auserkoren. Der zehnmalige Österreichische Meister scheint sich nach dem Konkurs 2002 (kurz zuvor hatte man als FC Tirol Innsbruck - unter diesen Namen hatte der FC Wacker nach der Ausgliederung der Profiabteilung im Jahr 1993 die wohl erfolgreichsten Jahre der "jüngeren" Vereinshistorie bestritten, dabei aber einen immensen Schulden-berg angehäuft) und dem Sturz in die fünftklassige Tiroler Liga im Jahr 2022 (abgesehen von der Saison 2002/2003 war man nach dem Konkurs des FC Tirol und der Neugründung des FC Wacker immer in den zwei höchsten Spiel-klassen beheimatet) inzwischen wieder gefangen zu haben; so steht man aktuell nach sechzehn Spieltagen (das Gastspiel beim FC Kufstein schon mit eingerechnet) mit dreiundvierzig von achtundvierzig möglichen Punkten nicht nur auf dem ersten Platz der drittklassigen Regionalliga West, sondern auch vor der Rückkehr in die 2. Liga. Mit einem Zuschauerschnitt von 4.730 Besuchern bei Heimspielen am Tivoli (seit dem letzten Spieltag der Saison 2024/2025 steht die aktive Fanszene wieder auf der angestammten Nordtribüne - die Rückkehr wurde übrigens vor rund 4.000 Zuschauern Zusehern stilecht mit einer Choreographie zelebriert) liegt man deutlich vor der Wattener Sport-gemeinschaft Tirol, die seit dem Aufstieg in die Bundesliga ebenfalls das Tivoli Stadion als Heimspielstätte nutzt. Rund eine Stunde vor Spielbeginn sollte ich die Kufstein-Arena betreten; da es wie aus Kübeln goss, nahm ich das Angebot der Gastgeber, doch noch ein wenig in der Kantine zu verweilen, dankend an. Knapp zehn Minuten vor Anpfiff machte ich es mir auf der kleinen überdachten Tribüne auf der Gegengeraden direkt gegenüber den etwa siebenhundert mitgereisten Innsbruckern gemütlich (na ja, aufgrund des teils heftigen Windes sollte das Dach über mir nur bedingt den Regen von mir fern halten). Diese legten über die kompletten neunzig Minuten eine überaus flotte Sohle aufs Parkett; gesangstechnisch wurden neben einigen neue(re)n Liedern auch alle Klassiker gesunden. Auch wenn die Vorsänger sich augenscheinlich das ein oder andere Mal noch etwas mehr Einsatz gewünscht hatten, so war ich vom Auftritt der Tivoli Nord durchaus begeistert. Nachdem ich mich in der Halbzeitpause mit Mike (Unterland) ein wenig ausgetauscht hatte, so folgte ich nach dem Seitenwechsel seiner Einladung, und verfolgte das Spiel fortan inmitten der Gäste. Richtig laut wurde es dann spätestens mit dem vielumjubelten Führungstreffer des FC Wacker, der sich gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten lange schwer tat, was wohl nicht zuletzt am schwer zu bespielenden Platz (war schon krass zu sehen, wie das Geläuf von Minute zu Minute mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde; der Platzwart dürfte bisweilen Tränen in den Augen gehabt haben) lag. Als drei Minuten später auch noch das zweite Tor fiel, war die Messe defacto gelesen; und so feierten die Schwarz-Grünen die letzten zwanzig Minuten ausgelassen die Herbstmeisterschaft. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte ein paar Minuten vor dem Abpfiff ein Spieler der Innsbrucker, als er bei einem Klärungsversuch einen kleinen Jungen, der mit seinen Eltern im unteren Bereich des Gästeanhangs stand, regelrecht abschoss... zum Glück ging es dem Kleinen nach dem Schlusspfiff schon wieder besser, und so durfte er sich nicht nur mit den Spielern vorm Gästeanhang feiern lassen, sondern bekam auch noch das Trikot des "Übeltäters". Während die Gruppen der Tivoli Nord ihr Material einpackten, wechselte ich noch ein paar Worte mit dem einen oder anderen Bekannten, ehe ich (nach dem Abmarsch der Gäste) noch einmal kurz die Kantine aufsuchte...






Am späten Mittwochnachmittag (zuvor hatte ich noch einiges an geschäftlichen und privaten Terminen "abzuspulen") machte ich mich dann erneut auf den Weg zu unseren Nachbarn; Ziel diesmal Wien. Nachdem wir (Bele und Ida waren ebenfalls am Mittwochabend angereist; jedoch von Hamburg aus mit dem Flugzeug - die Beiden hatten die erste Hälfte der Herbstferien genutzt, um Freunde in der Nähe von Lüneburg zu besuchen) am Donnerstagnachmittag "das Geschäftliche" (dem Hauptgrund unseres Besuches in der österreich-ischen Hauptstadt) erledigt hatten, verabschiedete ich mich um viertel nach sechs in Richtung Hütteldorf. Vor dem Spiel tauschte ich mich noch ein wenig mit Brucki, Dominik (TR96), Christoph (UR88) und Tobi (ehemals Lords) aus, ehe ich mich zusammen mit Dominik eine Viertelstunde vor Spielbeginn in den oberen Bereich der Nordtribüne (also gegenüber dem "Block West" und neben dem Gästeblock) verabschiedete, um den bestmöglichen Blick auf die Choreographie der Tornados zu haben. Zum Lied "Wien, du Stadt meiner Träume" von Rudolf Sieczynski aus dem Jahr 1912 präsentierten die Tornados eine Blockfahne mit dem "Cover" des Wienerlied, links davon wurde ein Wimpel der Stadt Wien mit der Jahreszahl 1137 (in diesem Jahr wurde Wien erstmals schriftlich als "civitas" - Stadt - bezeichnet) gezeigt, recht davon ein Wimpel des SK Rapid in den Gründungsfarben blau-rot und mit dem Gründungsjahr 1899 versehen. In Kombination mit der musikalischen Liebeserklärung an die Stadt Wien ein wirklich gelungenes Intro, das sogar bei mir als neutralem Zuschauer für Gänsehaut sorgte. Dass die Tornados hiermit auch die "neutralen" Zuschauer berührt haben, zeigte sich anhand des tosenden Applaus nach Beendigung der Choreographie. Im Gegensatz zum Block West, der durchaus stimmgewaltig in Spiel startete (sich dann aber Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr an die Leistung der eigenen Mannschaft anpasste), taten sich die Mannen von Trainer Peter Stöger gegen die im Jahr 1948 unter dem Namen CS Universitatea Craiova gegründeten und (nach Auflösung im Jahr 2014 und Neugründung) seit 2017 unter dem Namen FC Universitatea 1948 firmierenden Rumänen mehr als schwer; der letztendlich spielentscheidende Führungstreffer durch Oleksandr Romanchuk in der 36. Spielminute war die logische Folge. Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Hütteldorfer mit aller Macht gegen die drohende dritte Niederlage im dritten Spiel der Conference League zu stemmen (leider waren sie aber vor dem Tor meist viel zu harmlos), was die Stimmung im mit 23.457 Zuschauern ganz ordentlich gefüllten Weststadion noch einmal ordentlich pushen sollte. Die Gruppen der Peluza Nord Craiova, die mit rund tausend Leuten nach Wien gereist waren, konnte ich ebenfalls einen ordentlichen Auftritt bescheinigen. An dieser Stelle sein noch erwähnt, das die Peluza Sud (zwischen beiden Tribünen hatte es schon lange gekriselt) nach der Auflösung von CSU dem inzwischen vom rumänischen Fußballverband ausgeschlossenen FC U Craiova (die Neugründung zwei gleichnamiger Vereine hat in Rumänien ja inzwischen schon Tradition) unterstützt. Nach dem Spiel sollte es noch auf "nen Schwatz" in die Säulenhalle des Block West gehen; vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Letztendlich sollte ich das Weststadion als einer der Letzten verlassen...












