Mittwoch, 10. Dezember 2025

9. Dezember 2025 - Bayern München vs. Sporting Lissabon 3:1

Heimspiele der Bayern in der Königsklasse, das bedeutet im Allgemeinen eine durchaus gemütliche Abfahrtszeit (so ummara sieben) im Raum Dachau; eine Ausnahme sollte das letzte Spiel in der Königsklasse im Jahr 2025 darstellen - Anpfiff 18:45 (tja, die beiden Partien am Dienstag, sowie die beiden am Mittwoch, die den Fernsehsendern noch mehr Kohle bescheren sollen, gibt es ja auch noch)...
Und so musste ich gestrigen Dienstag (trotz Bergen von Arbeit) in der Kanzlei relativ früh die Segel streichen, damit ich pünktlich um fünf abfahrtsbereit war. Die frühe Anstoßzeit hatte nicht nur den Vorteil, dass man relativ früh wieder zu Hause ist, sondern auch, dass sich die Parkplatzsuche in Garching-Hochbrück durchaus entspannt gestaltete. Im Stadion zog es mich alsbald in Richtung Vorsängerpodest, wo neben den üblichen Verdächtigen der Schickeria mit FaBu ein weiterer Fantastic Supporter begrüßt werden konnte (dieser wollte endlich mal wieder ein "normales" Spiel in der Kurve erleben; tja, hast Dir den Platz auf der Haupttribüne ja (quasi) selbst ausgesucht mein Lieber... 😏 Aufgrund der doch eher unschönen Polizeiübergriffe auf Fußballfans im Europapokal gab es zu Beginn große Spruchbänder in Richtung Europäischer Union und UEFA (GET YOUR SHIT TOGETHER - PROTECT AWAY FANS FROM ARBITRATY MEASURES AND POLICE VIOLENCE!). War die Stimmund (soweit ich das von meinem Platz aus beurteilen konnte) in den ersten dreißig Minuten richtig gut, so flachte diese in der Folgezeit leider spürbar ab. Nach dem Seitenwechsel gab es seit längerer Zeit wieder eine Pyroshow in der Südkurve, bestehend aus roten und weißen Bengalen, die über die komplette Breite gezündet wurden. Da unsere Freunde nach dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison mit einer Bewährungsstrafe seitens der UEFA belegt wurden, darf man gespannt auf deren (idiotische) Reaktion respektive Sanktion warten. Ach ja, auch die mitgereisten Gäste aus der portugisischen Hauptstadt hantierten das ein oder andere Mal mit pyroteschnischen Erzeugnissen; ob der Einsatz von Böllern hierbei unbedigt sein musste, stelle ich mal in Frage (ein überaus lauter sorgte kurzzeitig für Irritaion - vor zwanzig Jahren hätten sich in diesem Moment wohl weitaus weniger Leute Gedanken gemacht). Ach ja, das Spiel konnten die Bayern, die nach Kimmichs Eigentor in der 54. Minute in Rückstand geraten waren, letztendlich hochverdient mit drei zu eins für sich entscheiden. In punkto Tifo konnte der Münchner Anhang in Durchgang zwei an die gute Anfangsphase anknüfen, so dass man letztendlich von einem richtig guten Auftritt sprechen kann.



(vielen Dank an Tobi fürs zu Verfügung stellen der Fotos)

Freitag, 21. November 2025

Rezension: WIR SIND SCHON AUF DEM BRENNER Ausgabe 5

Über zwei Jahre mussten die Italiennerds auf die fünfte Ausgabe des "Wir sind schon auf dem Brenner" warten; wenn ich das mit meiner eigenen Postille vergleiche, eine definitiv noch tragbare Wartezeit... 😅
Mit dem "späten Erscheinen" hadert Pompo im Vorwort, stellt aber auch klar, dass das nichts mit einem möglichen zurückgegangenen Interesse der Autoren am Mutterland der Ultras zu tun hat - hätte mich ehrlich gesagt mehr als gewundert, wenn nicht sogar schockiert! Ferner stellt er die Frage, ob sich ein Heft, dass sich nur mit einem einzigen Themenschwerpunkt beschäftigt, auf Dauer Sinn macht. Wenn ich mir im Gegenzug überlege, wie oft ich von diversen Personen aller möglichen Vereine und durch alle Altersschichten (es gab mal Zeiten, an denen ich das Gefühl hatte, Italien wäre gerade für die jüngeren Generationen nicht mehr das "Maß aller Dinge") hindurch, nach dem Erscheinen des neuen "Wir sind schon auf dem Brenner" gefragt werde, dann kann ich kurz und knapp mit "Nein" antworten!
Den einleitenden Worten folgen zwei geballte Blöcke mit Spielbesuchen (wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden im Jahr 2023 sage und schreibe fünfunddreißig Spiele besucht, im Jahr 2024 waren es derer "nur" fünfundzwanzig 😉). Unterwegs waren die Autoren auf dem kompletten Stiefel, von der Serie A bis hinunter in die Promozione dürfte für jeden etwas dabei sein. Müsste ich mich auf drei Highlights festlegen, so würde ich mich (nach langem Überlegen) auf die Spiele Barletta vs. Cavese (allein wenn ich an die zum Bericht gehörenden Bilder denke, wird mir augenblicklich warm ums Herz!), Sampdoria vs. Bari und Catanzarao vs. Bari festlegen. Zwischen den Spiel- und Erlebnisberichten der beiden Jahre findet der geneigte Leser neben einem achtseitigen Streetart-Part den fünften Teil der "Geschichte der Ultras"; diesmal beschäftigt man sich mit den Jahren 2010 bis 2020, einer für die Ultrabewegung definitiv nicht gerade einfachen Zeit. Nach dem Tod des Polizisten Filippo Raciti im August 2009 sieht sich die Bewegung auf dem Stiefel mit der Einführung der Tessera del Tifosi konfrontiert; ein Instrument das bei den Ultras für breite Ablehnung stieß. Dies führte dazu, dass "normale" Auswärtsspiele erstmal der Geschichte angehören sollten. Um zu "überleben" sollten nach und nach viele Kurven den Widerstand jedoch aufgeben, um jungen Mitgliedern das "Erlebnis Auswärtsspiel" zu ermöglichen. Ein paar Kurven/Gruppen blieben bezüglich der Ablehnung jedoch konsequent, unter anderem waren das Sampdoria, Bergamo, Cagliari und Lecce. In die Epoche fielen auch das Ende einiger historischer Gruppen wie beispielsweise das Collettivo Autonomo Viola (2011) oder die Vigilantes Vicenza (2012). Ein positiver Moment der doch eher tristen Epoche war der Besuch einer Abordnung von Ultras von fünfundzwanzig Vereinen im Senat, wo durchaus konstruktiv diskutiert wurde. Knapp ein Jahr später sollte die Tessera offiziell abgeschafft werden, was für einen sichtbaren Aufschwung sorgen sollte. Am Ende des 224 Seiten umfassenden Heftes beschäftigt man sich noch (einmal) ausführlich mit den Freundschaften zu Samb und Empoli (denen man bereits in den regulären Spielberichten das ein oder andere Mal "über den Weg" gelaufen ist); die Freundschaft zu den Ultras Empoli wurde übrigens am 25.02.2023 anlässlich des Heimspiels des Empoli Football Club gegen die Società Sportiva Calcio Napoli "offiziell" gemacht (sprich, es hing zum ersten Mal die Fahne der Schickeria über der der Ultras Empoli). Abgerundet wird das überaus lesenswerte (und nicht minder informative) Heft mit einem weiteren Kapitel der "Lieder der Kurve"; diesmal geht es um die Version des "Bella Ciao" der Curva Sud Siberiano.
Anstatt diese Rezension jetzt wieder mit einer (gerechtfertigten) Lobhudelei zu beenden, zitiere ich ein paar Zeilen aus Pattis Bericht vom Spiel zwischen dem FC Südtirol und dem Genoa Cricket and Football Club... "[...] u.a. über das neue Blickfang Ultra und die Generationeninterviews gelabert. Wobei mir persönlich hier Union und Erfurt mit ihren Antworten am meisten zugesagt haben. Ich gönne mir hier thematisch dann auch schnell einen Exkurs zu meiner eigenen Meinung: Ich sehe das mittlerweile entspannt. Weitergeben von Einstellungen, Werten etc. ist wichtig und wenn es nach meinen Wünschen gehen würde, gäbe es bei Einstellung, Stil etc. eine hohe Konstanz für die nächsten 20 Jahre. Aber wenn man das will, muss man halt dabei bleiben, Präsenz zeigen und dafür einstehen. Klar sollten junge Leute Respekt davor haben, was in den letzten 20-25 Jahren in Deutschland gegen viele Widerstände aufgebaut wurde. Sie sollten verstehen wie anstrengend es teilweise ist, sich ob eines gewissen Alter noch für die Gruppe und Kurve einzusetzen und natürlich darf man Verständnis für veränderte Lebensumstände einfordern (bestes Beispiel Kinder - ohne sterben wir nämlich aus [...] Gleichzeitig bleibt die Zeit nicht stehen, Rahmenbedingungen wandeln sich ständig, die Bewegungen wandeln sich ständig, die Bewegung wächst schnell, nimmt (sozial-)medial einen ganz anderen Raum ein. Viele Gruppen können so wahrscheinlich nur schwerlich hinterher, den Nachwuchs vernünftig zu integrieren und wenn man da dann nur noch selten an Treffpunkten auftaucht und falls dort vor allem mit dem eigenen Bezugskreis Bierchen trinkt, dann ist es für die jungen Leute auch nicht unbedingt leicht mitzubekommen, was man denn in der Vergangenheit so gemacht hat und wieso man manche Veränderung so schlecht findet. Man kann irgendwann nicht mehr erwarten, dass jede und jeder den Knicks vor dem Geleisteten macht. [...] Eine Sichtweise, über die sich so mancher "Alte" Gedanken machen sollte; und vielleicht muss(te) ich diesbezüglich auch mal vor der eigenen Tür kehren.
Format: A5
Seiten: 224 Seiten - farbig
Preis: 6,00 Euro
Kontakt: www.suedkurve-muenchen.de

