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Montag, 19. Mai 2025

Finale dahoam anno 2012

Der Traum vom "Finale dahoam 2.0" ist nach dem unglücklichen Aus gegen Inter für unsere Münchner Freunde leider wie eine Seifenblase geplatzt; dennoch wage ich einen Blick zurück ins Jahr 2012. Nachdem die Bayern die Gruppenphase mit dreizehn Punkten auf Platz eins abgeschlossen hatte (die Klingen kreuzte man hierbei mit dem SSC Neapel, Manchester City und dem FC Valencia), wurden im Achtel- und Viertelfinale der FC Basel und Olympique Marseille klar bezwungen, ehe der Finaleinzug gegen Real Madrid "erst" im Elfmeterschießen klar gemacht werden konnte. Nachdem die Kartensituation wie erwartet katastrophal war, hatte ich mich eigentlich schon damit abgefunden, dem erste europäische Finale unserer Freunde (während meiner aktiven Fankariere) nicht live erleben zu können, sollte mir letztendlich der "Zufall" doch noch ein Tor öffnen. Meine Erlebnisse von der mehr als unglücklichen (und vor allem unverdienten) Niederlage gegen den FC Chelsea stammt einmal mehr aus dem zweiten Band der "MOMENTAUFNAHMEN".
Zwei Tage nach dem Damenfinale zwischen Lyon und Frankfurt im Münchner Olympiastadion, das viele Ältere nutzten, um mit ihren Kindern die alte Heimat der Bayern zu besuchen oder einfach in Erinnerung zu schwelgen, war es endlich soweit - Finale dahoam! Dank der mehr als katastrophalen Kartenverteilung der Roten standen viele treue und langjährige Fans ohne Tickets da… in meinen Augen ein Unding! Für mich startete der Tag mit einer Handvoll Dachauer, die bei der Kartenverlosung (in dem Zusammenhang ein UNWORT!) ebenfalls leer ausgegangen waren, bereits am frühen Samstagmorgen, schließlich wollte man (wenigstens) das Finalflair in der Münchner Innenstadt voll auskosten (natürlich wollten wir uns hierbei auch nach bezahlbaren Karten umschauen). Nach Frühstück am Viktualienmarkt und gemütlichen Stunden im Hofgarten (zwischendurch flanierten wir natürlich durch die Fußgängerzone und die Schillerstraße, die wie auch beim Länderspiel 2001 fest in englischer Hand war) landeten wir mehr oder weniger zufällig auf der Sponsorenparty der holländischen Brauerei Heineken in einem Münchner Nobelrestaurant…😉 Leider konnten auch hier keine Karten "erbeutet" werden, auch wenn man ein ums andere Mal kurz davor war… Irgendwann wurde es dann aber Zeit den Weg nach Fröttmaning anzutreten, um hier vielleicht doch noch an eine der begehrten Karten zu kommen… Während meine Begleiter letztendlich vor den Toren der heimischen Arena bleiben mussten (unheimlich bitter, wenn man bedenkt, wohin die Jungs die Roten schon überall begleitet hatten), schaffte ich es doch noch in den Genuss des Finales zu kommen (vielen Dank an alle Münchner, die das ermöglicht haben!)… Auch heute war der zentrale Teil der Bayernchoreographie das Objekt der Begierde umrandet von roten und weißen Pappen, dazu gab es im Mittelrang etliche Wahrzeichen Münchens zu sehen, sowie im Ober- und Unterrang die Transparente "UNSERE STADT - UNSER STADION - UNSER POKAL". Gefiel mir richtig gut! Auf Seiten der "Gäste" gab es lediglich vom Verein verteilte Fahnen (gab es bei Bayern übrigens offiziell auch) - mehr hatte ich aber auch nicht erwartet… Stimmungstechnisch gaben die Bayern das komplette Spiel über den Ton an, lediglich nach dem völlig unverdienten Ausgleich zwei Minuten vor Schluss (Thomas Müller hatte die Bayern, die Spiel und Gegner klar dominierten, in der 83. Minute in Führung gebracht) durch Didier Drogba und nach dem gewonnenen Elfmeterschießen (nachdem Arjen Robben bereits in der Verlängerung vom Punkt aus gescheitert war, "versagten" im finalen Elfmeterschießen Ivica Olic und Bastian Schweinsteiger) konnten sich die Engländer ordentlich Gehör verschaffen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es seitens der Münchner Ultras wieder eine durchaus sehenswerte Pyroshow! Während Chelsea den mehr als glücklichen Triumph in der Königsklasse mit seinem Anhang noch ausgiebig feierte, verließen die meisten Roten die Arena recht bald mit hängenden Köpfen…