Mittwoch, 29. Oktober 2025

28. Oktober 2025 - FC Augsburg vs. VfL Bochum 0:1 (DFB-Pokal)

Nachdem sich der VfL während unseres Urlaubs in Apulien im Sportforum Hohenschönhausen nur mit Mühe gegen den BFC Dynamo durchsetzen konnte (1:3 nach Verlängerung; den Führungstreffer der Weinroten konnte Noah Loosli fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit egalisieren), bescherte uns das Los für die zweite Runde ein Gastspiel beim FC Augsburg. Im Gegensatz zu den Jungs und Mädels, die sich aus dem Pott auf den Weg machten (Rückkehr in Bochum im Optimalfall in den frühen Morgenstunden), fand ich das Los durchaus attraktiv. Dies lag nicht nur an der kurzen Anreise, sondern auch an der Tatsache, dass wir bis dato fünf Gastspielen drei gewinnen konnten (zudem gab es ein Unentschieden, sowie die Niederlage in der letzten Saison), und sich die Augsburger darüber hinaus in einer sportlichen Talfahrt befanden.
Da die Bayern erst am heutigen Mittwoch beim 1. FC Köln um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen, bescherte uns nicht nur zahlreiche Unterstützung durch die Gruppen der Südkurve, sondern mir auch eine überaus entspannte Anreise als Mitfahrer... 😉 An dieser Stelle vielen Dank an Tobi für den Hol- und Bringservice! Für etwas Spannung sorgte die Info einer bereits vor uns eingetroffenen Münchner Autobesatzung bezüglich Römische Augsburger Späher am vereinbarten Treffpunkt mit Ultras Bochum und dem Ruhrstadtkollektiv. Nach einigem Hin und Her sollte es dann noch einmal in Richtung Autobahn gehen, um von dort aus gesammelt mit den Ultras beider Vereine geschlossen den (ursprünglich anvisierten) Parkplatz in Stadionnähe anzusteuern. Von hier aus zogen wir dann geschlossen weiter in Richtung Gästeblock (natürlich nicht ohne die zu erwartende Begleitung diverser Staatsdiener). Hier wurde erst einmal der Rest der heute anwesenden Fantastic Supporters sowie etliche weitere Bekannte begrüßt, ehe es langsam aber sicher Zeit wurde, seinen Platz (etwas oberhalb der "jungen Wilden") einzunehmen. Während unsere Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute alles in die Waagschale warf, benötigte der Gästeblock ein paar Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Danach war es aber ein solider Auftritt mit einigen Ausreißern nach oben; meine beiden persönlichen Highlights waren "Katherine, Katherine" (Wir träum'n vom Glanz der alten Tage...) und "Mein VfL" am Ende eines denkwürdigen Pokalabends, das wir dank Gerrit Holtmanns Treffer in der vierzigsten Minute durchaus verdient für uns entscheiden konnten. Der Traum von Berlin darf somit (nach zwei Erstrundenniederlagen in den vergangenen Spielzeiten) noch etwas weiter geträumt werden. Ach ja, das Ruhrstadtkollekiv zeigte noch ein Gedenkspruchband für die (vor rund zehn Jahren) verstorbenen Augsburger Ultras Max und Dani; nach dem bei unserem letzten Gastspiel von den Augsburgern im Gästeblock befestigten Spruchband für Tobi und Demski eine mehr als tolle Geste... Ultras sterben nie!
Nachdem die Feierlichkeiten im Gästeblock beendet und das Material wieder eingepackt war, machte sich unser Tross auf den Rückweg zu den Autos respektive Neunern; letztendlich sollte es bis zur Abfahrt dann noch ein wenig dauern... dafür ging es aber im Konvoi mit Blaulicht bis zur Autobahn.
Schuss, Tor, Hurra - wir holen den Pokal... 😊





 (alle Fotos Photomafia Bochum)

Freitag, 24. Oktober 2025

...führt uns noch einmal nach Europa, in den UEFA-Cup! Ein Blick zurück ins Jahr 1997

Für nostalgische Gefühle sorgte der Champions League Gegner unserer Münchner Freunde Club Brügge; in der Saison 1997/1998 trafen wir in der 2. Runde des UEFA-Cup auf die Belgier (zuvor hatten wir Trabzonspor dank eines fulminanten Sieges im Rückspiel - das Hinspiel am Schwarzen Meer hatten wir noch knapp verloren - aus dem Wettbewerb gekickt!). Da bietet es sich doch an, mal wieder das "Buch der Erinnerung" auszupacken...
Ob zuhause an der Casse oder beim Auswärtsspiel
unser ganzes Leben widmen wir nur Dir!
Wir träum'n vom Glanz der alten Tage und dreh'n am Rad!
Führt uns noch einmal nach Europa, in den UEFA-Cup!

21.10.1997 13.000 Zuschauer 1:0 
Nachdem man die erste Aufgabe im internationalen Geschäft gegen Trabzon mit Bravour gemeistert hatte, bescherte uns die 2. Runde den bis dato ungeschlagenen belgischen Tabellenführer Club Brügge. Das dies alles andere als mein Traumlos war, hat zwei Gründe. Erstens hatte ich den Ground bereits zwei Jahre zuvor gemacht, und zweitens wollte aufgrund der Nähe plötzlich jeder mitfahren. Glücklicherweise beschloss die Vereinsführung, die Trabzonfahrer bei der Kartenvergabe bevorzugt zu behandeln, womit das Kartenproblem schnell gelöst war...
Nach meinem Kurzaufenthalt in der Heimat (zuvor hatte ich am Freitag das Heimspiel gegen den 1.FC Köln besucht; am Samstag standen das Spiel der Zweitvertretungen von Fortuna Düsseldorf und dem KFC Uerdingen und das Gastspiel des ASV Dachau beim TV Düren in der Volleyball Bundesliga auf dem Programm, ehe das Wochenende mit dem Spiel unserer Amateure bei der Hammer Spielvereinigung abgeschlossen wurde), schließlich muss man sich seine Fußballspiele irgendwie finanzieren, ging es (am Montag) nach Arbeitsende wieder in Richtung Westen, wo mich Herr Knispel bereits sehnsüchtig erwartete. Die eh schon kurze Nacht wurde noch ein paar Stunden kürzer, da man sich noch zu einem kleinen Schlummertrunk ins Drugstore begab... Total gerädert hieß es dann um kurz nach halb sechs wieder aufstehen, musste man doch um sieben Uhr am Bochumer Hbf. sein. Nach und nach trafen dann auch alle Fantastic Supporters ein, nur ein gewisser Zinemacher aus Marl ließ bis zuletzt auf sich warten... Da die meisten Busse aber bis dahin schon voll waren, kamen wir in die Ehre, uns in einem Kleinbus breitmachen zu dürfen, womit einer gepflegten Anreise nichts mehr im Wege stand. In Brügge angekommen wurden alle Busse auf einen Parkplatz außerhalb des Zentrums geleitet, von wo aus es am späten Nachmittag geschlossen zum Stadion gehen sollte. Zusammen mit dem restlichen Troß Bochumer ging es in die wahrlich wunderschöne Brügger Innenstadt, die einem kleine mittelalterliche Häuser, einen alten Marktplatz, Schloßgärten, zahlreiche Kanäle und Pferdekutschen bot... (ich glaub' einen derartigen Satz würde ich heute so nicht mehr zu Papier bringen) Im Zentrum versammelten sich dann nach und nach alle mitgereisten Bochumer, darunter auch eine stattliche Abordnung der BO-City, unterstützt von einigen Berliner Freunden. Obwohl der Mob des öfteren in Bewegung kam, gab es vor dem Spiel meines Wissens keinen Feindkontakt mit den Kollegen von der East Side. Irgendwann kam man dann auf die Idee den Rathausturm mit unserer Fahne zu schmücken, was dann auch von Bo-Showman und mir in die Tat umgesetzt wurde. War zwar total sinnlos, aber irgendwie kam's doch genial... Danach wurde es dann Zeit, den Weg zum Stadion anzutreten, was sich unter massiver Polizeieskorte abspielte. Die Busse wurden dann in einer Seitenstraße hinter der Gästekurve geparkt, gut abgeschirmt von den belgischen Cops. Die Eingangskontrollen verliefen dann relativ harmlos, uns so brauchte sich keiner zu wundern, dass es zu Beginn des Spiels zum Einsatz diverser pyrotechnischer Erzeugnisse kam. Das Jan-Breydel-Stadion, das aus zwei doppelstöckigen Tribünen auf den Geraden und zwei unüberdachten Hintertortribünen besteht, war mit 13.000 Zuschauern bei weitem nicht ausverkauft, wodurch sich die Frage stellt, wieso nur 1.500 Karten nach Bochum gingen... Von belgischer Seite war, bis auf zeitweise lautstarken Support, nicht besonders viel zu hören, aber auch bei uns war die Stimmung nicht gerade toll. Lediglich die Hoolfraktionen auf beiden Seiten waren pausenlos am pöbeln , was in dem Austausch von Leuchtspurmunition in der Halbzeit gipfelte. Als man sich schon mit dem torlosen Unentschieden abgefunden hatte, fiel doch noch der Siegtreffer für die Gastgeber, was die Stimmung bei uns ein wenig drückte. Nach dem Spiel kamen dann unsere Spieler wie gewohnt in die Kurve, um sich bei uns zu bedanken. Erstaunt war man, dass man ohne Blocksperre aus dem Stadion geführt wurde. Bei den Bussen kam es noch zu einigen "Feindberührungen", wobei die Jungs von der East Side mit Flaschen und Steinen zu Werke gingen. Wie lange die Scharmützel dauerten, kann ich euch leider nicht sagen, da wir irgendwann in unseren Kleinbus verfrachtet wurden, und abermals mit Polizeischutz eskortiert wurden. Während es die anderen vorzogen, die Rückfahrt schlafend zu verbringen, wurden Knispel und ich noch Zeugen eines üblen Unfalls, bei dem ein Auto explodierte (eine Szene, die mich noch lange begleiten sollte; ein Lastwagen war ungebremst in ein Stauende gerast). In Bochum ging es dann hundemüde mit dem Taxi nach Kornharpen, wo mich mein Bett schon sehnsüchtig erwartete. Ganze vier Stunden später hieß es dann aber auch schon wieder aufstehen, wollte ich mich doch frühzeitig auf den Weg nach München machen... (wo am Abend noch das Champions League Gruppenspiel der Bayern gegen Paris Saint-Germain besucht werden sollte; unsere Freunde sollten das Spiel, das mit einer durchaus sehenswerten Europa-Choreographie eingeläutet wurde, letztendlich klar mit fünf zu eins für sich entscheiden) 
Diese Tour war zwar bei weitem nicht so genial wie Trabzon, wird aber dennoch mit Sicherheit zu den besten meiner Fankariere zählen.