Montag, 10. November 2025

vom Inn an die Donau... österreichische Woche im November 2025

In Österreich treibe(n) ich/wir mich/uns ja bekanntermaßen des Öfteren herum; zwei (sehenswerte) Spiele (insbesondere was das Geschehen auf den Rängen betrifft) innerhalb von fünf Tagen sehe ich aber inzwischen eher selten. 
Zum Auftakt meiner österreichischen (Fußball)Woche hatte ich mir das Gastspiel des FC Wacker Innsbruck in Kufstein auserkoren. Der zehnmalige Österreichische Meister scheint sich nach dem Konkurs 2002 (kurz zuvor hatte man als FC Tirol Innsbruck - unter diesen Namen hatte der FC Wacker nach der Ausgliederung der Profiabteilung im Jahr 1993 die wohl erfolgreichsten Jahre der "jüngeren" Vereinshistorie bestritten, dabei aber einen immensen Schulden-berg angehäuft) und dem Sturz in die fünftklassige Tiroler Liga im Jahr 2022 (abgesehen von der Saison 2002/2003 war man nach dem Konkurs des FC Tirol und der Neugründung des FC Wacker immer in den zwei höchsten Spiel-klassen beheimatet) inzwischen wieder gefangen zu haben; so steht man aktuell nach sechzehn Spieltagen (das Gastspiel beim FC Kufstein schon mit eingerechnet) mit dreiundvierzig von achtundvierzig möglichen Punkten nicht nur auf dem ersten Platz der drittklassigen Regionalliga West, sondern auch vor der Rückkehr in die 2. Liga. Mit einem Zuschauerschnitt von 4.730 Besuchern bei Heimspielen am Tivoli (seit dem letzten Spieltag der Saison 2024/2025 steht die aktive Fanszene wieder auf der angestammten Nordtribüne - die Rückkehr wurde übrigens vor rund 4.000 Zuschauern Zusehern stilecht mit einer Choreographie zelebriert) liegt man deutlich vor der Wattener Sport-gemeinschaft Tirol, die seit dem Aufstieg in die Bundesliga ebenfalls das Tivoli Stadion als Heimspielstätte nutzt. Rund eine Stunde vor Spielbeginn sollte ich die Kufstein-Arena betreten; da es wie aus Kübeln goss, nahm ich das Angebot der Gastgeber, doch noch ein wenig in der Kantine zu verweilen, dankend an. Knapp zehn Minuten vor Anpfiff machte ich es mir auf der kleinen überdachten Tribüne auf der Gegengeraden direkt gegenüber den etwa siebenhundert mitgereisten Innsbruckern gemütlich (na ja, aufgrund des teils heftigen Windes sollte das Dach über mir nur bedingt den Regen von mir fern halten). Diese legten über die kompletten neunzig Minuten eine überaus flotte Sohle aufs Parkett; gesangstechnisch wurden neben einigen neue(re)n Liedern auch alle Klassiker gesunden. Auch wenn die Vorsänger sich augenscheinlich das ein oder andere Mal noch etwas mehr Einsatz gewünscht hatten, so war ich vom Auftritt der Tivoli Nord durchaus begeistert. Nachdem ich mich in der Halbzeitpause mit Mike (Unterland) ein wenig ausgetauscht hatte, so folgte ich nach dem Seitenwechsel seiner Einladung, und verfolgte das Spiel fortan inmitten der Gäste. Richtig laut wurde es dann spätestens mit dem vielumjubelten Führungstreffer des FC Wacker, der sich gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten lange schwer tat, was wohl nicht zuletzt am schwer zu bespielenden Platz (war schon krass zu sehen, wie das Geläuf von Minute zu Minute mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde; der Platzwart dürfte bisweilen Tränen in den Augen gehabt haben) lag. Als drei Minuten später auch noch das zweite Tor fiel, war die Messe defacto gelesen; und so feierten die Schwarz-Grünen die letzten zwanzig Minuten ausgelassen die Herbstmeisterschaft. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte ein paar Minuten vor dem Abpfiff ein Spieler der Innsbrucker, als er bei einem Klärungsversuch einen kleinen Jungen, der mit seinen Eltern im unteren Bereich des Gästeanhangs stand, regelrecht abschoss... zum Glück ging es dem Kleinen nach dem Schlusspfiff schon wieder besser, und so durfte er sich nicht nur mit den Spielern vorm Gästeanhang feiern lassen, sondern bekam auch noch das Trikot des "Übeltäters". Während die Gruppen der Tivoli Nord ihr Material einpackten, wechselte ich noch ein paar Worte mit dem einen oder anderen Bekannten, ehe ich (nach dem Abmarsch der Gäste) noch einmal kurz die Kantine aufsuchte...