Mittwoch, 9. April 2025

Ein Blick zurück... Champions League Finale anno 2010

Am 22. Mai 2010 trafen der FC Bayern München im Finale der Champions League auf Inter Mailand; ausgetragen wurde das Spiel im Stadio Santiago Bernabéu in Madrid. Hier der Bericht zu diesem Spiel aus dem zweiten Band meiner "MOMENTAUFNAHMEN".
Nach dem fulminanten Halbfinale gegen Olympique Lion fieberte die komplette Bayernszene (und mit ihr unzählige Freunde) auf das große Finale im Stadio Santiago Bernabéu… Für mich sollte es mit einem Teil unserer Dachauer Freunde mit dem Bus der Red Munichs in die spanische Hauptstadt gehen - und dass mit angerissenem Kreuzband und 'nem ordentlichen Meniskusschaden! Aber mit dem einen oder anderen Cuba Libre sollte zumindest die Hinreise reibungslos über die Bühne gehen… Vielen Dank an jeden einzelnen Businsassen für die unvergesslichen Stunden. Unvergessen bleibt für mich Bonsais Ansprache an die Dachauer bezüglich möglicher exhibitionistischer Anwandlungen - die Dachau City scheint ja diesbezüglich ihren Ruf weg zu haben… 😊 In Madrid angekommen legte ich mich erst einmal in unmittelbarer Nähe der Bayernkurve (vor ner Luxusboutique) zum chillen ab, während sich die anderen mit Hilfe von Nils Schwester (lebte ne Zeit in Madrid und war an jenem Tag zufällig vor Ort) auf die Suche nach dem abgeschleppten Choreoneuner des Club Nr. 12 machten, zu dessen Insassen ein weiterer Dachauer zählte. Anschließend ging es noch gemütlich in eine Tapasbar, ehe es langsam aber sicher Zeit wurde, das Stadion zu betreten. Schnell noch die Auswärtsfahne der Fantastic Supporters über die große Fahne der Dachau City (das Dachau musste übrigens auf Geheiß der UEFA überklebt werden, da es aus Sicht der verkalkten Herren ein rechtsradikales Symbol darstellt - alles klar! Das Thema Dachau/UEFA sollte unsere Freunde in der Folgezeit noch ordentlich beschäftigen…) gehängt, und schon befand ich mich Bonsai unvergessen! auf der Suche nach einem geeigneten Fotoplatz. Fündig wurde ich nach einigem Hin und Her auf der Gegengeraden… Bayern wählte, wie auch schon 2001, als Hauptelement der Choreographie den Europapokal der Landesmeister, daneben auf rot-weiß gestreiftem Hintergrund die Initialen "FCB". Dazu gab es mittels Transparent, die klare Ansage, dass es heute Nacht nicht ohne den Henkepott nach Hause gehen würde. Inter präsentierte mittels Blockfahne das Vereinswappen mit dem Champions League Logo als "Krone". Auf großen Transparenten links und rechts daneben war zu lesen, dass man jetzt zusammen seinen "Traum" krönen wolle. Alles in allem ordentliche Intros auf beiden Seiten, auch wenn mir persönlich das letzte "Extra" gefehlt hat. Aber das ist jammern auf hohem Niveau… Stimmungstechnisch hatten die Bayern, angetrieben durch die Ultras im dritten Rang, zumindest bis zum null zu eins (mach einer meinte sogar bis zum alles entscheidenden zweiten Tor der Interisti) klar die Nase vorn - von den Nerazzuri hatte ich mir bei Leibe mehr erwartet! Lediglich in den letzten zwanzig Minuten konnten sie mich einigermaßen überzeugen - tja, die Curva Nord scheint auch nicht mehr das zu sein, was sie zur guten alten Zeit (in bella Italia) einmal war… Nach dem Seitenwechsel präsentierte die Schickeria erst ihre rot-weiß gestreifte Blockfahne, ehe es im Oberrang der Bayernkurve ordentlich brannte - ein geiler Anblick! Inter verzichtete auf Pyro und hantierte stattdessen mit unzähligen Fähnchen… Nach der Siegerehrung holte ich schnell meine sieben Sachen aus dem Bus, sagte "Servus" zu meinen Mitstreitern - heim ging es knieschonend mit dem Choreoneuner des Club Nr. 12. Seit der Heimfahrt hab ich übrigens nen Ohrwurm - "Dancing with tears in my eyes" - vielen Dank hierfür an unseren Fahrer! 😉






Samstag, 16. Januar 2021

Da bin ich (endlich) wieder!

Ja ich weiß, in den letzten Monaten ist es "recht still" geworden rund um meinen Blog; und auch so ist in Punkto "(PF)LÄSTERSTEIN" nicht wirklich viel passiert... warum? 
Der Grund hierfür hat (im Grunde) exakt sechs Buchstaben...
C - O - R - O - N - A
Mit der Pandemie, die uns inzwischen fast ein Jahr (mit mehr oder minder großen "Randerscheinungen") in Atem hält, gehen doch etliche "unschöne" Nebeneffekte einher. Klar können wir unserem gewohnten Leben (gerade als "fußballaffine" und reiselustige Menschen nicht mehr (wie gewohnt) nachgehen, für mich als Angestellter in einem (weitestgehend) "systemrelevanten" Beruf und als Familienvater bedeutet das (neben unzähliger kleinerer und größerer mit den Maßnahmen einhergehenden Problemchen und Problemen) viel Stress und (noch) wenig(er) Freizeit als eh schon. Besagte Freizeit hab ich im letzten Sommer/Herbst lieber in den Bergen verbracht, als mich noch weitere Stunden an den PC zu setzen (hab ich ja tagtäglich in der Arbeit vor mir; und das waren in den letzten Monaten meist ein paar Stunden mehr als vertraglich vereinbart) - Kopf freibekommen (und im idealen Fall noch "befreite" Zeit mit Freunden und/oder Familie zu verbringen) war das Motto der Stunde! 
Die letzten Wochen (tja, die Weihnachtsferien mussten irgendwie genutzt werden - gerade auch weil meine Damen gerne mal länger schlafen) hab ich genutzt, um mich a) mit dem schier riesigem Fanzine- und Bücherstapel zu beschäftigen, b) das "endgültige" (ja, ja, die ersten Nachbesserungen hab ich schon im Kopf) Konzept für den kommenden (PF)LÄSTERSTEIN zu planen und c) alle relevanten Kontakte, die mir noch für das eine oder andere Thema im Kopf herumgeschwirrt sind, zu aktivieren... das Feedback hier war erfreulicherweise recht gut - Ihr könnt Euch auf ein paar "schöne G'schichten" freuen...
Ein Erscheinungsdatum kann und will ich an dieser Stelle nicht nennen; gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass mich (wie wohl auch den ein oder anderen von Euch) Corona auch in den nächsten Wochen und Monaten noch ordentlich fordern (und bestimmt auch wieder das ein oder andere Mal an den Rand des Belastbaren bringen wird) wird. Aber ich kann Euch versprechen, dass ich mir künftig auch wieder Zeit für den (PF)LÄSTERSTEIN nehmen werde...
Den Anfang macht eine ordentliche Reihe an Rezensionen (grob hab ich da schon die wichtigsten Punkte/Eindrücke zu "Papier" gebracht; jetzt gilt es diese auszuarbeiten und Euch hier zu präsentieren) - zeitgleich werde ich parallel am dritten Sammelband und an der Ausgabe 19 arbeiten; je nachdem "was da ist" und worauf ich gerade Lust habe... Stress hab ich so schon genug!
Hier habt Ihr schon mal einen groben Überblick über die gelesenen Hefte der letzten Wochen (und Monate)