5.11.1997 23.900 Zuschauer 4:1 Georgi Donkov (2), Sergej Juran und Dariusz Wosz
Die Ausgangslage war heute ähnlich wie gegen Trabzonspor, hatte man doch in Brügge eine knappe 0:1 Niederlage hinnehmen müssen... Mit gemischten Gefühlen machte ich mich nach getaner Arbeit auf den Weg zum Ruhrstadion, wo auch schon der Rest der Choreogruppe auf mich wartete. Hatte es beim letzten Versuch noch einige Lücken gegeben, erstrahlte heute die Südtribüne gänzlich in blau und weiß, während in der Ostkurve tausende von Luftballons ein wahrlich gutes Bild abgaben. Obwohl unsere Jungs bereits nach zehn Minuten in Führung gingen, und das Geschehen auf dem Rasen klar dominierten, stand es zur Halbzeit nur 1:1, was doch die ersten Zweifel hinsichtlich des Erreichens der 3. Runde weckte. Zu diesem Zeitpunkt waren die gut und gerne 1.600 Supporter aus Brügge noch am Feiern... Nach der Pause war es abermals Georgi Donkov, der nach 50 Minuten die abermalige Führung für die Bochumer erzielte. Als die Gäste bei einem Konter nur den Pfosten trafen, sank einem das Herz fast in die Hose, um nur drei Minuten später zu explodieren, scorte unser ukrainischer Büffel im Gegenzug zum 3:1, was die Massen wahrlich in Ekstase versetzte. Nachdem man noch einige brenzlige Situationen überstanden hatte, blieb es Darius Wosz vorbehalten mit seinem Tor kurz vor Ultimo den Sack endgültig zuzumachen. Unglaubliche Szenen spielten sich daraufhin im Ruhrstadion ab... fremde Menschen lagen sich in den Armen, Freudentränen allerorts... Während die Jungs von der Brügger East Side ihren Frust an den Stadionzäunen und an den Cops ausließen, machten wir uns auf den Weg ins Bermuda Dreieck, wo eine geniale Party abgezogen wurde. Eins ist klar, dieser Abend wird wohl kein Bochumer so schnell vergessen... Ach ja, einige Stunden nach dem Spiel soll es noch zu kleineren Boxereien zwischen den beiden Lagern gekommen sein, aber genaueres kann ich euch diesbezüglich nicht erzählen.


Die beiden Spielberichte stammen aus der zehnten Ausgabe der Red News, dem Vorgänger des (PF)LÄSTERSTEIN, und wurden von mir und Christian Knispel verfasst. Zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart drei Tage später präsentierten wir in unserer damaligen Heimat, dem Block A unsere Vorfreude auf den nächsten Europapokalgegner...

Donnerstag, 23. Oktober 2025

22. Oktober 2025 - Bayern München vs. Club Brügge 4:0

Zusammen mit Nils machte ich mich relativ früh (Abfahrt um kurz nach sieben 😉) auf den Weg in Richtung Garching-Hochbrück, da ja Dank des Südkurven Hauses unser bisheriger "Arenaparkplatz" wohl nur noch selten (bei wirklich früher Anreise) eine Option darstellen wird... glücklicherweise hatte der "Busch-funk" bereits eine überaus interessante Alternative gemeldet, die wir heute auch gleich erfolgreich testen konnten.
Die Südkurve beschäftigte sich heute ausführlich mit der Personalie Jerome Boateng; der ehemalige Bayernspieler plant eine Hospitation bei Trainer Vincent Kompay. Eben jener Jerome Boateng war wiederholt wegen psychischer und physischer Gewalt, sowie Machtmissbrauch in Beziehungen "auffällig" geworden. Ein Thema,  über das man meines Erachtens einfach nicht wegschauen sollte darf!
Das Spiel war bereits zur Halbzeit durch Tore von Lennart Karl (was der Junge aktuell macht, ist echt sensationell), Harry Kane und Luis Díaz zugunsten unserer Freunde entschieden; im zweiten Durchgang sollte sich (nur) noch die Chelsea-Leihgabe Nicolas Jackson in die Torschützenliste eintragen.
Während die Südkurve am heutigen Abend einen mehr als guten Auftritt (man konnte den Leuten um uns herum von Anfang an den Spaß beim Singen förmlich ansehen; mein persönliches Highlight des Abends war die Homage an den, sich an diesem Abend ebenfalls im Stadion anwesenden Mr. Wembley Arjen Robben) aufs Parket legte, sorgten die mitgereisten Gäste definitiv nicht dafür, sich positiv in mein Gedächtnis einzubrennen...







Mittwoch, 15. Oktober 2025

30 anni Fantastic Supporters 1995

Blicke ich dreißig Jahre zurück, so spielten wir - wie heute - in der 2. Liga, jedoch standen wir nach zehn Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz; am elften Spieltag der Saison sahen 24.700 Zuschauer ein Unentschieden gegen den ungeliebten Stadtrivalen. Eben jener 15. Oktober 1995 war darüber hinaus der Startschuss für einen neuen, durchaus ambitionierten Fanclub... wobei ich persönlich den Namen Fanclub bis zum heutigen Tage nicht passende finde... Gruppe gefiel mir schon damals besser, wollten wir doch etwas Neues, bis dato in Bochum nicht dagewesenes in die Ostkurve respektive in die Gästenblöcke der Republik tragen. Vorbild waren die bunten und lautstarken Kurven Italiens. In diese hatten wir uns während unserer zahlreichen Fußballtouren verliebt. Auch wenn die zu diesem Zeitpunkt bereits absteigende Fankultur auf der Insel zu diesem Zeitpunkt noch einen gewissen Reiz auf uns ausübte (und uns wohl den zweiten Teil unseres Namens bescherte), war Italien - zumindest für mich - bereits damals das Maß aller Dinge!