Am späten Mittwochnachmittag (zuvor hatte ich noch einiges an geschäftlichen und privaten Terminen "abzuspulen") machte ich mich dann erneut auf den Weg zu unseren Nachbarn; Ziel diesmal Wien. Nachdem wir (Bele und Ida waren ebenfalls am Mittwochabend angereist; jedoch von Hamburg aus mit dem Flugzeug - die Beiden hatten die erste Hälfte der Herbstferien genutzt, um Freunde in der Nähe von Lüneburg zu besuchen) am Donnerstagnachmittag "das Geschäftliche" (dem Hauptgrund unseres Besuches in der österreich-ischen Hauptstadt) erledigt hatten, verabschiedete ich mich um viertel nach sechs in Richtung Hütteldorf. Vor dem Spiel tauschte ich mich noch ein wenig mit Brucki, Dominik (TR96), Christoph (UR88) und Tobi (ehemals Lords) aus, ehe ich mich zusammen mit Dominik eine Viertelstunde vor Spielbeginn in den oberen Bereich der Nordtribüne (also gegenüber dem "Block West" und neben dem Gästeblock) verabschiedete, um den bestmöglichen Blick auf die Choreographie der Tornados zu haben. Zum Lied "Wien, du Stadt meiner Träume" von Rudolf Sieczynski aus dem Jahr 1912 präsentierten die Tornados eine Blockfahne mit dem "Cover" des Wienerlied, links davon wurde ein Wimpel der Stadt Wien mit der Jahreszahl 1137 (in diesem Jahr wurde Wien erstmals schriftlich als "civitas" - Stadt - bezeichnet) gezeigt, recht davon ein Wimpel des SK Rapid in den Gründungsfarben blau-rot und mit dem Gründungsjahr 1899 versehen. In Kombination mit der musikalischen Liebeserklärung an die Stadt Wien ein wirklich gelungenes Intro, das sogar bei mir als neutralem Zuschauer für Gänsehaut sorgte. Dass die Tornados hiermit auch die "neutralen" Zuschauer berührt haben, zeigte sich anhand des tosenden Applaus nach Beendigung der Choreographie. Im Gegensatz zum Block West, der durchaus stimmgewaltig in Spiel startete (sich dann aber Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr an die Leistung der eigenen Mannschaft anpasste), taten sich die Mannen von Trainer Peter Stöger gegen die im Jahr 1948 unter dem Namen CS Universitatea Craiova gegründeten und (nach Auflösung im Jahr 2014 und Neugründung) seit 2017 unter dem Namen FC Universitatea 1948 firmierenden Rumänen mehr als schwer; der letztendlich spielentscheidende Führungstreffer durch Oleksandr Romanchuk in der 36. Spielminute war die logische Folge. Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Hütteldorfer mit aller Macht gegen die drohende dritte Niederlage im dritten Spiel der Conference League zu stemmen (leider waren sie aber vor dem Tor meist viel zu harmlos), was die Stimmung im mit 23.457 Zuschauern ganz ordentlich gefüllten Weststadion noch einmal ordentlich pushen sollte. Die Gruppen der Peluza Nord Craiova, die mit rund tausend Leuten nach Wien gereist waren, konnte ich ebenfalls einen ordentlichen Auftritt bescheinigen. An dieser Stelle sein noch erwähnt, das die Peluza Sud (zwischen beiden Tribünen hatte es schon lange gekriselt) nach der Auflösung von CSU dem inzwischen vom rumänischen Fußballverband ausgeschlossenen FC U Craiova (die Neugründung zwei gleichnamiger Vereine hat in Rumänien ja inzwischen schon Tradition) unterstützt. Nach dem Spiel sollte es noch auf "nen Schwatz" in die Säulenhalle des Block West gehen; vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Letztendlich sollte ich das Weststadion als einer der Letzten verlassen...












Mittwoch, 29. Oktober 2025

28. Oktober 2025 - FC Augsburg vs. VfL Bochum 0:1 (DFB-Pokal)

Nachdem sich der VfL während unseres Urlaubs in Apulien im Sportforum Hohenschönhausen nur mit Mühe gegen den BFC Dynamo durchsetzen konnte (1:3 nach Verlängerung; den Führungstreffer der Weinroten konnte Noah Loosli fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit egalisieren), bescherte uns das Los für die zweite Runde ein Gastspiel beim FC Augsburg. Im Gegensatz zu den Jungs und Mädels, die sich aus dem Pott auf den Weg machten (Rückkehr in Bochum im Optimalfall in den frühen Morgenstunden), fand ich das Los durchaus attraktiv. Dies lag nicht nur an der kurzen Anreise, sondern auch an der Tatsache, dass wir bis dato fünf Gastspielen drei gewinnen konnten (zudem gab es ein Unentschieden, sowie die Niederlage in der letzten Saison), und sich die Augsburger darüber hinaus in einer sportlichen Talfahrt befanden.
Da die Bayern erst am heutigen Mittwoch beim 1. FC Köln um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen, bescherte uns nicht nur zahlreiche Unterstützung durch die Gruppen der Südkurve, sondern mir auch eine überaus entspannte Anreise als Mitfahrer... 😉 An dieser Stelle vielen Dank an Tobi für den Hol- und Bringservice! Für etwas Spannung sorgte die Info einer bereits vor uns eingetroffenen Münchner Autobesatzung bezüglich Römische Augsburger Späher am vereinbarten Treffpunkt mit Ultras Bochum und dem Ruhrstadtkollektiv. Nach einigem Hin und Her sollte es dann noch einmal in Richtung Autobahn gehen, um von dort aus gesammelt mit den Ultras beider Vereine geschlossen den (ursprünglich anvisierten) Parkplatz in Stadionnähe anzusteuern. Von hier aus zogen wir dann geschlossen weiter in Richtung Gästeblock (natürlich nicht ohne die zu erwartende Begleitung diverser Staatsdiener). Hier wurde erst einmal der Rest der heute anwesenden Fantastic Supporters sowie etliche weitere Bekannte begrüßt, ehe es langsam aber sicher Zeit wurde, seinen Platz (etwas oberhalb der "jungen Wilden") einzunehmen. Während unsere Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute alles in die Waagschale warf, benötigte der Gästeblock ein paar Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Danach war es aber ein solider Auftritt mit einigen Ausreißern nach oben; meine beiden persönlichen Highlights waren "Katherine, Katherine" (Wir träum'n vom Glanz der alten Tage...) und "Mein VfL" am Ende eines denkwürdigen Pokalabends, das wir dank Gerrit Holtmanns Treffer in der vierzigsten Minute durchaus verdient für uns entscheiden konnten. Der Traum von Berlin darf somit (nach zwei Erstrundenniederlagen in den vergangenen Spielzeiten) noch etwas weiter geträumt werden. Ach ja, das Ruhrstadtkollekiv zeigte noch ein Gedenkspruchband für die (vor rund zehn Jahren) verstorbenen Augsburger Ultras Max und Dani; nach dem bei unserem letzten Gastspiel von den Augsburgern im Gästeblock befestigten Spruchband für Tobi und Demski eine mehr als tolle Geste... Ultras sterben nie!
Nachdem die Feierlichkeiten im Gästeblock beendet und das Material wieder eingepackt war, machte sich unser Tross auf den Rückweg zu den Autos respektive Neunern; letztendlich sollte es bis zur Abfahrt dann noch ein wenig dauern... dafür ging es aber im Konvoi mit Blaulicht bis zur Autobahn.
Schuss, Tor, Hurra - wir holen den Pokal... 😊





 (alle Fotos Photomafia Bochum)

Donnerstag, 23. Oktober 2025

22. Oktober 2025 - Bayern München vs. Club Brügge 4:0

Zusammen mit Nils machte ich mich relativ früh (Abfahrt um kurz nach sieben 😉) auf den Weg in Richtung Garching-Hochbrück, da ja Dank des Südkurven Hauses unser bisheriger "Arenaparkplatz" wohl nur noch selten (bei wirklich früher Anreise) eine Option darstellen wird... glücklicherweise hatte der "Busch-funk" bereits eine überaus interessante Alternative gemeldet, die wir heute auch gleich erfolgreich testen konnten.
Die Südkurve beschäftigte sich heute ausführlich mit der Personalie Jerome Boateng; der ehemalige Bayernspieler plant eine Hospitation bei Trainer Vincent Kompay. Eben jener Jerome Boateng war wiederholt wegen psychischer und physischer Gewalt, sowie Machtmissbrauch in Beziehungen "auffällig" geworden. Ein Thema,  über das man meines Erachtens einfach nicht wegschauen sollte darf!
Das Spiel war bereits zur Halbzeit durch Tore von Lennart Karl (was der Junge aktuell macht, ist echt sensationell), Harry Kane und Luis Díaz zugunsten unserer Freunde entschieden; im zweiten Durchgang sollte sich (nur) noch die Chelsea-Leihgabe Nicolas Jackson in die Torschützenliste eintragen.
Während die Südkurve am heutigen Abend einen mehr als guten Auftritt (man konnte den Leuten um uns herum von Anfang an den Spaß beim Singen förmlich ansehen; mein persönliches Highlight des Abends war die Homage an den, sich an diesem Abend ebenfalls im Stadion anwesenden Mr. Wembley Arjen Robben) aufs Parket legte, sorgten die mitgereisten Gäste definitiv nicht dafür, sich positiv in mein Gedächtnis einzubrennen...