Ach ja, noch kurz was in eigener Sache - von den "guten" Exemplaren der MOMENTAUFNAHMEN 2 sind noch exakt vier Exemplare übrig... first come - first save! (von den "dunklen" sind noch ein paar mehr da)
Beim Aufräumen sind auch noch drei Exemplare von der ersten Auflage der MOMENTAUFNAHMEN 1 aufgetaucht, die sich aktuell auf dem Weg zu mir befinden. Sollte hier noch Bedarf bestehen bitte melden - auch hier heißt es schnell zu sein!

Zu guter Letzt wünsche ich Euch (ein bisschen verspätet) ein gutes neues Jahr, Gesundheit und haltet die Ohren (bis zur Rückkehr in die Stadien) steif... 

Donnerstag, 3. September 2020

Sardinien war gestern...

 ...oder langsam aber sicher wird es Zeit, endlich mal wieder anzugreifen! Ganz abschütteln konnte ich die Enttäuschung respektive den Ärger (mit der Druckerei) rund um den zweiten Teil meiner MOMENTAUFNAHMEN-Reihe noch nicht. Zudem sitzt auch der "Corona-Stachel" nach wie vor tief in mir... während sich nicht wenige Bekannte und Freunde regelrecht (wer will es ihnen verübeln; vor einigen Jahren hätte ich es mit Sicherheit nicht anders gemacht!) auf die sich ihnen bietenden Spiele (im In- und Ausland) stürzen, verspüre ich aktuell so gut wie keine Lust auf Fußball - lediglich "meine Leute" fehlen mir von Woche zu Woche mehr und mehr... 

Als wir auf Sardinien das Champions League Finale der Bayern gegen den Scheichclub aus Paris (mehr oder weniger) im Fernsehen verfolgt haben, war die Wehmut über das Geisterspiel letztendlich größer, als die Freude über den sechsten Triumpf im einstigen Europapokal der Landesmeister unserer roten Freunde; es war in der Tat das erste Geisterspiel das ich bewusst von der ersten bis zur letzten Minute im Fernsehen verfolgt habe...

Ich weiß nicht, aber irgendwie beschäftige ich mich aktuell lieber mit anderen Dingen; in der Hoffnung, dass in absehbarer Zukunft wieder so etwas wie Normalität (im Fußball, wie auch im täglichen Leben - gerade bei unserer Jüngsten sehe ich, wie arg gerade Kinder unter den ganzen Beschränkungen leiden... eine Tatsache, die den Fußball für mich doch arg in den Hintergrund rücken lässt!) einkehren wird, versuche ich mich zumindest an den "Nebenschauplätzen" auch weiterhin mit der Leidenschaft einzubringen, die ich lange Zeit auch in der Kurve ausleben durfte. So werde ich mich (von nun an) nicht nur (wieder) mit dem schon längst überfälligen dritten Teil des (PF)LÄSTERSTEIN-Sammelbandes sowie der neunzehnten Ausgabe beschäftigen, sondern Euch hier wieder mit dem ein oder anderen Text (aktuell wohl eher aus längst vergangenen Tagen) respektive der einen oder anderen Rezension "beglücken"...

(Stadio Comunale Castelsardo - USD Castelsardo - Campionato 2. Cat.)

Da der Fanzinestapel wächst und wächst, und ich meine Nase in jeder "freien" Minute auf der Insel in die mitgenommenen Fanzines gesteckt habe, starte ich ohne weiteres Ausschweifen hier und heute mit den ersten Heften...