Die Faszination Italien im Allgemeinen und Ultrá im Besonderen zieht sich konsequent durch unsere inzwischen dreißigjährige Gruppengeschichte. Angefangen beim "Forza Bochum" und/oder "Forza Ragazzi", das ich als Vorsänger seinerzeit regelmäßig anstimmen durfte, über Slogans wie "la storia siamo noi", "sempre e ovunque dal 1995" oder das heute omnipräsente "Bochum per sempre" zieht sich die Hommage an die Väter der Ultrábewegung jenseits der Alpen wie ein roter Faden durch unsere Gruppengeschichte.

Während unserer Findungsphase in den Jahren 1995 und 1996 gab es nicht nur ein reges Kommen und Gehen bei uns Fantastic Supporters, sondern auch etliche Mitglieder, deren große Liebe eher im Süden der Republik, als im tiefen Westen lag. "Geschuldet" war das dem Mann, der maßgeblich für die Gründung unserer Gruppe war... Ralf Schikora, den ich bereits einige Jahre zuvor als Macher des Bochum und Bayern Freundschaftszines FANTASTIC und Mitglied des Fanclubs Blau-Weiße Union kennen und schätzen gelernt hatte.

Relativ schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass wir (Blau-Weißen) unser primäres Augenmerkt ausschließlich und mit aller Leidenschaft dem VfL widmen wollten! Geblieben ist die historische und gerade in den ersten sieben acht Jahren unserer Gruppe annähernd brach liegende Freundschaft zum FC Bayern München. Mit den Jungs und Mädels von der Dachau City, die wie wir auch in dieser schweren Zeit an diesem besonderen Bündnis festhielten, stehen wir seit nunmehr fast dreißig Jahren Seite an Seite. Wiederbelebt durch die Ultras beider Vereine feierte die Freundschaft zwischen beiden Fanszene Gastspiel unserer Mannen an der Isar im Frühjahr 2023 ihr fünfzigjähriges Bestehen; und das auf einer Ebene, von der wir seiner Zeit nur geträumt hatten!

Die Ultras… ein guter Zeitpunkt den Bogen ins Jahr 1999 zu spannen. Mit uns und den drei Jahre später gegründeten Supreme Corps verfügten wir Bochumer bereits relativ früh über zwei Gruppen, die sich (zu diesem Zeitpunkt) als Ultragruppen verstanden. Nach anfänglichen Reibereien zwischen den jungen Wilden und uns Alten (blicken wir heute zurück, ist es schon lustig, wie seinerzeit „alt“ und „jung“ definiert wurde – heute, zwei oder drei Fangenerationen später, ist eine derartige Klassifizierung definitiv passender) merkten beide Seiten relativ schnell, dass wir unsere durchaus hochtragenden Ziele wohl nur gemeinsam erreichen würden. Um die Kräfte zu bündeln und etlichen gruppenlosen (zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon längst Abstand von einem offenen Mitgliedersystem genommen; aufgenommen wurde nur noch, wer unsere Werte hundertprozentig teilte und auch menschlich zu unserem doch sehr speziellen Haufen passte) eine Heimat zu bieten, gründeten wir gemeinsam die Ultras Bochum.

Von diesem Zeitpunkt an stellten wir zumindest optisch unsere Gruppe in den Hintergrund; von der einen oder anderen kleinen Geburtstagsaktion mal abgesehen. Das Ziel einer großen Gruppe… nein, einer großen an einem Strang ziehenden Ostkurve hatte für uns inzwischen oberste Priorität. Alle Kräfte gebündelt zum Wohle unseres Vereins!

Halten wir beim Thema Gruppenjubiläen kurz inne; mit Ausnahme unseres fünfjährigen Bestehens sollten wir diese – wie auch heute – ausnahmslos in Liga zwei feiern… so prekär wie aktuell war die Situation rund um unseren Herzensvereins jedoch bis dato noch nie!

Über Höhen und Tiefen hatte ich auf unserer Feier vor zehn Jahren bereits gesprochen; so belasse ich es heute bei einem Rückblick auf die letzten zehn Jahre. Fangen wir mit den Tiefen an; der Ausgliederung, mit all ihren möglichen (bis heute glücklicherweise nicht eingetretenen) Konsequenzen (und Bedrohungen) folgte die Corona-Pandemie. Mal abgesehen von unterschiedlichen Meinungen zum Umgang mit dieser per se, zeigte sich der Profifußball und damit auch unser Verein von seiner hässlich(st)en Seite! Schade, dass genau in diese Zeit auch die langersehnte (aber eher ins Fabelreich abgestempelte) Rückkehr in die Beletage des Deutschen Fußballs fiel. Einen Aufstieg außerhalb des Stadions/der Stadien zu erleben (und zu feiern) ist mit Sicherheit nicht das, was wir Fans uns gewünscht haben. Glücklicherweise sollten uns nach der Rückkehr der Fans in die Stadien noch einige Spiele im Oberhaus bleiben; bleiben werden mit Sicherheit Erinnerungen an den genialen Sieg im Dortmunder Westfalenstadion (mit einhergehendem Klassenerhalt), der Sieg der aktiven Fanszene gegen den Investoreneinstieg in der DFL und/oder der irre Klassenerhalt in Düsseldorf.

Was mir in den letzten Jahren persönlich jedoch am besten gefallen hat, ist die Tatsache, dass sowohl wir als Fantastic Supporters als auch die Fan- und Ultraszene wieder enger zusammengewachsen ist, was sich insbesondere in etlichen gemeinsamen Aktion/Fahrten/Feiern zeigt.

Zu guter Letzt würde ich gerne noch einmal unseren aktuellen und ehemaligen Mitgliedern an Herz legen, nie die Werte unserer Gruppe, die definitiv ein wichtiges Puzzlestück der ersten Generation von Ultras in Deutschland war, aus den Augen zu verlieren. Denn auch ohne den Untertitel "Ultras Bochum 1995" leben viele von uns ihr Leben 24/7 für den VfL… und hier kommen wir zum bereits erwähnten roten Faden zurück: Bochum per sempre!

Dieser Text ist eine minimal abgewandelte "Sammlung meiner Gedanken" - niedergeschrieben in den frühen Morgenstunden des 11. Oktober 2025, dem Tag unserer (aufgrund der Länderspielpause um vier Tage verfrühten) 30-Jahre-Feier, hatte sich doch, wie schon vor zehn Jahren kein anderer Redner (FaBu wollte nur ein paar einleitende und organisatorische Worte an die Gäste richten) gefunden; letztendlich kamen außer mir im Rahmen der offiziellen Rede auch noch Ralf und ein Mitglied der Dachau City (mehr oder minder freiwillig) zu Wort. Über die Feier will und werde ich hier aber kein (weiteres) Wort verlieren; ich denke, dass alle Beteiligten einen durchaus unterhaltsamen Abend hatten... 😉

Dienstag, 23. September 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode X


BALLESTERER - Ausgaben 177 bis 189
je 6,50 bzw. 7,50 Euro / Ausgabe 189 10,00 Euro - Kontakt: www.ballesterer.at
Sage und schreibe dreizehn Ausgaben des österreichischen Fußballmagazin haben sich seit meiner letzten Rezension bei mir angesammelt. Die Titelthemen lauteten "Auf Tournee" (unter andrem ging es mit dem SK Rapid nach Brasilien), "Ungarn (Orbans Fußballwelt)", "Hamburger Sport-Verein", "Das Wiener Stadion" (gemeint ist hier das Prater- respektive Ernst-Happel-Stadion), "Der (ÖFB) Cup", "Jüdische Identitäten im Stadion", "Ralf Rangnick", "Pele", "Design im Fußball", "Fußballstadt Istanbul", "Austria Salzburg 1993/94" (in dieser Saison lösten die Mozartstädter mit ihrem Einzug ins UEFA-Cup-Finale - damals noch mit Hin- und Rückspiel - einen wahren Fußballboom in Österreich aus), "Bundesliga der Frauen" und "EM 2024". Natürlich hat der Ballesterer auch neben den aufgeführten Titelthemen für jeden Fußballbegeisterten ordentlich was zu bieten. Für mich auf jeden Fall immer ein Freudentag, wenn eine neue Ausgabe bei mir im Briefkasten liegt. 