Mittwoch, 15. Oktober 2025

30 anni Fantastic Supporters 1995

Blicke ich dreißig Jahre zurück, so spielten wir - wie heute - in der 2. Liga, jedoch standen wir nach zehn Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz; am elften Spieltag der Saison sahen 24.700 Zuschauer ein Unentschieden gegen den ungeliebten Stadtrivalen. Eben jener 15. Oktober 1995 war darüber hinaus der Startschuss für einen neuen, durchaus ambitionierten Fanclub... wobei ich persönlich den Namen Fanclub bis zum heutigen Tage nicht passende finde... Gruppe gefiel mir schon damals besser, wollten wir doch etwas Neues, bis dato in Bochum nicht dagewesenes in die Ostkurve respektive in die Gästenblöcke der Republik tragen. Vorbild waren die bunten und lautstarken Kurven Italiens. In diese hatten wir uns während unserer zahlreichen Fußballtouren verliebt. Auch wenn die zu diesem Zeitpunkt bereits absteigende Fankultur auf der Insel zu diesem Zeitpunkt noch einen gewissen Reiz auf uns ausübte (und uns wohl den zweiten Teil unseres Namens bescherte), war Italien - zumindest für mich - bereits damals das Maß aller Dinge!

Die Faszination Italien im Allgemeinen und Ultrá im Besonderen zieht sich konsequent durch unsere inzwischen dreißigjährige Gruppengeschichte. Angefangen beim "Forza Bochum" und/oder "Forza Ragazzi", das ich als Vorsänger seinerzeit regelmäßig anstimmen durfte, über Slogans wie "la storia siamo noi", "sempre e ovunque dal 1995" oder das heute omnipräsente "Bochum per sempre" zieht sich die Hommage an die Väter der Ultrábewegung jenseits der Alpen wie ein roter Faden durch unsere Gruppengeschichte.

Während unserer Findungsphase in den Jahren 1995 und 1996 gab es nicht nur ein reges Kommen und Gehen bei uns Fantastic Supporters, sondern auch etliche Mitglieder, deren große Liebe eher im Süden der Republik, als im tiefen Westen lag. "Geschuldet" war das dem Mann, der maßgeblich für die Gründung unserer Gruppe war... Ralf Schikora, den ich bereits einige Jahre zuvor als Macher des Bochum und Bayern Freundschaftszines FANTASTIC und Mitglied des Fanclubs Blau-Weiße Union kennen und schätzen gelernt hatte.

Relativ schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass wir (Blau-Weißen) unser primäres Augenmerkt ausschließlich und mit aller Leidenschaft dem VfL widmen wollten! Geblieben ist die historische und gerade in den ersten sieben acht Jahren unserer Gruppe annähernd brach liegende Freundschaft zum FC Bayern München. Mit den Jungs und Mädels von der Dachau City, die wie wir auch in dieser schweren Zeit an diesem besonderen Bündnis festhielten, stehen wir seit nunmehr fast dreißig Jahren Seite an Seite. Wiederbelebt durch die Ultras beider Vereine feierte die Freundschaft zwischen beiden Fanszene Gastspiel unserer Mannen an der Isar im Frühjahr 2023 ihr fünfzigjähriges Bestehen; und das auf einer Ebene, von der wir seiner Zeit nur geträumt hatten!

Die Ultras… ein guter Zeitpunkt den Bogen ins Jahr 1999 zu spannen. Mit uns und den drei Jahre später gegründeten Supreme Corps verfügten wir Bochumer bereits relativ früh über zwei Gruppen, die sich (zu diesem Zeitpunkt) als Ultragruppen verstanden. Nach anfänglichen Reibereien zwischen den jungen Wilden und uns Alten (blicken wir heute zurück, ist es schon lustig, wie seinerzeit „alt“ und „jung“ definiert wurde – heute, zwei oder drei Fangenerationen später, ist eine derartige Klassifizierung definitiv passender) merkten beide Seiten relativ schnell, dass wir unsere durchaus hochtragenden Ziele wohl nur gemeinsam erreichen würden. Um die Kräfte zu bündeln und etlichen gruppenlosen (zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon längst Abstand von einem offenen Mitgliedersystem genommen; aufgenommen wurde nur noch, wer unsere Werte hundertprozentig teilte und auch menschlich zu unserem doch sehr speziellen Haufen passte) eine Heimat zu bieten, gründeten wir gemeinsam die Ultras Bochum.

Von diesem Zeitpunkt an stellten wir zumindest optisch unsere Gruppe in den Hintergrund; von der einen oder anderen kleinen Geburtstagsaktion mal abgesehen. Das Ziel einer großen Gruppe… nein, einer großen an einem Strang ziehenden Ostkurve hatte für uns inzwischen oberste Priorität. Alle Kräfte gebündelt zum Wohle unseres Vereins!

Halten wir beim Thema Gruppenjubiläen kurz inne; mit Ausnahme unseres fünfjährigen Bestehens sollten wir diese – wie auch heute – ausnahmslos in Liga zwei feiern… so prekär wie aktuell war die Situation rund um unseren Herzensvereins jedoch bis dato noch nie!

Über Höhen und Tiefen hatte ich auf unserer Feier vor zehn Jahren bereits gesprochen; so belasse ich es heute bei einem Rückblick auf die letzten zehn Jahre. Fangen wir mit den Tiefen an; der Ausgliederung, mit all ihren möglichen (bis heute glücklicherweise nicht eingetretenen) Konsequenzen (und Bedrohungen) folgte die Corona-Pandemie. Mal abgesehen von unterschiedlichen Meinungen zum Umgang mit dieser per se, zeigte sich der Profifußball und damit auch unser Verein von seiner hässlich(st)en Seite! Schade, dass genau in diese Zeit auch die langersehnte (aber eher ins Fabelreich abgestempelte) Rückkehr in die Beletage des Deutschen Fußballs fiel. Einen Aufstieg außerhalb des Stadions/der Stadien zu erleben (und zu feiern) ist mit Sicherheit nicht das, was wir Fans uns gewünscht haben. Glücklicherweise sollten uns nach der Rückkehr der Fans in die Stadien noch einige Spiele im Oberhaus bleiben; bleiben werden mit Sicherheit Erinnerungen an den genialen Sieg im Dortmunder Westfalenstadion (mit einhergehendem Klassenerhalt), der Sieg der aktiven Fanszene gegen den Investoreneinstieg in der DFL und/oder der irre Klassenerhalt in Düsseldorf.

Was mir in den letzten Jahren persönlich jedoch am besten gefallen hat, ist die Tatsache, dass sowohl wir als Fantastic Supporters als auch die Fan- und Ultraszene wieder enger zusammengewachsen ist, was sich insbesondere in etlichen gemeinsamen Aktion/Fahrten/Feiern zeigt.

Zu guter Letzt würde ich gerne noch einmal unseren aktuellen und ehemaligen Mitgliedern an Herz legen, nie die Werte unserer Gruppe, die definitiv ein wichtiges Puzzlestück der ersten Generation von Ultras in Deutschland war, aus den Augen zu verlieren. Denn auch ohne den Untertitel "Ultras Bochum 1995" leben viele von uns ihr Leben 24/7 für den VfL… und hier kommen wir zum bereits erwähnten roten Faden zurück: Bochum per sempre!

Dieser Text ist eine minimal abgewandelte "Sammlung meiner Gedanken" - niedergeschrieben in den frühen Morgenstunden des 11. Oktober 2025, dem Tag unserer (aufgrund der Länderspielpause um vier Tage verfrühten) 30-Jahre-Feier, hatte sich doch, wie schon vor zehn Jahren kein anderer Redner (FaBu wollte nur ein paar einleitende und organisatorische Worte an die Gäste richten) gefunden; letztendlich kamen außer mir im Rahmen der offiziellen Rede auch noch Ralf und ein Mitglied der Dachau City (mehr oder minder freiwillig) zu Wort. Über die Feier will und werde ich hier aber kein (weiteres) Wort verlieren; ich denke, dass alle Beteiligten einen durchaus unterhaltsamen Abend hatten... 😉

Montag, 21. Juli 2025

Mit dem VfL durchs (Tiroler) Unterland...

Nach vier Jahren im Südtiroler Gais (der Ort liegt unweit von Bruneck im Pustertal) mit etlichen Testspielen in Brixen (manch einer konnte die, eigentlich herrlich gelegene Sportzone Süd nicht mehr sehen; schade, dass es nie für ein Testspiel im Ahrstadion des ASC Sankt Georgen, der ja immerhin in der italienischen Serie D gespielt hat) und einem Aufeinandertreffen mit unseren Freunden aus Bologna anlässlich eines "Blitzturniers" im Bozener Drusus Stadion (neben dem FC Bologna und unserem VfL nahm noch der FC Südtirol teil), zog es unsere Equipe in diesem Sommer nach Scheffau am Wilden Kaiser. Sowohl für die zahlreichen Trainingslagerfahrer als auch für mich ein durchaus reizvolles Ziel, sollten doch aufgrund der räumlichen Nähe die meisten Testspiel machbar sein; einzig das abschließende Spiel gegen Metalist Kharkiv sollte aufgrund "privater Verpflichtungen" nicht machbar sein.