GRAFFITI OF AEK /  PAO / OLYMPIAKOS - je 10,00 Euro

Schon lange liegen diese drei Hefte bei mir auf dem Schreibtisch und warten darauf, dass ich ein paar Zeilen darüber verliere... Anfang des Jahres machte mich ein Bekannter auf dieses Projekt aus dem Hause Death Vallée aufmerksam. Auf jeweils vierundachtzig Seiten findet der geneigte Betrachter "Reviermarkierungen" der drei großen Athener Clubs AEK, Panatinaikos und Olympiakos (Piräus) - einleitend gibt es jeweils ein paar Worte über den Verein und seine Fans/Ultras (im mir vorliegenden Original - die Auflage von je hundert Exemplaren war ratzfatz weg - in englisch; es gibt/gab später auch eine französische Version, die in Zusammenarbeit mit der Gazzetta Ultrá produziert wurde). Ich finde das Projekt durchaus gelungen; wobei man sagen muss, dass (zumindest in punkto Streetart) PAO ganz klar die Nase vorne hat! 
Format: A5 - farbig
Seiten: jeweils 84 Seiten
Kontakt: https://rougevallee.bigcartel.com oder https://gazzettaultra.bigcartel.com (vielleicht ist hier noch was zu holen)
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DER BAHNWÄRTER Ausgabe 78 - 5,00 Euro (Spende für LOK)

Ist der Bahnwärter eigentlich nur bei den Spielen des 1. FC Lokomotive am Infostand der Blue Side im Bruno-Plache-Stadion erhältlich, beschritt man mir diesem "Quarantäne Spezial" neue Wege und bot das Heft allen Interessierten zum Kauf an - die ausgerufenen fünf Euro Spende sollten dem Verein zu Gute kommen... Auf sage und schreibe hundertzwanzig Seiten gibt es Zahlen! Daten! Fakten! zur abgebrochenen Saison (wie bekannt sein durfte, wurde Lok letztendlich zum Staffelsieger erklärt - in der Relegation scheiterte man jedoch denkbar knapp am SV Elversberg), einen Rückblick aufs letzte Vor-Corona-Spiel gegen den ZFC Meuselwitz (aus Sicht einer Schwenkfahne), Ein Tagebuch im Zeichen der Krise (13.03. bis 25.02), fiktive Interviews, Solidarität statt Hashtags, ein Rückblick ins Jahr 1986 (als Lok Leipzig schon einmal mit dem Thema "Quarantäne" in Berührung kam), Unterwegs an fremden Bahnsteigen (Kosovo und Babelsberg anno 2018), Gedanken aus der Kurve, Rezensionen (unter dem gelungenen Namen "Der Kontrolleur" - Bücher, Fanzines, Filme), Borghetti selbstgemacht (klingt ganz interessant), zehn vergessene Ultras-Videos, Filmtipps und vieles mehr...   
Format: A5 - s/w
Seiten: 120 Seiten
Kontakt: info@bsl05.de
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BALLESTERER Ausgabe 150 bis 153 - je 5,90 Euro

Von der flammenden "Brandrede" zum zwanzigjährigen Bestehen (gleichzeitig feierte man mit Heft Nummer 150 ein weiteres Jubiläum) bis hin zum "Brand gelöscht" vier Ausgaben später gibt es allerhand Inhalt... Fußballjournalismus (Magazine als Spielverzögerung im immer schneller werdenden Fußballgeschäft, das bisweilen schwierige Verhältnis zwischen aktiven Anhängern und traditionellen Medien,... nun ja, ein etwas anderer Rückblick auf hundertfünfzig Ausgaben ballesterer), Erinnerungen an Karl Glotzmann - Spieler der Vienna und des Sport-Clubs, von den Nazis als "Berufsverbrecher" inhaftiert, gründete er im KZ Buchenwald eine Fußballmannschaft - Texte über das Trabantenstadion in der Südstadt, Nebenschauplätze (das Steckenpferd des von mir überaus geschätzten Christian Bruckner - dieser durfte mich übrigens in der Jubiläumsausgabe zu meinem "Österreich Spezial" im letzten (PF)LÄSTERSTEIN interviewen), die Großbaustelle Menschenrechte aka Katar, das "Fußballmekka" Buenos Aires (Titelthema der Nummer 151), die neue Abnormalität (die Corona-Pandemie lässt grüßen - in diesem Zusammenhang sei auch das überaus lesenswerte Interview mit einem Vertreter der Curva Nord Bergamo erwähnt), den rasanten Aufstieg des Linzer ASK (Titelthema der Ausgabe 152 - hier darf natürlich ein Interview mit den Landstrsslern, dem Zusammenschluss der aktiven Fans des LASK nicht fehlen), dem schwachen Abschneiden der Wiener Austria im Grunddurchgang der abgelaufenen Saison (und das mit dem dritthöchsten Budget der Liga), Centro Storico Lebowski, Gewebe und Gewerbe (ganz ehrlich, das Titelthema "Fußballtrikots" in der aktuellen Ausgabe hat mich persönlich nicht sooo angesprochen; wobei ich mit Sicherheit nicht das Maß der Dinge bin), den Mythos Maksimir (die Ausschreitungen beim Spiel zwischen Dinamo Zagreb und Roter Stern Belgrad am 13. Mai 1990 gelten seit eh und je als "Auslöser" des Krieges im ehemaligen Jugoslawien), die Schuldenbremser des Vefa SK, Chronisten aus der Kurve,... Natürlich dürfen diverse Interviews, Rezensionen, Spielberichte (Nachspielzeit), das ballesterer Wappenkammerl und alle anderen liebgewonnenen Rubriken nicht fehlen. Zum Glück hatte die Aktion "rettet.den.ballesterer.at" den gewünschten Erfolg; so können wir uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf viele weitere Ausgaben des herrlich erfrischenden Heftes aus unserem Nachbarland freuen... ach ja, wer noch kein Abo hat, sollte schleunigst zuschlagen!
Format: A4 - farbig
Seiten: jeweils 84 Seiten
Kontakt: 
www.ballesterer.at
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BANDEROLE Ausgabe 2 - 5,00 Euro (wenn ich mich recht erinnere)