BLICKFANG ULTRÁ - Saisonrückblick 2022/2023
11,90 Euro - Kontakt: www.blickfang-ultra.de
Der Saisonrückblick aus dem Hause Blickfang Ultrá zählt in meinen Augen mit zu den Höhepunkten eines jeden Jahres; natürlich bekommt man von vielen Szenen einiges mit (mal mehr, mal weniger - je nachdem wie die Gruppe(n)/Kurven sich nach außen öffnen), aber diese geballte Ladung an Informationen, Eindrücken, Meinungen und Fotos ist schon eine richtig geile Sache! Auf dreihundertvierzig Seiten lassen neununddreißig Gruppen/Szenen die Saison 2022/2023 Revue passieren. Ich kann mich hier am meisten für die eher kleineren Vereine begeistern, die sich im Alltag meist (ein wenig) unter dem Radar bewegen. In punkto Layout haben Mirko & Co. im Vergleich zum letzten Saisonrückblick nochmal ordentlich nachgelegt. Alles in allem eine durchwegs runde Geschichte.

BLOCK WEST ECHO - Ausgabe 44
10,00 Euro - Kontakt: kontakt@ultras-rapid.at
In Wien-Hütteldorf blickt man auf 216 Seiten auf die Saison 2022/2023 zurück; eine Saison in der die Ultras Rapid mit Luksus und Benco gleich zwei Freunde zu Grabe tragen mussten... die teils sehr persönlichen Texte zum Abschied/Gedenken an die beiden dürften nicht nur mir unter die Haut gegangen sein! Aber fangen wir doch am besten von vorne an; den einleitenden Worten und dem Inhaltsverzeichnis folgen auch diesmal ein paar Worte der Vorsänger, ehe es auch schon mit den Spielberichten (Bundesliga, ÖFB-Cup und Europacup) ans Eingemachte geht. Es folgen der Rückblick der Gioventù, die bereits angesprochenen Abschiede von Luksus und Benco, Texte über diverse interne Veranstaltungen der Ultras Rapid, "Wienern helfen Wienern" und 35 Jahre Ultras Rapid. Im Juni 2022 feierten die Freunde von VeneziaMestre ebenfalls die 35 Jahre zurückliegende Fusion von Venezia und Mestre, bei der eine Abordnung aus Wien natürlich nicht fehlen durfte. Des weiteren findet man auf den folgenden Seiten zwei weitere Spielbesuche in der Lagune. Die nächsten siebenundsiebzig Seiten "gehören" den weiteren offiziellen (Gate 13 Panathinaikos und Ultras Nürnberg) und inoffiziellen (Green Monsters, Ultras Tito und Hammarby IF) Freundschaften. Im Anschluss gibt es noch Berichte über die Ausstellung "ULTRA - Fußball und Politik am Mittelmeer", 45 Jahre Boys Parma, Diego Maradona - Campione in Italia, 70 Jahre Hans Krankl, die Vorstellung von Andy Mareks Buch, das Bernd Gedenkturnier der Tornados Rapid, sowie einen Nachruf auf die Verrückten Köpfe von Wacker Innsbruck.

DALEÓ - Ausgaben 22 bis 24
je 4,00 Franken - Kontakt: daleó@suedkurve.ch
S'einzige Heft mit eignem Fangsang berichtet in gewohnter Manier über die Geschehnisse rund um die Spiele des FC Zürich (Highlight in Ausgabe 22 stellt hier mit Sicherheit das Gastspiel bei Bodø Glimt da). Darüber hinaus gibt es Vereins- und Verbandspolitik, Interviews, Historisches (wie den Brand vom Letzigrund anno 1929) und vieles mehr. Ich freue mich jedes Mal, wenn mir Andi eine weitere Ausgabe des Daleó zukommen lässt, und mir so einen Einblick in die doch sonst "verschlossene" Szene des FC Züri gewährt.

LEFFE BOYS - Saisonrückblick 2022/2023
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: am Besten via Instagram
Auf zweiundfünfzig Seiten (A4 - Farbe) berichten die Leffe Boys von ihren Erlebnissen rund um die Spiele des FC Gütersloh (wobei auch die Zweitvertretung, sowie die A-Jugend das ein oder andere Mal unterstützt wurde) in der überaus erfolgreichen Saison 2022/2023, an deren Ende nicht nur der Aufstieg in die Regionalliga West, sondern auch der Sieg im Westfalenpokal zu Buche stand. Im Anschluss an die Spielberichte dürfen noch die anderen Gruppen/Fanclubs ein paar Zeilen über die abgelaufene Saison zu Papier bringen, ehe eine Vorstellung der Leffe Boys, ein kleiner Groundhoppingteil und ein paar persönliche Eindrücke einzelner Mitglieder das Heft abschließen. 

SCHWABENSTURM STUTTGART 2002 - Saisonrückblick 4
9,00 Euro - Kontakt: info@schwabensturm02.net
Ein ordentliches Brett haben die Jungs und Mädels vom Schwabensturm einmal mehr 'rausgehauen... wobei es sich beim vorliegenden Heft eher um einen Jahresrückblick handelt, beschäftigt man sich doch mit der Rückrunde der Saison 2022/2023 (beginnend mit dem Gastspiel in Leipzig, das die Stuttgarter Szene im Übrigen nicht boykottiert) und der Hinrunde der Saison 2023/2024 (die - Dank der Weltmeisterschaft in Qatar - am 14.01.2024 mit dem Auswärtsspiel in Mönchengladbach enden sollte). Neben durchwegs informativen Berichten findet der geneigte Leser unzählige Fotos, die bisweilen auch einen interessanten Einblick ins Leben der Gruppe gewähren. Die Rubriken "Basteln für die Kurve", "130 Jahre VfB Stuttgart - Feier der Fanszene", "Besuche bei der Curva Mare Cesena", Besuche bei der Szene E Reutlingen", "Winterpause 2023" und "Choreo Special" (hier berichtet die Gruppe in Wort und Bild über die Entwicklung der eigenen Kreativität in den vergangenen zwanzig Jahren) runden das überaus gelungene Werk ab.

STOCCARDA - Ausgabe 14
10,00 Euro - Kontakt: stoccarda@cc97.de
Mit 360 Seiten legt das Commando Cannstatt gleich nochmal einen oben drauf! Die vorliegende 14. Ausgabe beinhaltet jeweils Saisonrückblicke und Kurvenberichte der Spielzeiten 2021/2022 (wo man hoffentlich ein letztes Mal mit der Corona Pandemie konfrontiert wird - hierzu gibt es übrigens auch einen rückblickenden Stimmenfang innerhalb der Gruppe) und 2022/2023. Zudem gibt es einen überaus interessanten "Ausflug" nach Bad Cannstatt, einen Rückblick auf die 25 Jahrfeier des Commando Cannstatt, Gedanken aus der Gruppe zum Thema Depressionen, Freundschaftsbesuche in Reutlingen, Cesena und Saint Etienne, sowie einen ausführlichen Blick auf die einzelnen Standtorte der Gruppe im Neckarstadion im Verlauf der letzten fünfundzwanzig Jahre.

SÜDTRIBÜNE DORTMUND - Fotoheft Saison 2022/2023
10,00 Euro - Kontakt: info@suedtribuene-dortmund.de
Mit unzähligen, teils wirklich beeindruckenden Fotos lässt die Südtribüne Dortmund die Saison 2022/2023 Revue passieren; so werden neben beeindruckenden Choreographien auch immer wieder "emotionale Momente" eingefangen, und auch das Geschehen vor und nach den Spielen wird immer wieder festgehalten. Vom Gastspiel in München gibt es übrigens Bilder beider Kurven, auf denen ein gemeinsames "Battle" gegen die DFL zu sehen ist.