Der erste Aufgalopp am frühen Nachmittag des 12. Juli gegen Viktoria Pilsen kollidierte (leider) mit dem Kurt-Landauer-Turnier, so dass im Grenzland-stadion sich in der Kufstein-Arena (warum man hier den Namen ändern musste, bleibt wohl eine der vielen unbeantworteten Fragen) relativ wenige Bochumer eingefunden hatten. Ich selbst hatte mich bereits um kurz nach sieben mit Nils von der Dachau City auf den Weg in Richtung Tirol gemacht, sollte es doch vor dem Spiel noch schnell auf den Pendling gehen, von dem übrigens nicht nur einen herrlichen Blick aufs Kaisergebirge und die Stadt Kufstein hat, sondern auch auf die Austragungsstätte des heutigen Spiels; zuletzt verweilte ich hier übrigens beim Erstrundenmatch des SK Rapid im ÖFB-Cup anno 2018. Rund fünfhundert Zuschauer (neben rund vierzig Bochumern hatten sich auch zehn Tschechen und etliche Herthaner, deren Mannschaft es in diesem Sommer nach Kitzbühel verschlagen hatte) sahen ein munteres Spiel, in dem der tschechische Vizemeister lange Zeit klar das Sagen hatte, jedoch letztendlich über ein Unentschieden (den Führungstreffer der Pilsener in Durchgang eins konnte der viel gescholtene Moritz Broschinski mit einem Traumtor in der 61. Spielminute egalisieren) nicht hinauskommen sollte. Während der Bochumer Tross (dem auch eine Handvoll Fantastic Supporters angehörte) nach dem Spiel in Richtung Scheffau weiterzog, machten wir uns auf den Weg an den Starnberger See, wollten wir doch zumindest noch für ein paar Stunden beim Einladungs-turnier der Schickeria vorbeischauen.





Am Mittwoch stand dann der zweite Ausflug ins Tiroler Unterland auf dem Programm; ursprünglich war für diesen Tag nur ein Testspiel angesetzt, um 18 Uhr erwarteten uns in der Silberstadt Arena in Schwaz die Young Boys aus Bern. Bereits beim Testspiel gegen Pilsen am Samstag kursierte jedoch das Gerücht, dass im Vorfeld noch ein zweites Testspiel gegen Waldhof Mannheim ausgetragen werden sollte; was sich am selben Abend dann auch bestätigen sollte. Angepfiffen sollte dieses Spiel bereits um 13 Uhr werden; Austragungsort war das kurz hinter Kufstein gelegene Angerberg. Da ich bis kurz nach zwölf arbeiten musste, war eine pünktliche Ankunft so gut wie unmöglich; letztendlich sollte ich Mitte der ersten Halbzeit in der durchaus schicken Anlage des SV Angerberg (dessen erste Mannschaft übrigens in der Gebietsliga Tirol Ost spielt) eintreffen. Nachdem ich die letzten Minuten des ersten Durchgangs mit FaBu und Kai (die es sich auf Seiten der 2½ Tribünen bei den Fahnen gemütlich gemacht hatten) ausgetauscht hatte, verzog ich mich mit dem Pausenpfiff auf den gegenüberliegenden Graswall, wo Ultras Bochum sich niedergelassen hatte. Unsere B-Elf sollte einen zwei Tore Rückstand nach rund einer Stunde letztendlich noch drehen, und vor etwas mehr als dreihundert Zuschauern den Platz als Sieger verlassen. Aufgrund mangelnder Vignetten zog der Tross anschließend auf Tirols Landstraßen weiter in Richtung Schwaz. Während Ultras Bochum sich zur Stärkung im Gasthof zur Krippe "Tippeler" traf, zog es uns in die Stadionpinte des SC Schwaz (aus unerfindlichen Gründen konnte ich den Rest der "Alten Garde" nicht zu einem kleinen Spaziergang überreden 😕); das Preis-/Leistungsverhältnis konnte uns hier definitiv überzeugen! Ach ja, am Rande konnten wir zudem noch die zweite Halbzeit des Spiels der B-Elf der Young Boys gegen Huddersfield Town (die im Gegensatz zu den Schweizern von etlichen Schlachtenbummlern begleitet wurden) verfolgen. Mehr als turbulent sollte es ab 18 Uhr auf dem satten Grün zugehen. Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit führte der Tabellendritte der Schweizer Super League Saison 2024/2025 durchaus verdient mit vier zu eins gegen unsere Jungs, ehe diese nach dem Seitenwechsel groß aufspielten; letztendlich konnte der zweite Sieg (dem 3:2 am Nachmittag folgte ein 5:4) des Tages eingefahren werden. Puh, Siege (vor allem gegen favorisierte Mannschaften) in der Vorbereitung bedeuten bei uns in Bochum ja meist nix Gutes! Bleibt zu hoffen, dass diese (langjährige) These in der kommenden Saison endlich mal ad absurdum geführt wird. Während sich die Trainingslagerfahrer auf den Weg in Richtung Scheffau machten, ging es für mich zurück in Richtung Heimat.









Am Freitag hatte ich mit FaBu noch eine "kleine" Bergtour ins Auge gefasst (mit oder ohne anschließendem Besuch des Mannschaftstrainings und/oder des Fanabends), aber leider musste der gnädige Herr wichtige vereinspolitische Entscheidungen treffen, so dass es letztendlich allein auf die Hintere Goinger Halt ging. Beim abschließenden Testspiel gegen Metalist Kharkiv (gespielt wurden übrigens zwei Mal sechzig Minuten), das ebenfalls in Schwaz ausgetragen wurde, fielen übrigens keine Tore.

Donnerstag, 3. Juli 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode VIII


SAUERLAND-ECHO - Ausgabe 77 bis 80
je 5,00 Euro - Kontakt: jens.piahilgert@t-online.de
In den vorliegenden vier Ausgaben des Sauerland-Echo handeln Jens & Co. die Spiele des Deutschen Rekordmeisters zwischen dem 5. April 2022 und dem 8. Oktober 2023 ab (Highlight mit Abstand die Reise nach Fernost mit Spielen gegen Kawasaki Frontale und den Liverpool FC); natürlich gibt es daneben wieder massenhaft Spiel- und Erlebnisberichte aus aller Welt (bereist wurden unter anderem Albanien, Kirgistan, Usbekistan, Taschikistan, Algerien, die Jungferninseln und die Vereinigten Staaten von Amerika). In Ausgabe 78 nimmt die Weltmeisterschaft in Qatar einen nicht gerade kleinen Platz ein - über den Besuch dieser mehr als fragwürdigen Veranstaltung äußere ich mich an dieser Stelle nicht, akzeptiere aber auch die Meinung derer, die schon seit Jahrzehnten Welt- und Europameisterschaften besuchen.

SCHEISS AFD - Ausgabe 25
4,50 Euro - Kontakt: allesfahrerdarmstadt@hotmail.com
Auf annähernd dreihundert Seiten lassen die Usual Suspects die Saison 2022/2023 Revue passieren. Neben allen Auftritten des SV Darmstadt (am Ende der Saison durfte die Rückkehr in die Beletage des Deutschen Fußballs gefeiert werden) findet der geneigte Leser Spielberichte aus sage und schreibe sechsunddreißig Ländern (interessant fand ich hierbei die Reisen in den Kosovo, in die USA, nach Island, Neuseeland, Israel, Costa Rica, Belize, Honduras, Nicaragua, El Salvador, Mexiko und Saudi-Arabien). Natürlich dürfen auch die Besuche bei den Freunden aus Bern nicht fehlen; in diesem Zusammenhang möchte ich das Freundschaftsspiel zwischen den Lilien und den Young Boys Mitte Dezember 2022 am Böllenfalltor nicht unter den Tisch kehren - ein Freundschaftsspiel im Ruhrstadion oder im Stadio Renato Dall'Ara gegen unsere italienischen Freunde steht bei mir auch weit oben auf der Wunschliste! 