Zu Beginn der Corona-Pandemie erschien die zweite Ausgabe der Banderole; kein Wunder, dass sich sowohl das Vorwort als auch der erste Text mit dem Virus, der unser Leben seit nunmehr einem guten halben Jahr bestimmt, beschäftigt. Es folgen Texte/Gedanken zum Kulturgut Tivoli e.V., der Auseinandersetzung zwischen "der Fanszene Deutschlands" mit dem DFB (Stichwort "Causa Hopp" und "Quarantäne für den Fußball - Geisterspiele sind keine Lösung") und Fußball im Kriegsgebiet (Nadim Rai, Mitbegründer der Syrien Ultras Union, berichtet über Ultras und Fußball in Syrien). Des weiteren findet der geneigte Leser Groundhoppingberichte aus Schweden, Ungarn, Österreich, Deutschland, Serbien und England, ein Interview mit der Schwarz-Gelben Hilfe zum Thema "SOKO Dynamo", den ersten Teil des Rückblicks auf die Europapokalsaison 2004/2005, die Rezension des Buches "Konfetti im Bier", einen kritischen Text zum Umgang der Vereine mit Pyrotechnik, sowie Aachener Stadtgeschichte.   
Format: A5 - farbig
Seiten: 88 Seiten
Kontakt: info@karlsbande.de
Leider ist die Ausgabe 1 auf dem Postweg zu mir abhanden gekommen - vielleicht kann mir ja einer von Euch zur Vervollständigung meiner Sammlung helfen... 
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BECAUSE COLOR IS LIFE - 5,00 Euro

Fast wäre mir dieses durchwegs gelungene Pamphlet über die Streetart-Künstler der Salzburger Austria und der Saarbrücker Freunde der Clique Ultras. Durchwegs aussagekräftige Bilder, verspieltes Layout und Gedanken/Erinnerungen der Protagonisten... rundum gelungen würde ich sagen! In meinen Augen eine absolute Bereicherung für jede (Ultra-/Fanzine)Sammlung. Vielen Dank an Bergo, der mir ein weiteres Mal "aus der Patsche" geholfen hat... trotzdem schuldest DU mir noch ein Bier! Trink ma zamm in Maxglan, wenn die ganze Scheiße endlich vorbei ist... 
Format: A5 - farbig
Seiten: 48 Seiten
Kontakt: ---
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BLAUER BRIEF Ausgabe 14 / Saison 19/20 - gegen freiwillige Spende

Über Umwege gelangte die Corona-Sonderausgabe des Spieltagheftes der Ultras Gelsenkirchen auf meinem Schreibtisch. Der Einleitung, bei der sich - wie erwartet - alles um den maledeiten Virus, die mit ihm einhergehenden Einschränkungen, aber auch um die beispiellose Hilfe/Solidarität der Ultrábewegung dreht, folgen Spielberichte, Kurzinterviews mit den Freunden aus Nürnberg, Enschede, Skopje und Salerno (natürlich dreht sich auch hier alles um die Corona-Pandemie), Gedanken zum Thema "eingetragener Verein", ein Interview mit Tim Parks (Eine Saison mit Hellas Verona), kritische Gedanken zum Thema "Polizeistaat", die Rubriken "Dat is Schalke" und "Original 75 - unsere Stadt" und zu guter Letzt eine Ode an die Fanzines (Spieltagsflyer in der Coronazeit, sowie ein paar Worte zur Downloadversion von Arnes La Cosa Nostra Supplementario Speciale). Wow... der Blaue Brief ist in meinen Augen der momentan beste "Spieltagsflyer" im Land; und das nicht erst seit dieser Corona-Sonderausgabe...
Format: A5 - farbig
Seiten: 24 Seiten
Kontakt: info@ultras-ge.de
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BLICK ÜBER DEN LAHMANNHÜGEL Ausgabe 18 - 1,50 Euro

Nachdem die Macher dieses Heftes nach eigenen Angaben ganz gut ins neue Jahr gestartet waren (27 Spiele aus acht Ländern), machte ihnen der Ausbruch der Pandemie (ebenfalls) einen Strich durch die Rechnung. So klafft zwischen dem 1. März 2020 (Belgrader Derby) und dem 20. Juni 2020 (FK Havezda Cheb vs. FK Viktoria Marianske Lazne) eine riesige Lücke. Tja, ist schon ne sonderbare Zeit...
Format: A5 - s/w
Seiten: 44 Seiten
Kontakt: kontakt@lahmannhuegel.de
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BLOCKBILDUNG zweite Sonderausgabe - gegen freiwillige Spende

Vielen Dank an den Mate Mann für die Zusendung der zweiten Corona-Sonderausgabe (die erste hatte bereits zuvor den Weg zu mir gefunden; wurde aber schon "einsortiert") des Mainzer Infoheftche. Rückblicken auf die Aktivitäten des Q-Block seit der ersten Sonderausgabe folgen historische Spiele der 05er (unter anderem fand das - aus meiner Sicht schmerzhafte - 6:2 im Bochumer Ruhrstadion aus der Saison 2004/2005 den Weg ins Heft), Fanzineneuerscheinungen (Golden Times und Sektion Bumskick), kritische Gedanken zur Fortsetzung der Fußball Bundesliga, ein Interview mit den Red Star Fans (Red Star Paris), ein Blick in andere Kurven, ein Rückblick auf die "Leinen los"-Saison der befreundeten Duisburger, ein Rückblick aufs Derby zwischen Terni und Perugia, sowie Neues von den Freunden aus Caserta. 
Format: A5 - s/w
Seiten: 76 Seiten
Kontakt: blockbildung@q-block.de
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So, das war's für heute - ich werde mich bemühen, die nächsten Rezensionen am Wochenende folgen zu lassen. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, dass ich mich nach wie vor über mir (noch) fehlende Hefte freue. Wer also was abzugeben hat respektive von neuen Heften "Wind bekommt" soll sich doch bitte bei mir melden... DANKE!