TORNADOS SPEZIAL - Ausgaben 48 bis 50
4,50 Euro bzw. 6,00 Euro - Kontakt: info@tornadosrapid.at
Von den Tornados Rapid liegen diesmal drei Hefte auf meinem Schreibtisch; neben den Berichten rund um die Spiele des österreichischen Rekordmeister zwischen Juli 2022 und Dezember 2023 (wobei die Europapokalspiele hier nach wie vor einen besonderen Stellenwert einnehmen), gibt es auch diesmal wieder eine gehörige Portion Vereinsgeschichte/-politik (so nimmt man die Präsidiumswahl im November 2022 genau unter die Lupe, erzählt von den Goldenen Jahren), kritische Gedanken rund um den (modernen) Fußballkosmos (unter anderem beschäftigt man sich mal wieder mit Red Bull, zudem setzt man sich mit der Weltmeisterschaft in Qatar auseinander), Aktivitäten in der Hütteldorfer Fanszene (wie etwa das zehnjährige Bestehen der Gladiatori, Wiener helfen Wienern, das alljährliche Bernd-Wochenende, 35 Jahre Ultras Rapid, 20 Jahre Gioventù - mit Interview - oder 20 Jahre Green Lions), die Freundschaften der Tornados (Green Monsters, Boys Parma und Nürnberg), Rezensionen, Streetart und vieles mehr. In der Jubiläumsausgabe 50 gibt es zudem noch einen Rückblick auf die Geschichte des Tornados Spezial, in Rahmen dessen auch ein paar langjährige "Leser" zu Wort kommen. Auf die nächsten fünfzig Ausgaben!

VERBUNDEN FÜRS LEBEN - Ausgaben 1 und 2
je 10,00 Euro - Kontakt: fanzine@verbundenfuersleben.de
Vor fünfzehn Jahren verabschiedete sich das Im Zeichen der Maske mit den Worten "Du gehst und machst Platz für ein neues Heft, neue Ideen und neue Gedanken"... nach einem Probelauf im September 2021 (die Nullnummer wurde seinerzeit szeneintern veröffentlicht) erblickte im Januar 2023 offiziell mit dem Verbunden fürs Leben (was für ein genialer Name!) ein neues Heft aus der Feder der Violet Crew das Licht der Welt. Während in Ausgabe eins die Saison 2021/2022 in Wort und Bild abgehandelt wird, beschäftigt sich die zweite Ausgabe mit der Saison 2022/2023. Zudem gibt es jeweils Berichte zu den Besuchen beim Ultra Caos Stockholm (die auch zu beiden Spielzeiten einen eigenen Saisonrückblick beisteuern), massig Streetart (unter dem Arbeitstitel "Vandalen fürs Leben"), Kennenlernen mit der Mannschaft, Jahreshaupt-versammlung 2021, einen Bericht von der polnisch-ukrainischen Grenze, einen ausführlichen Blick auf die Osnabrücker Fanzinegeschichte (inklusive Interview), den Ruf nach fangerechten Anstoßzeiten, die Geschichte zur "Maske" der Violet Crew, DIY-Ultras per sempre (all das in der ersten Ausgabe), Spendensammlung Winter 2022/2023,10 Jahre Cervisiam Guys, 10 Jahre Fanabteilung, 15 Jahre Speerspitze Nord, Bündnis "Tradition lebt von Erinnerung", 20 Jahre Violet Crew (auf 66 Seiten dreht sich alles um die Feierlichkeiten und die Geschichte der Gruppe, die mittels einiger Interviews aufgearbeitet wir), sowie Gedanken zur Bremer Brücke  (das findet ihr in der zweiten Ausgabe). Ich muss sagen, dass mich die beiden Ausgaben vollends überzeugen konnten...

DER WELTENBUMMLER - Spezial 3
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: info@wanderers-bremen.de
Zum 125jährigen Bestehen des SV Werder Bremen haben die Wanderers Bremen mal wieder eine Sonderausgabe ihres Infozine auf den Mark gebracht. Neben der facettenreichen Geschichte der Hanseaten (mit Exkursion zum Weserstadion) gibt es etliche Interviews mit Bremer Legenden wie Dieter Burdenski und Thomas Schaaf, einen Blick auf die Geschichte der Bremer Fanszene und die Fußballdamen des SV Werder. 

ZEITSPIEL - Ausgaben 29 bis 34
je 9,80 Euro - Kontakt: www.zeitspiel-magazin.de
Sechs Ausgaben des Magazin für Fußball-Zeitgeschichte liegen vor mir; die Titelthemen diesmal "Countdown zur Bundesliga" (allein die Fotos aus dieser Zeit sind absolut Klasse), "Fußball und Protest" (krass, was mit was man in all den Jahren - die ich ja auch schon zum Fußball fahre - bereits zu kämpfen hatte), "Der Pokal und seine Sensationen", "Fußball und Musik" (ein überaus interessantes Thema, wenn ihr mich fragt), "Fankultur im Unterbau" (zwei Vereine, die mir in diesem Zusammenhang einfallen, fanden auch den Weg ins Magazin... namentlich der 1. SC Göttingen 05 und SSV Reutlingen) und "Eine andere Geschichte der EM" (unter anderem setzt man sich kritisch mit dem Verhältnis zwischen Fans und Polizei vor der Europameisterschaft ausein-ander). Natürlich darf sich die werte Leserschaft auch weiterhin über die obligatorischen (und gern gelesenen) Rubriken wie "Klubs in der Krise", "Klartext", "Neues aus dem Unterbau", Stadionvorstellungen, Rezensionen und eine große Zahl weiterer interessanter Themen freuen.

Donnerstag, 28. August 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode IX


TRAUER & FUSSBALL - Ausgabe 2
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: cmayer@trauerundfussball.de
Fünf Jahre hat das Projekt "Trauer und Fußball" inzwischen schon auf dem Buckel; auf den ersten (einleitenden) Seiten wird noch einmal ausführlich auf eben jenes Projekt zurückgeblickt respektive bis dato "Unwissenden" noch einmal ausführlich vorgestellt. Ansonsten gibt es etliche persönliche Geschichten, Vorstellungen der Weiß-Braunen Kaffetriner*innen, sowie der Supporters Crew Freiburg, Interviews mit dem Fanprojekt Hamburg und Ilona Schütz vom Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienst der Johanniter Berlin, "graham groundspotting" (Graham, von dem die abgebildeten Fotos stammen verstarb während seiner Groundspotting-Tour im März 2022) und vieles mehr. Alles in allem ein durchaus interessantes, wenn auch nicht alltägliches Heft.

TRESPASS - Ausgabe 7
6,00 Euro - Kontakt: trespass-zine@gmx.de
Mehr als ordentlich unterwegs war die Tresspass-Redaktion auch diesmal; auf 276 Seiten findet Ihr vierundsiebzig Spiele (und die dazugehörenden Erlebnisberichte) aus achtzehn Ländern (Deutschland, Österreich, Italien, Luxemburg, Frankreich, Belgien, Gibraltar, Spanien, England, Schweiz, Schottland, Jordanien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Finnland, Georgien und Armenien lauteten diesmal die Destinationen, wobei mich neben den unzähligen Besuchen in bella Italia insbesondere die "Exoten" in den Bann zogen; genial fand ich natürlich auch den Bericht vom UEFA-Cup-Sieg der Frankfurter Eintracht, aus deren Fanszene die Macher des Heftes stammen), locker flockig geschrieben und mit richtig geilen Bildern (auch hier gibt es neben den Bildern aus den Stadien etliche Schnappschüsse die Land und Leute zeigen - herrlich!) untermalt.

ULTRASCHALL - Ausgabe 2023
gegen Spende - Kontakt: badkurveplauen@outlook.de
Wie gehabt beschäftigt sich die Sonderausgabe des Infozine der Badkurve Plauen mit der abgelaufenen Spielzeit, in diesem Fall mit der Saison 2022/2023 (neben Spielberichten gibt es ein Resümee, sowie einen Rückblick auf das karitative Engagement - und auch die obligatorischen Gastberichte aus "szenefremder Feder" dürfen nicht fehlen). Ansonsten findet der geneigte Leser ein Interview mit den Ultras Nordhausen, einen Blick auf die Geschichte der Badkurve, sowie auf 20 Jahre Ultrà in Plauen, einen Kurzurlaub in Hamburg, einen Text zu 120 Jahre VFC Plauen, einen Rückblick auf das Turnier um den "Ultras sterben nie" Pokal und den obligatorischen Blick auf die neuen Gegner der bevorstehenden Saison.