SCHMIERBLATT - Ausgabe 8
5,00 Euro - Kontakt: info@crecendo-hohenlohe.de
Vielleicht liegt es daran, dass die TSG Hoppen Hoffenheim nicht gerade zu den Vereinen zählt, die mich nachhaltig vom Sessel haut, dass mich die achte Ausgabe des Fanzines aus dem Hause Crecendo Hohenlohe nicht wirklich abholen konnte... aber auch die Texte ziehen sich bisweilen wie Kaugummi; neue Erkenntnisse gewinnt man leider meist auch nicht. Neben den Spielen der Saison 2022/2023 gibt es einen Blick auf die Nachwuchsgruppe Nascenti, die Saisonhighlights der Freunde aus Homburg (inklusive gegenseitiger Besuchsstatistik am Ende), Streetart und ein paar Seiten Groundhopping.

SCHWARZ AUF WEISS - Ausgabe 48 
2,00 Euro - Kontakt: freunde.der@friedhofstribüne.at
Dank Brucki landete die achtundvierzigste Ausgabe der Sportclub-Postille in meinem Briefkasten. Im vorliegenden Heft dreht es sich um Reisen und Fußball; während die Reisen mit dem Wiener Sport Club diesmal nur einen kleinen Teil der vierundsechzig Seiten einnehmen, gibt es Berichte über Besuche von Nationalteam-Turnieren der Frauen, Unterhaushopping, einer Fahrt nach Prag, einer Rundreise durch Süditalien und aus Erlebnisse aus Südamerika. Aber auch auf die Reisen zu den Freundinnen und Freunden von Tennis Borussia Berlin und dem Roten Stern aus Leipzig wurde ausführlich eingegangen. Dem Dauerthema Sportclubplatz-Umbau sind ebenfalls ein paar Zeilen gewidmet.

SCHWARZ AUF WEISS - Ausgabe 300
gegen Spende - Kontakt: saw@ultras-frankfurt.de
Jetzt fängt der auch noch an Spieltagshefte zu rezensieren... prinzipiell war und ist das nicht mein Plan, wobei ich immer wieder mal mit dem Gedanken spiele, ein Special über die Entwicklung und Bedeutung der "alltäglichen" Organe der Ultragruppen/Kurven in Angriff zu nehmen (ob nun hier im Blog oder doch in einer irgendwann noch erscheinenden Printausgabe des (PF)LÄSTERSTEIN sei mal dahingestellt). Die Jubiläumsausgabe des offiziellen Organ der Ultras Frankfurt wurde mir bei einem Besuch am Innsbrucker Tivoli in die Hand gedrückt, drehen sich doch mehr als die Hälfte des 48 Seiten umfassenden Heftes um die (inzwischen nicht mehr offizielle) Freundschaft zur aktiven Szene des FC Wacker Innsbruck. Einleitend beschäftigt man sich mit der aktuellen Situation des Tiroler Traditionsvereins, ehe Spiel- und Erlebnisberichte aus den Jahren 1999 bis 2017 folgen. Zum Abschluss teilen noch ein Mitglied der älteren Generation, sowie ein junges Mitglied der Ultras Frankfurt persönliche Gedanken zu den seit nunmehr fast dreißig Jahren währenden Kontakten. Mega spannend! Ansonsten findet man (die obligatorischen) Rückblicke auf die letzten Spiele der Eintracht, Neues von den Freunden aus Bergamo, Mannheim und Leipzig, sowie ein paar wichtige (Spieltags)Infos.

SEKTION BUMSKICK - Ausgabe 3
8,00 Euro - Kontakt: sb-2018@web.de
Nachdem mich die ersten beiden Ausgaben des Groundhoppingheftes aus Reihen der Fanszene des FSV Mainz 05 nicht wirklich vom Hocker gerissen hatte, sollten ein paar Wochen verstreichen, ehe ich mich endlich mit dem 280 Seiten umfassenden Werk beschäftigen sollte. 267 Spielberichte aus 18 Ländern, besucht zwischen Juli 2019 und Juni 2023 warten auf den geneigten Leser (zu den Highlights zählen die Derbys in Sofia, Wien und Kopenhagen, sowie die Touren nach Ungarn, Bulgarien & Serbien anno 2019, ins Baltikum & nach Finnland, sowei nach Kroatien, Montenegro & Nordmazedonien anno 2022). Zudem gibt es ein (Kurz)Interview mit Steffen Heumann, seines Zeichens Herausgeber des "Fan Treff" und des "Match Live", ein paar "Nullfünfmomente", sowie zwei Rezensionen der zweiten Ausgabe. Alles in allem kann ich den Machern eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Ausgaben attestieren.

DER SONNENKÖNIG - Ausgabe 19
4,20 Euro - Kontakt: sonnenkönig@tgs92.at
Der Rückblick auf die Hinrunde der Saison 2022/2023 (kurzweilig aufgearbeitet in Wort und Bild) bildet das Kernstück; ausführlich und mit einem separaten Bericht beschäftigt man sich mit dem Saisonhighlight, dem Cup-Match beim SK Sturm Graz. Des weiteren äußert man sich kritisch gegenüber der sportlichen Leitung, der ersten Mannschaft und der Struktur, interviewt mit Hannes Winkelbauer eine violette Legende (von 1973 bis 1984 bei Austria Salzburg aktiv), präsentiert einige Trikot-Schmuckstücke, lässt die Trips der Salzburger nach Chile anno 1977 und nach Tunesien anno 1987 Revue passieren, gratuliert Hans Krankl zum Siebzigsten und sich selbst zum dreißigjährigen Bestehen. Nicht fehlen dürfen natürlich die "Amici News" aus Udine (hier gibt es einen vierseitigen Rückblick auf die Geschichte der Ultras Udine 1995, entnommen deren Fanzine "on the terraces"), Catanzaro und Barletta samt Freundschaftsbesuchen (Highlight hierbei definitiv das Freundschaftsspiel zwischen Barletta und Salzburg im Dezember 2022) und der ein oder andere Groundhoppingbericht.

SPOONY - Ausgabe 9
4,00 Euro - Kontakt: spoony-ol@gmx.de
Für die neunte Ausgabe des Oldenburger Groundhoppingheft wurden Norwegen, Nordirland, Irland, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Tschechien, Deutschland, Italien, die Niederlande, England, Nord Mazedonien, Albanien, Montenegro, Schweden und Norwegen bereist. Neben unzähligen Fotos aus den Stadien gibt es auch diesmal wieder etliche Schnappschüsse von "außerhalb"; keine Ahnung warum, aber mich sprechen Bilder von Land und Leuten immer mega an (vielleicht, weil man sich so gewissermaßen "mitgenommen" fühlt). Gut gefallen hat mir auch der Bericht vom "Haxey Hood 2023", einem seit dem 14. Jahrhundert ausgetragenen Mob-Football- oder Rugby-Event, bei dem es darum geht, den Hood (ein Lederrohr) in Richtung des jeweiligen Lieblingspubs zu drängen... 😅 Ich sag's ja immer wieder - lesen bildet!

STRAWANZA - zweiter Streich
4,00 Euro - Kontakt: strawanza@protomail.com
Das Warten hat ein Ende... nachdem ich gefühlt hundert Mal bezüglich der Rezension bei Besuchen in Wien gefragt wurde, hier nun mein "geistiger Erguss" zum zweiten Streich der Strawanza aus Wien-Hütteldorf. Den einleitenden Worten folgt ein überaus interessanter Rückblick auf das Finale des Europapokals der Pokalsieger 1996 zwischen Rapid und PSG (mit herrlichen Fotos). Weiter geht es mit einem durchaus gut recherchierten Text über das "afrikanische Hillsborough" (einer von der Polizei ausgelösten Stadionkatastrophe bei Spiel zwischen Hearts of Oak und Asante Kotoko mit 127 Toten), der "zeitlos leiwanden Partie" zwischen Olympique de Marseille und unseren Freunden aus Bologna anno 1999, dem Regionalligaspiel Vorwärts Steyr vs. Blau-Weiß Linz 2015, sowie dem "versoffenen" Bari Bericht aus dem Jahr 2019. Aus dem selben Jahr folgen Spiel- und Erlebnisberichte aus Serbien (inklusive dem Derby in Belgrad), ehe es 2020 mit dem Derby in Thessaloniki weiter geht. Des weiteren wurden aus diesem Jahr noch Spiele in Salzburg (SAK vs. Austria) und Berlin (BFC vs. Rathenow) in Wort und Bild festgehalten, ehe anno 2021 noch ein paar Spielbesuche auf der Insel (Queens Park Rangers, Fulham FC, West Ham United vs. Rapid Wien und Portsmouth) folgen. Zum Abschluss gibt es noch die Rezension des Buches "Ein Match für Algerien" und das Rezept für den bei Italienreisenden überaus beliebten Caffè Borghetti. Urleiwand! Ach ja, das nächste Kaltgetränk in Wien-Hütteldorf geht aufgrund der "nervigen" Nachfragerei auf Euch... 😂