Mittwoch, 5. August 2020

mein persönliches "Tal der Tränen" scheint durchschritten zu sein...

In den letzten Wochen (respektive Monaten) war ich nicht nur einmal kurz davor "ALLES" hinzuschmeißen, aber letztendlich hab ich es - nicht zuletzt dank Eurer Unterstützung - doch noch geschafft, das "Tal der Tränen" hinter mir zu lassen.
Gefühlte hundert Emails und unzählige Telefonate mit der Druckerei, die bis zuletzt der Meinung war, dass die erste Auflage der "MOMENTAUFNAHMEN 2 - sechzehn Jahre "digital" unterwegs" noch vollkommen im Rahmen wäre, und etliche graue Haar später, kam Mitte letzter Woche doch noch ein zufriedenstellender Nachdruck (mit dem ach so tollen "Entgegenkommen" der Druckerei bin ich hingegen weniger zufrieden; aber letztendlich hieß es zumindest diesmal "friss oder stirb"!) bei mir an. Aktuell packe ich Abend für Abend die Päckchen/Pakete (aus Maxibriefen wurden Päckchen - aus Päckchen Pakete... man könnte fast glauben, die Druckerei hätte 'nen Deal mit Post und Co.) - zwischendurch erwische ich mich inzwischen sogar schon wieder "neue Pläne zu schmieden"... nun ja, so neu sind die ja nicht; eher ist es die langsame und zaghafte Vorbereitung zur Wiederaufnahme der bereits begonnenen Projekte. Ich könnt also beruhigt sein - es geht aufwärts... und vor allem... es geht weiter!
Während ich mir vorgenommen habe, in den nächsten Wochen den Stapel an "angehäuften" Fanzines abzuarbeiten, biete ich Euch die noch übrigen Exemplare meines Bildbandes an - aufgrund der zusätzlichen Kosten des Nachdrucks kann ich folgendes anbieten: 
Das "gute" Exemplar der MOMENTAUFNAHMEN 2 gibt es für 25,00 Euro inkl. Porto, das "dunkle" für 'nen Zehner inkl. Porto und das Paket "gut und dunkel" für 30,00 Euro inkl. Porto
Bestellung bitte ausschließlich unter hielscher.der_pflasterstein@t-online.de

Donnerstag, 18. Juni 2020

Eigentlich wollte ich heute...

...ein Dösken aufmachen, und in Erinnerung an einen guten Freund schwelgen; einen Freund, der uns leider viel zu früh verlassen hat... unglaublich aber war, sechs Jahre ist es jetzt schon her - sechs lange Jahre ohne Dich! Geblieben sind mir unzählige unvergessliche Momente... auf Dich mein Freund!
Zurück aber zum "eigentlich" - nicht nur, dass diese Woche eh schon eine mehr als emotionale für mich ist, plagen mich die "ungenügenden Bilder" des langerwarteten zweiten Bildbandes der MOMENTAUFNAHMEN-Reihe. Immer wieder sitze ich am Schreibtisch, das durchaus gelungene Probeexemplar (hier gefielen mir nur ein paar kleine Fehler/Ungenauigkeiten nicht) oben, das "Endergebnis" darunter... Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie mich der Unterschied wurmt... Der rege Emailverkehr mit der Druckerei führte bis dato leider nicht zum gewünschten Ergebnis; bleibt zu hoffen, dass der morgige Tag eine positive "Meldung" bringt... Ihr könnt gerne die Daumen drücken! Ach Leute, manchmal macht es echt keinen Spaß...
So, jetzt werde ich mir aber doch noch ein kaltes Dösken (oder auch zwei) holen, ein paar alte Fotoalben raussuchen, und an das eine oder andere Erlebnis mit Bonsai denken... 

Montag, 15. Juni 2020

MOMENTAUFNAHMEN "digital" endlich eingetroffen...

Der Weg von der Druckerei zu mir dauerte wohl dank Corona ein wenig länger; aber jetzt sind die streng limitierten Exemplare des Bildbandes MOMENTAUFNAHMEN 2 - sechzehn Jahre analog unterwegs - endlich bei mir eingetroffen. Mit dem Ergebnis bin ich leider nicht hundertprozentig zufrieden, ist die Endfassung doch einen "Ticken" dunkler geraten als der Probedruck...
Die vorbestellten und bereits bezahlten Bücher werden in den nächsten Tagen verschickt! Für Kurzentschlossene gibt es noch exakt zwei Exemplare der zweiten Auflage des ersten (analogen) Bandes, vom zweiten (digitalen) Band sind noch rund zehn Exemplare zu haben. Preis je 19,95 zzgl. Porto...

+++ UPDATE +++ DER VERSAND DER BÜCHER VERSCHIEBT SICH (LEIDER) UM EIN PAAR TAGE, DA ICH MICH (nach Rücksprache mit einem Experten - gut wenn man Leute vom Fach kennt) BEI DER DRUCKEREI ÜBER DAS NICHT ZUFRIEDENSTELLENDE ERGEBNIS BESCHWERT HABE!