ZENTRALORGAN SAISONRÜCKBLICK - Ausgaben 2020/21/22 und 2022/23
die Ausgabe 2022/23 gab es Für 8,00 Euro - Kontakt: zentralorgan@ultras-dynamo.de
Während man die "Corona-Ausgabe" des Zentralorgan Saisonrückblick getrost als "Übergangsphase" bezeichnen kann (was nicht nur am pandemiebedingt geschrumpften Inhalt liegt, sondern auch an der Übergabe des Staffelstab an die jüngere Generation innerhalb der Redaktion), was sich auch an einer deutlich geringeren Auflage wieder spiegelt, so wird in der Ausgabe 2022/23 wieder aus dem Vollen geschöpft; auf 448 Seiten lässt man die Saison ausführlich in Wort und Bild Revue passieren. Es folgen ein Interview mit dem aktuellen Capo, Soziales, 70 Jahre SG Dynamo Dresden, Vereinspolitik, ein Choreospecial, 20 Jahre Fanprojekt, ein Saisonrückblick der Schwarz-Gelben Hilfe, Graffiti (stolze 58 Seiten!), "UD's erste Male", Zaunfahnen (mega interessantes Thema, wenn Ihr mich fragt), Fanclub Rückblicke, die Dokumentation des Beutezugs des Fanclubs "Diebische Elster" in der abgelaufenen Spielzeit, Rückblicke auf alte Spiele (unter anderem auch auf das Gastspiel anno 1992 in München, dem ich seinerzeit auch beiwohnte), einen Nachruf  für "Big Lutz", Zwichau, Tops & Flops, harte Zahlen, sowie dem Nachwort zu guter Letzt. Ich würde sagen, dass der Wechsel in der Redaktion durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.

UNA VITA IN VACANZA - Nummero 4
Preis? Keine Ahnung!  - Kontakt: una_vita_in_vacanza@web.de
Was hab ich mich auf die vierte Ausgabe dieses Italienheftes gefreut... 😊 Los geht es am 19. März 2022 mit der Partie Imolese Calcio vs. Aquila 1902 Montevachi (zu den Gästen pflegt die Redaktion übrigens freundschaftliche Kontakte; selbstredend wurde dieses Spiel inmitten der mitgereisten Ultras im Settore Ospiti verbracht). Es folgen Spielberichte aus Empoli, Bologna, Bozen, Meran, Lugano (ups, da hat sich doch tatsächlich ein nicht in Italien ausgetragenes Spiel ins Heft verirrt - aber sprachlich passt es dann doch 😉), Cosenza, Catanzaro, Milano, Salerno, Agrigento, Enna, Sestri Levante, Modena, Prato, Sora, Trapani, Palermo, Cremona, Montevarchi, Monza und Genoa, bei denen es die Autoren stets schaffen, einen mit kurzweiligen, informativen und bisweilen sehr persönlichen Texten richtig gut mitzunehmen. Natürlich wird auch diesmal die Rubrik "Vecchi Tempi" fortgesetzt; Salamander berichtet von seinem "ersten Mal" (Hellas Verona vs. FC Crotone anno 2013), Vita Randagia von einem Tag im Paradis (am 26.02.2017 besuchte er die Spiele AC Savoia vs. ASD Mondragone und SS Cavese vs. ASD Sicula Leonzio). Des weiteren beschäftigt man sich mit den nicht ganz so bekannten Zaunfahnen der Curva Nord des AC Perugia (Skrondo, 3M und Nucleo XX Giugno), dem Diebstahl der Zaunfahne der Fedayn Roma, aktuellen Gruppenauflösungen, sowie dem Fall "Paolo Scaroni" (der Brescia Ultra wurde am 24. September 2005 nach dem Gastspiel in Verona von Polizisten ins Koma geprügelt). Zu guter Letzt gibt es noch ein paar Rezensionen. Ein Heft, das ich in meiner Sammlung auf keinen Fall missen möchte!

UN PO PAZZO - Ausgabe 1 und 2
Preis? Keine Ahnung!  - Kontakt: unpopazzo@mail.de
Der italienische Name, der übrigens "ein bisschen verrückt" bedeutet, weckte im Vorfeld die Hoffnung auf ein weiteres Heft, dass sich mit dem Mutterland unserer Bewegung beschäftigt. Tatsächlich berichtet der Macher des Heftes in den beiden vorliegenden Ausgabe, nur über einen Spielbesuch in Italien (Inter vs. Bologna). Neben Spielen in heimischen Gefilden wurden Spiele in Bulgarien, Nord Mazedonien, Griechenland, Serbien, Albanien, Montenegro, der Schweiz, Österreich, Polen, Rumänien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Portugal und Belgien.

UNTERWEGS - Ausgaben 23 bis 25 
4,00 bzw. 5,00 Euro  - Kontakt: gruberjosef@gmail.com
Drei Ausgaben des "etwas anderen Fanzine aus Österreich" trudelten seit der letzten Rezensionsrunde bei mir ein; genaugenommen waren es vier, aber dazu später mehr... Nach einer dreijährigen schöpferischen Pause, in der sich Josef seinen Büchern und dem "Unterwegs reloaded" widmete, gibt es wieder massig Lesestoff aus Italien (neben Spielberichten gibt es wieder etliche Hintergrundinfos, Interviews), Slowenien, Tschechien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Serbien, Österreich, Ungarn, Polen und Deutschland (hier gibt es in Ausgabe 24 zusätzlich Josefs Eindrücke von der Buchpräsentation seines "Le Isole" in Berlin und Rostock), gepaart mit unzähligen Fotos. Neu sind die QR-Codes, die dem geneigten Leser zusätzliche Fotos offenbaren. In Ausgabe 24 wird die 41. Ausgabe der Stimme der Kurve von Wacker Innsbruck rezensiert, in Ausgabe 25 gibt es den 10. Teil der Rubrik "Anno Dazumal" mit AC Milan vs. Lazio, Rapid Wien vs. Boby Brno (beide aus dem Jahr 1997), Dinamo Zagreb vs. Celtic Glasgow (1998) und Admira Wacker vs. First Vienna (1999) und die Rezension der Jahresausgabe 2023/2024 des On the Terraces der Ultras Udine.

UNTERWEGS RELOADED - Ausgabe 3 
4,50 Euro  - Kontakt: gruberjosef@gmail.com
Und hier wären wir - wie bereits erwähnt - beim vierten Heft aus dem Hause Gruber; exakt zwanzig Spiele aus dem Jahr 2002 warten auf die werte Leserschaft. Neben Spiel- und Erlebnisberichten aus Italien (Spiele gibt es aus Mailand, Verona, Turin, Pisa, Livorno, Triest ) gibt es weitere aus Serbien (natürlich durften Besuche der Belgrader Derbys nicht fehlen), Ungarn (hier wurde unter anderem das Budapester Derby mitgenommen), Polen, Slowenien und Kroatien (in beiden Ländern wurden selbstredend die jeweils bedeutendsten Spiele des Landes besucht). Als bekennender Freund der analogen Fotographie kann ich mich insbesondere für die vielen geilen Fotos begeistern.

WHEREVER I MAY ROAM - Ausgabe 1 
Persönliches Werk für Freunde und gute Bekannte, deshalb weder Preis noch Kontaktdaten
Zu einer Mitarbeit am (PF)LÄSTERSTEIN konnte ich ihn leider nicht überreden, dafür hat Sebastian selbst ordentlich in die Tasten gehauen. Herausgekommen ist ein 268 Seiten umfassendes Werk, mit teils sehr persönlichen Spiel- und (vor allem) Erlebnisberichten zwischen dem 26. Oktober 2021 (AC Milan vs. Torino FC) und dem 11. Juni 2022 (Austria Salzburg vs. SV Telfs). Das Hauptaugenmerk liegt definitiv auf dem Mutterland der Ultrábewegung, mit massig Hintergrundinfos, coolen Fotos und einer gehörigen Portion Patos (der Spaziergung durch die Viertel Neapels mit all den Wandmalereien, den persönlichen Eindrücken und den Informationen hat mich wirklich geflasht!). Des weiteren wurden Spiele in der Schweiz, in Frankreich, Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich besucht. Verpackt wurde das Ganze in ein eher schlichtes Layout (wohl einer der Bereiche, in denen wir nicht so ganz d'adccord sind 😅) mit unzähligen aussagekräftigen Fotos (hier legte Sebastian übrigens großen Wert auf Detail). Natürlich darf bei einem Fanzinenerd ein ausführlicher Rezensionsteil nicht fehlen! Nicht nur wegen der netten persönlichen Worte, die den Weg in mein Exemplar gefunden haben, würde ich mich über eine zweite Ausgabe des Heftes wahnsinnig freuen!