SURVOJE - Ausgabe 10
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: survojemagazin@hotmail.com
Ganz ehrlich, für unterklassigen Fußball hab ich nach wie vor ein Faible; wenn es dann auch noch (immer wieder) um die eigene Region geht, dann wird es richtig interessant. Neben all den kurzweilig geschriebenen "Dorfplatzgeschichten" nimmt uns Stephan mit zum Cup-Match zwischen Sturm Graz und Austria Salzburg, sowie auf seine Tour nach Bahrain, Kuwwait, den Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ach ja, noch immer finden auch "andere" Sportarten den Weg ins Heft; Spitzenreiter diesbezüglich ist und bleibt Eishockey!

TABULA RASA - Ausgaben 30 bis 37
je 2,50 Euro - Kontakt: info@infamousyouth.org
Sage und schreibe acht Ausgaben des Infozine der Imfamous Youth haben sich auf meinem Fanzinestapel angesammelt. Neben den Geschehnissen rund um die Spiele des SV Werder zwischen dem 1. August 2022 und dem 17. Dezember 2023 gibt es "Neues aus der Ostkurve" (in Ausgabe 32 gibt es unter dieser Rubrik ein überaus interessantes Interview mit zwei Protagonisten der Gruppe "Cercle d'Amis"), "Werder aktuell", Politik, Freundschaftsbesuche (Sturm Graz, Sankt Pauli und Hapoel Jerusalem), "Tabula Rasa Classics" (unter anderem blickt man auf das UEFA-Cup-Finale anno 2009 gegen Schachtar Donezk zurück), "Croswords", Graffitis, das "Trikot der Woche", Groundhopping und vieles mehr.

TRAIL MAGIC - Ausgaben 2 bis 4
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: 42zines
Zum Abschluss des heutigen Block hätte ich noch einen echten Exoten; beim Trail Magic handelt es sich um ein Hiking Fanzine, in dem es um Wandern geht. Für mich als alter Bergfex natürlich ein durchaus interessantes Genre. Unter anderem findet der geneigte Leser "Tourberichte" aus Italien (genaugenommen von der ligurischen Küste), Deutschland, Ungarn und Rumänien, Interviews (unter anderem mit einem gewissen Tobias "Pudding" Burdukut, der 2021 von Oberstdorf nach Triest gewandert ist), Konzert-Berichte, Buchvorstellungen, Fanzinerezensionen und vieles mehr. Durchaus interessant und abwechslungs-reich, einen Blick über den (Fußball)Tellerrand zu werfen...

Mittwoch, 18. Juni 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode VII


PADERBORNER INTELLIGENZBLATT - Ausgabe 1
5,00 Euro - Kontakt: eventuell über die Seite der Supporters Paderborn
Den Namen des Heftes hat man vom "Paderbonischen Intelligenzblatt", eines erstmals 1772 im Hochstift Paderborn erschienenen Mitteilungsblatt übernommen; inhaltlich beschäftigt man sich Saison 2022/2023, dem zehnjährigen Jubiläum der Nachwuchsgruppe Striving Youth, Gedanken zu Material- und Kleidungsverlusten, Social Media (versus Fankultur), Pyrotechnik, sowie der Eventisierung des Sportes. Ferner gibt es noch Graffitifotos, ein Interview mit der New Connection aus Kiel, Paderborner Geschichte, einen Blick in den peruanischen Fußball, Groundhopping aus Italien, der Schweiz und Schweden, ein Interview mit Uwe Hünemeier (spielte von 2018 bis 2023 beim SC Paderborn) und einiges mehr. Alles in allem ein rundum gelungenes Erstlingswerk, dem hoffentlich noch weitere Ausgaben folgen.

PARANOID - Ausgaben 16 und 17
je 5,00 Euro - Kontakt: paranoid@pfalz-inferno.com
Die zwei vorliegenden Ausgaben beschäftigen sich mit den Spielzeiten 2019/2020, 2021/2022 und 2022/2023; die Spielzeit 2020/2021 wurde aufgrund der Corona Pandemie und der damit einhergehenden Maßnahmen außen vor gelassen (die vorangegangene Saison endet in punkto Spielberichten folglich mit dem 27. Spieltag, die Saison 2021/2022 startet dementsprechend erst am 32. Spieltag - dazwischen gab es am 15. Spieltag mit dem Derby beim 1. FC Saarbrücken ein kurzes Intermezzo). In Ausgabe 16 gibt es zudem noch ein großes Interview zum zwanzigjährigen Bestehen des Pfalz Inferno, einen Rückblick auf die Europapokal-Saison 1981/1982, ein Interview zum Thema "Betze international", ein weiteren Rückblick auf das UEFA-Cup-Viertelfinale 2000/2001 in Eindhoven, ein Interview mit Eric Lindon, Gedanken zum Thema "Ultra ist was im Kopf passiert!", sowie ein paar Seiten Graffiti. In Heft Nummer 17 gibt es neben den Spielberichten (ich persönlich finde hier die "Gegenberichte" überaus interessant) der Roten Teufel auch etliche von Freundschaftsbesuchen bei der Schwabenkompanie (VfB Stuttgart), einen persönlichen Blick (eines Mitglieds) zurück auf das erste Mal mit dem Pfalz Inferno, Erinnerungen an das Pokalfinale 2003, Groundhopping (vornehmlich in bella Italia), Interviews mit Hagen Leopold und Evelyn vom Fantreff zum 12. Mann, einen Blick in alte Fanzines (Westside Story und Badgers News) und die obligatorischen Graffitibilder.

PENSIERO RIBELLE - Ausgaben 1 bis 8
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: eventuell über die Facebookseite der Boys Parma
Acht Ausgaben des Fanzines der Boys Parma landeten dank eines alten Kontaktes bis dato auf meinem Fanzinestapel. Zwischen zwölf und zweiunddreißig Seiten umfasst das farbige Heft und berichtet in der Regel von den aktuellen Themen und um den Kosmos der 1977 gegründeten Gruppe. Absolutes Highlight ist Ausgabe zwei; hier beschäftigt man sich ausschließlich Finale im Pokal der Pokalsieger 1993, in dem man im alten Londoner Wembleystadion Royal Antwerpen mit drei zu eins besiegte. Ach ja, Aufklebersammer dürfen sich zudem in jeder Ausgabe über ein bis zwei extra angefertigte Aufkleber der Boys Parma freuen... 😉

PFLASTERSCHISSER - Ausgabe 4
7,00 Euro - Kontakt: pflasterschisser@gmx.net
Auch diesmal sollte der Pflasterschisser nicht sonderlich lange auf dem Stapel liegen; ich war einfach einfach zu gespannt... Neben unzähligen Spiel- und Erlebnisberichten aus Italien (nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk der Redaktion auf dem Mutterland der Ultrabewegung) Malta, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Deutschland und der Schweiz - das wie immer ordentlich gespickt mit Hintergrundinformationen (vieles wird hier liebevoll zusammengetragen) - gibt es auch diesmal die geballte Ladung Fanzinerezensionen (auch insgesamt zwanzig Seiten!), zwei aus dem Italienischen übersetzte Interviews (Commando Neuropatico Sancataldese und "Florio" von den Ultras Curva Nord Bari), ein Speziale zum Thema "Stadio e Graffiti", ein überaus interessantes Interview mit der "vecchia guarda Erfurt" (alles Mitglieder der Kick Off Redaktion und zum Teil Gründungsmitglieder der Erfordia Ultras 1996) - in diesem Zusammenhang wurden auch ein paar Italienberichte aus dem Kick Off abgedruckt. Einziger Kritikpunkt meinerseits sind die oft "erschlagenden" Hintergründe bei so manchem Infotext; mag aber vielleicht auch an meinen immer schlechter werden Augen liegen, dass ich da beim Lesen des öfteren Schwierigkeiten hab. Ansonsten auch diesmal Daumen hoch!