Montag, 25. Mai 2020

Noch bis Mittwoch (vor)bestellen!

Wow... das Interesse am zweiten Band der Momentaufnahmen hat mich echt positiv überrascht. Wer sich noch ein Exemplar sicher will, soll dies bitte bis kommenden Mittwoch machen; am Donnerstag geht der Auftrag dann an die Druckerei. Ich werde die Vorbestellung definitiv nur auf die "nächsthöheren fünfundzwanzig Ausgaben" aufrunden - heißt im Klartext, dass bestenfalls vierundzwanzig Bücher für Kurzentschlossene "übrig" bleiben, schlimmstenfalls, dass sie leer ausgehen...

Ob es, wie bei Band eins einen Nachdruck geben wird, wage ich (stand heute) zu bezweifeln! Also haut rein, und bestellt Euch Euer Exemplar bis Mittwochabend per Mail.

Passend zum heutigen Tag noch ein Bild aus dem Probedruck...


Vom Nachdruck der MOMENTAUFNAHMEN - ZWÖLF JAHRE "ANALOG" UNTERWEGS sind aktuell noch vier Exemplare erhältlich...

Sonntag, 17. Mai 2020

Coming soon: MOMENTAUFNAHMEN Band 2 SECHZEHN JAHRE "DIGITAL" UNTERWEGS

Es ist vollbracht - der zweite Teil meines Bildbandes "MOMENTAUFNAHMEN - SECHZEHN JAHRE "DIGITAL" UNTERWEG" ist fertig... der Probedruck liegt vor mir! Während ich noch ein paar "Rädchen und Schrauben" drehen respektive nachziehen muss, könnt Ihr Eure Bestellung schon mal tätigen. Stand heute wird es den zweiten Teil ausschließlich auf Vorbestellung geben...

Bevor ich Euch ein paar Einblicke in den Probedruck gewähre, noch schnell die Fakten zum Buch:

Auf 320 Seiten findet Ihr über 350 Fotos aus den Jahren 2004 bis 2020 aus "meiner Fußballwelt", versehen mit dem einen oder anderen Erlebnisbericht (u.a. Bochum vs. Dortmund 2007, Saint Etienne vs. Olympique Lyon 2009, Inter vs. Bayer 2010, Bayern vs. Chelsea 2012, Dortmund vs. Bayern 2013 und Rapid vs. Austria 2016). Das Hauptaugenmerk liegt auch im zweiten Band auf dem VfL Bochum, dem FC Bayern, unserem Nachbarland Österreich und dem Mutterland der Ultras Italien. Des weiteren gibt es Fotos aus der Schweiz und aus Frankreich.

Hardcover / A5 (Querformat) / 320 Seiten / ca. 850 Gramm
Preis: 19,95 Euro
Porto innerhalb Deutschland: 2,70 Euro (bei einem Exemplar)
Porto innerhalb Europas (EU): 4,89 Euro (bei einem oder zwei Exemplar(en))
Kontakt/Bestelladresse: hielscher.der_pflasterstein@t-online.de




Auch vom Bildband MOMENTAUFNAHMEN sind noch einige Exemplare erhältlich (Infos findet Ihr ebenfalls auf meinem Blog)…

Samstag, 30. November 2019

"Großer" Weihnachtsverkauf!

Um Platz für neue "Projekte" zu machen, ist es an der Zeit, mein "Lager" (der Raum stellt gewöhnlich unser heimisches Büro dar) langsam aber sicher leer zu bekommen...
Die letzten Ausgaben vom (PF)LÄSTERSTEIN 18  gibt es für 6,00 Euro, die letzten Exemplare des Bildband MOMENTAUFNAHMEN - ZWÖLF JAHRE "ANALOG" UNTERWEGS gibt es für 19,95 - jeweils zuzüglich Porto.
Bei der Abnahme von Heft und Buch übernehme ich das Porto (innerhalb Deutschlands)!

Samstag, 29. Juni 2019

Urlaubsgrüße vom (PF)LÄSTERSTEIN...

Nachdem ich in den letzten Tagen immer wieder gefragt wurde, ob es noch Exemplare des (PF)LÄSTERSTEIN 18 gibt, melde ich mich kurz mal aus Sardinien...

Wer noch zuschlagen will, kann das gerne tun - noch sind rund fünfzig Exemplare zu haben.
Kostenpunkt 6,00 Euro zzgl. Versandkosten
Bestellung bitte unter hielscher.der_pflasterstein@t-online.de

Auch vom Bildband MOMENTAUFNAHMEN sind noch einige Exemplare erhältlich (Infos findet Ihr ebenfalls auf meinem Blog)…

Im Laufe der kommenden Woche endet die "kurze Auszeit" - dann wühle ich wieder in der Kiste der Erinnerung, rezensiere Fanzines und Bücher (gerüchteweise soll in den letzten Tagen einiges eingetroffen sein)… UND... mache mich langsam aber sicher an die nächsten Projekte ran!



Montag, 31. Dezember 2018

Mit einem Blick zurück in den Mai 2001 verabschiede ich mich aus dem Jahr 2018...

Zum Ende des - irgendwie durchwachsenen - Jahres werfe ich noch einmal einen Blick zurück... diesmal entführe ich Euch in den Mai 2001, der wohl den meisten Ultras, Fans und Sympathisanten des FC Bayern ewig in Erinnerung bleiben wird - ich sag nur Milano, San Siro, 23. Mai 2001! Ich hole jedoch etwas weiter aus, war doch damals einiges los in meinem Fußballkosmos...