45 GRAD - Ausgaben 45 bis 47 
je 4,00 Euro  - Kontakt: www.45grad-heft.de
Zum Abschluss liegen hier noch drei Ausgaben des 45⁰ vor mir. Das "Deutsche Supertifo" handelt in gewohnter Manier (fast) alle relevanten Spiele zwischen Juli 2023 und Oktober 2023 ab; neben unzähligen Fotos gibt es kurze informative Texte, bei denen die beteiligten Gruppen/Kurven den Imput liefern. Neben den ersten zwei Pokalrunden (die hier mehr oder weniger komplett abgehandelt wurden) findet man unter anderem das Spiel zwischen Chemie Leipzig und Wacker Innsbruck, das Gastspiel von Rapid Wien an der Alten Försterei, die Derbys zwischen Bielefeld und Münster, Nürnberg und Fürth, Erfurt und Jena, Köln und Mönchengladbach, sowie Duisburg und Essen. 

Montag, 21. Juli 2025

Mit dem VfL durchs (Tiroler) Unterland...

Nach vier Jahren im Südtiroler Gais (der Ort liegt unweit von Bruneck im Pustertal) mit etlichen Testspielen in Brixen (manch einer konnte die, eigentlich herrlich gelegene Sportzone Süd nicht mehr sehen; schade, dass es nie für ein Testspiel im Ahrstadion des ASC Sankt Georgen, der ja immerhin in der italienischen Serie D gespielt hat) und einem Aufeinandertreffen mit unseren Freunden aus Bologna anlässlich eines "Blitzturniers" im Bozener Drusus Stadion (neben dem FC Bologna und unserem VfL nahm noch der FC Südtirol teil), zog es unsere Equipe in diesem Sommer nach Scheffau am Wilden Kaiser. Sowohl für die zahlreichen Trainingslagerfahrer als auch für mich ein durchaus reizvolles Ziel, sollten doch aufgrund der räumlichen Nähe die meisten Testspiel machbar sein; einzig das abschließende Spiel gegen Metalist Kharkiv sollte aufgrund "privater Verpflichtungen" nicht machbar sein.

Der erste Aufgalopp am frühen Nachmittag des 12. Juli gegen Viktoria Pilsen kollidierte (leider) mit dem Kurt-Landauer-Turnier, so dass im Grenzland-stadion sich in der Kufstein-Arena (warum man hier den Namen ändern musste, bleibt wohl eine der vielen unbeantworteten Fragen) relativ wenige Bochumer eingefunden hatten. Ich selbst hatte mich bereits um kurz nach sieben mit Nils von der Dachau City auf den Weg in Richtung Tirol gemacht, sollte es doch vor dem Spiel noch schnell auf den Pendling gehen, von dem übrigens nicht nur einen herrlichen Blick aufs Kaisergebirge und die Stadt Kufstein hat, sondern auch auf die Austragungsstätte des heutigen Spiels; zuletzt verweilte ich hier übrigens beim Erstrundenmatch des SK Rapid im ÖFB-Cup anno 2018. Rund fünfhundert Zuschauer (neben rund vierzig Bochumern hatten sich auch zehn Tschechen und etliche Herthaner, deren Mannschaft es in diesem Sommer nach Kitzbühel verschlagen hatte) sahen ein munteres Spiel, in dem der tschechische Vizemeister lange Zeit klar das Sagen hatte, jedoch letztendlich über ein Unentschieden (den Führungstreffer der Pilsener in Durchgang eins konnte der viel gescholtene Moritz Broschinski mit einem Traumtor in der 61. Spielminute egalisieren) nicht hinauskommen sollte. Während der Bochumer Tross (dem auch eine Handvoll Fantastic Supporters angehörte) nach dem Spiel in Richtung Scheffau weiterzog, machten wir uns auf den Weg an den Starnberger See, wollten wir doch zumindest noch für ein paar Stunden beim Einladungs-turnier der Schickeria vorbeischauen.





Am Mittwoch stand dann der zweite Ausflug ins Tiroler Unterland auf dem Programm; ursprünglich war für diesen Tag nur ein Testspiel angesetzt, um 18 Uhr erwarteten uns in der Silberstadt Arena in Schwaz die Young Boys aus Bern. Bereits beim Testspiel gegen Pilsen am Samstag kursierte jedoch das Gerücht, dass im Vorfeld noch ein zweites Testspiel gegen Waldhof Mannheim ausgetragen werden sollte; was sich am selben Abend dann auch bestätigen sollte. Angepfiffen sollte dieses Spiel bereits um 13 Uhr werden; Austragungsort war das kurz hinter Kufstein gelegene Angerberg. Da ich bis kurz nach zwölf arbeiten musste, war eine pünktliche Ankunft so gut wie unmöglich; letztendlich sollte ich Mitte der ersten Halbzeit in der durchaus schicken Anlage des SV Angerberg (dessen erste Mannschaft übrigens in der Gebietsliga Tirol Ost spielt) eintreffen. Nachdem ich die letzten Minuten des ersten Durchgangs mit FaBu und Kai (die es sich auf Seiten der 2½ Tribünen bei den Fahnen gemütlich gemacht hatten) ausgetauscht hatte, verzog ich mich mit dem Pausenpfiff auf den gegenüberliegenden Graswall, wo Ultras Bochum sich niedergelassen hatte. Unsere B-Elf sollte einen zwei Tore Rückstand nach rund einer Stunde letztendlich noch drehen, und vor etwas mehr als dreihundert Zuschauern den Platz als Sieger verlassen. Aufgrund mangelnder Vignetten zog der Tross anschließend auf Tirols Landstraßen weiter in Richtung Schwaz. Während Ultras Bochum sich zur Stärkung im Gasthof zur Krippe "Tippeler" traf, zog es uns in die Stadionpinte des SC Schwaz (aus unerfindlichen Gründen konnte ich den Rest der "Alten Garde" nicht zu einem kleinen Spaziergang überreden 😕); das Preis-/Leistungsverhältnis konnte uns hier definitiv überzeugen! Ach ja, am Rande konnten wir zudem noch die zweite Halbzeit des Spiels der B-Elf der Young Boys gegen Huddersfield Town (die im Gegensatz zu den Schweizern von etlichen Schlachtenbummlern begleitet wurden) verfolgen. Mehr als turbulent sollte es ab 18 Uhr auf dem satten Grün zugehen. Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit führte der Tabellendritte der Schweizer Super League Saison 2024/2025 durchaus verdient mit vier zu eins gegen unsere Jungs, ehe diese nach dem Seitenwechsel groß aufspielten; letztendlich konnte der zweite Sieg (dem 3:2 am Nachmittag folgte ein 5:4) des Tages eingefahren werden. Puh, Siege (vor allem gegen favorisierte Mannschaften) in der Vorbereitung bedeuten bei uns in Bochum ja meist nix Gutes! Bleibt zu hoffen, dass diese (langjährige) These in der kommenden Saison endlich mal ad absurdum geführt wird. Während sich die Trainingslagerfahrer auf den Weg in Richtung Scheffau machten, ging es für mich zurück in Richtung Heimat.









Am Freitag hatte ich mit FaBu noch eine "kleine" Bergtour ins Auge gefasst (mit oder ohne anschließendem Besuch des Mannschaftstrainings und/oder des Fanabends), aber leider musste der gnädige Herr wichtige vereinspolitische Entscheidungen treffen, so dass es letztendlich allein auf die Hintere Goinger Halt ging. Beim abschließenden Testspiel gegen Metalist Kharkiv (gespielt wurden übrigens zwei Mal sechzig Minuten), das ebenfalls in Schwaz ausgetragen wurde, fielen übrigens keine Tore.