PLATTENPOST - Ausgabe 14
7,00 Euro - Kontakt: plattenpost@suptras.de
Fünfhundert (!) Seiten umfasst das neuste Werk der Suptras Rostock, in gewohnter Manier werden die Geschehnisse rund um die Spiele des FC Hansa in der Spielzeit 2022/2023 abgehandelt. Zwischendurch gibt es noch ein Interview mit den Baltic Boys, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feierten, sowie einen Blick auf die Aktivitäten während der (unsäglichen) WM-Pause. Des weiteren gibt es einen Überblick über die Cover des "Greif zu!", den Rückblick der Blau Weiß Roten Hilfe, Graffiti (auch diesmal ein richtig fetter Block mit Bildern aus aller Herren Länder), Mobfotos und Groundhopping aus Montenegro, Albanien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Dänemark, Frankreich, der Schweiz und Italien.

REPUBLIKFLUCHT - Ausgabe 13
8,00 Euro - Kontakt: republikflucht@gmx.net
Richtig gefreut hab' ich mich, als die neue Republickflucht bei mir ins Haus flatterte. Zu Recht, wie sich beim Lesen der kurzweiligen und dennoch überaus informativen Spiel- und Erlebnisberichte aus Albanien, Kuwait, Spanien, Dänemark, Schottland, England, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Griechenland, Slowakai, Polen (OhKurwa!), Österreich, Slowenien, Belarus, Portugal, Botswana, Eswatini, Südafrika, Indonesien, Malaysia, Hongkong, Marokko und Italien - geile Mischung; vor allem die Exoten haben mich so richtig mitgenommen. Der Blick über den (eigenen) Tellerrand hat einfach was. Ich bleibe dabei; wer die Republikflucht nicht sein eigen nennt, ist selber schuld!

RICHARD UNTERWEGS - Ausgabe 5
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: jacub-pugnatores@web.de
Dem Auslandssemesters von Jacub von den Pugnatores des FSV Frankfurt verdanken wir das vorliegende Heft; auf 124 Seiten gibt es ein paar einleitende Worte zu Rumänien und der Region Cluj (Klausenburg), ehe es langsam aber sicher ans Eingemachte geht. Insgesamt wurden vierundvierzig Spiele (neben Fußball ging es auch zum einen oder anderen Basketballspiel) besucht. Neben den Erlebnissen rund um diese Spiele gibt es massig Infos über Land und Leute. Hat echt Spaß gemacht, gefühlt Teil des Abenteuers geworden zu sein...

RUND UM BARI
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: www.soenkeluehring.de
Sönke Lühring, den der eine oder andere von Euch bestimmt schon vom "Gli Ubriachi - die Berauschten" kennt, hat seinen Apulienurlaub anno 2023 in einem Heft für die Nachwelt festgehalten; eine gelungene Mischung aus Comics und Fotos, selbstverständlich mit Fußballbezug. So folgt dem am Handy verfolgten Gastspiel der Bremer im Westfalenstadion der Besuch des Spiels zwischen Bari und Modena. Neben Bari wurden noch Barletta (ebenfalls mit Spielbesuch) und Polignano a Mare besucht. Zum Schluss des Heftes gibt es noch eine kurze Rezension des Credo Numero dieci. 

Sonntag, 25. Mai 2025

As time goes by... KINGS OF THE CUP 2013!

Nach den beiden Rückblicken auf die verlorenen Finale von 2010 und 2012 nun endlich der Blick zurück auf jeden denkwürdigen 25. Mai 2013, als die Bayern im Londoner Wembley Stadium das Finale gegen den BVB mit zwei zu eins für sich entscheiden konnten, und sich nach zwölf Jahren endlich wieder die Krone des europäischen Fußball aufsetzen konnten. Der Bericht stammt abermals aus dem zweiten Band der "MOMENTAUFNAHMEN".
Aller guten Dinge sind drei… so lautete zumindest das Motto unter zahlreichen Roten (natürlich auch bei unseren Dachauer Freunden)! Nach den verlorenen Finalspielen in Madrid 2010 und München 2012 sollte (gegen Dortmund war es wohl eher ein MUSS) der Henkelpott endlich wieder an die Isar geholt werden. Obwohl die Bayern auch diesmal die begehrten Karten (mehr oder weniger) verlosten, schafften es wohl letztendlich die Meisten an eines der begehrten Tickets zu kommen (ich sag noch mal ein fettes "Vergelt‘s Gott" an die Jungs von der Dachau City)… Nachdem wir bezüglich der Anreise ein paar Varianten durchgespielt hatten, entschieden wir uns letztendlich für einen der Club Nr. 12 Busse - Nils wurde zwecks "Platzsicherung" nach Niederbayern geschickt, so dass wir uns letztendlich in den ersten zwei Reihen im Obergeschoß des Doppeldeckers breit machen konnten… Die Fahrt verlief nicht nur feucht-fröhlich (das nächste Mal müssen wir jedoch definitiv mehr Dösken mitnehmen), sondern auch recht kurzweilig. Für Spannung sorgte nur die Grenzkontrolle vor der Einfahrt in den Eurotunnel, da sich ein blinden Passagier vom Inferno unter unserem "Krempel" versteckt hatte - entdeckt wurde er nicht ;-) Als wir gerade die Stadtgrenze Londons erreicht hatten, ereilte uns die Info über den Dortmunder "Angriff" auf die Münchner Ultrabusse am Wembley Stadium, bei dem letztendlich nicht viel passiert ist. Am Parkplatz angekommen unterhielten wir uns ein wenig mit den zahlreich anwesenden Bekannten, ehe sich unser Haufen zwecks Nahrungsaufnahme auf den Weg in die Innenstadt machte, wo auch noch ein wenig an der Themse herumgeschlendert wurde. Anschließend teilten wir uns. Während die Einen (unter anderem meine Wenigkeit) noch beim offiziellen Treffpunkt der Bayernszene vorbeischauen wollten, zog es die anderen noch zur Towerbridge… Kurz vor der Öffnung der Stadiontore trafen wir uns wieder am Bus, ehe es (zumindest für mich zum ersten Mal) ins umgebaute Wembley Stadium ging. Ganz ehrlich, mir hat das alte bei Weitem besser gefallen, auch wenn ich zugeben muss, das der Neubau auch was hat… Zusammen mit Fabu (neben Peter der dritte Fantastic Supporter, der die Roten nach London begleitet hatte) wurde noch schnell die Fahne der Dachau City mit einem blau-weißen Stück Stoff verschönert, ehe wir uns (ich bis kurz nach dem Anpfiff - Fabu sollte "etwas" länger bleiben) auf der Haupttribüne breit machten. Nach der opulenten und "gewaltverherrlichenden" Eröffnungszeremonie (wofür braucht man eigentlich so 'nen Scheiß?) startete die Kurve der Roten mit einer (trotz Hindernis - der kleine Mittelrang, in dem sich Sponsoren und VIPs ihren fetten Hintern platt drückten, musste frei bleiben!) durchaus gelungenen Choreographie. In der Mitte wieder der Europa pokal, links und rechts daneben die Jahre in denen dieser gewonnen werden konnte. Vervollständigt wurde das Ganze mit zwei (an das siegreiche Finale von Mailand angelehnten) Transparenten, auf denen stand, dass heute wieder ein guter Tag wäre… Die Borussen verzichteten aufgrund der Beschränkungen auf eine Choreographie - Hut ab, für diese konsequente Haltung! Stimmungstechnisch konnten beide Seiten über weite Strecken des Spiels überzeugen, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass die Dortmunder aufgrund der Positionierung im Unterrang leichte Vorteile hatten. Dafür konnten Schickeria, Inferno & Co. nach dem Seitenwechsel mit einer feinen Pyroshow glänzen. Spätestens nach dem Siegtreffer durch Arjen Robben zwei Minuten vor Schluss (bis dahin erlebte man ein Wechselbad der Gefühle) rastete die Kurve der Roten kollektiv aus! Nach der Siegerehrung verweilten wir noch ne Zeit im Stadion, ehe es zurück zum Bus ging… Party on!