34. Spieltag 1. Bundesliga am 19.05.2001
Ulrich-Haberland-Stadion... äh... BayArena Leverkusen
Bayer Leverkusen vs. VfL Bochum 1:0

Da es nach dem Gastspiel der Bochumer in Leverkusen mit dem Zug weiter nach Genova gehen sollte, wo am Sonntagnachmittag das Spitzenspiel der Serie B zwischen Sampdoria Genova und Venezia Mestra stattfinden sollte, machte ich mich bereits am Freitagabend mittels Deutscher Bahn AG auf den Weg nach Bochum... Als ich um kurz vor zwei am Bochumer Hauptbahnhof aus dem Inter City fiel... scheiß Alkohol... wurde ich bereits sehnsüchtig von einer Autobesatzung Ultras erwartet. Nachdem mir die Jungs offenbart hatten, dass bis dato keine einzige, der für das morgige Gastspiel in Leverkusen geplanten Plastikfähnchen fertig wäre, und wir darüber hinaus noch keine Räumlichkeiten... wie bereits erwähnt war es kurz vor zwei... hätten, um doch noch ein paar Fähnchen fertigzustellen. Letztendlich landeten wir um zwanzig nach drei in Ennos Bude... zuvor hatten wir Enno auf einer Studentenparty so lange genervt, bis er sich endlich bereit erklärt hatte, uns Unterschlupf zu gewähren... wo wir uns erst einmal ein Tässchen Bacardi Cola genehmigten, ehe wir uns endlich an die Arbeit machten... Um kurz nach acht verließen wir, völlig übermüdet und leicht verkatert, Ennos Bude mit rund vierhundert blauen und weißen Fähnchen im Gepäck... Nachdem wir im Stadtpark ein wenig Augenpflege betrieben hatten, zogen wir weiter in den Dorfbrunnen, wo sich nach und nach etliche Bekannte einfanden... Während die meisten Ultras den Weg nach Leverkusen erst um kurz nach eins mit dem Sonderzug antraten, machte ich mich bereits eine Stunde früher mit Fabian, der einmal mehr das ganze Material an Bord hatte, auf den Weg ins Rheinland... Obwohl die Eingangskontrollen zum Gästeblock einmal mehr ein wenig übertrieben waren... jeder zweite Bochumer musste seine Schuhe ausziehen... schafften es einige Herrschaften pyrotechnische Erzeugnisse mit ins Stadion zu nehmen... Zum Einlaufen der beiden Mannschaften siegen auf Leverkusener Seite schwarze, rote und weiße Luftballons 'gen Himmel. Des weiteren bahnten sich unzählige Wurfrollen den Weg in Richtung Spielfeld... Auf unserer Seite kamen die bereits erwähnten blauen und weißen Fähnchen, sowie die in den Block geschmuggelten pyrotechnischen Erzeugnisse zum Einsatz, was die sonst so übermotivierten Ordner nicht im geringsten tangierte... Während die Stimmung unter den zweitausend mitgereisten Bochumern über weite Strecken des Spiels mehr als ordentlich... bisweilen sogar genial... war, brachten die Leverkusener nicht sonderlich viel zu Stande... Leider vergaben unsere Herren Profis auch heute wieder viel zu viele Chancen, und so wurde es letztendlich nichts mit einem Punktgewinn im letzten Bundesligaspiel... Als auf der Anzeigetafel der Führungstreffer des Hamburger Sport Verein gegen die Bayern vermeldet wurde, herrschte im Gästeblock völlige Stille... Schalke Deutscher Meister - einfach grauenhaft... während der Jubel der restlichen zwanzigtausend Zuschauer im annähernd ausverkauften Ulrich-Haberland-Stadion... äh... der annähernd ausverkauften BayArena keine Grenzen kannte... Als wenig später der Ausgleich der Bayern in allerletzter Minute vermeldet wurde, pogte der Pöbel im Gästeblock übelst ab. Nicht etwa, weil die Bayern Meister geworden waren, sondern weil dem ach so geliebten Nachbarn aus Gelsenkirchen die schon sicher geglaubte Meisterschaft doch noch entrissen worden war... Nachdem wir uns bis um kurz vor sechs im Gästeblock herumgetrieben hatten, machten wir uns langsam auf den Weg zum Bahnhof Leverkusen-Mitte. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen verspürte der eine oder andere Bochumer unterwegs Durst, woraufhin ein nahegelegener Kiosk überfallen... äh... aufgesucht wurde... Eine Stunde später verabschiedete ich mich in Köln von den Bochumer Zugfahrern, schließlich sollte es wenig später mit dem Zug via Karlsruhe, wo sich der Nürnberger Klaus zu mir gesellen wollte, und Basel nach bella Italia gehen...

35. Spieltag Serie B Italien am 20.05.2001
Stadio Luigi Ferraris Genova
US Sampdoria vs. Venezia Mestre FC 4:1

Leider klappte nicht alles wie geplant... Der Zug, für den ich mich entschieden hatte, bestand bis Karlsruhe nur aus Schlaf- und Liegewägen. Da diese erstens unbezahlbar waren... in meinem Geldbeutel herrschte bereits seit Wochen Ebbe... und zweitens sowieso restlos ausverkauft waren, blieb mir nichts anderes übrig, als einen späteren Zug zu nehmen, was zur Folge hatte, dass wir erst zwanzig Minuten vor Spielbeginn am Piazza Principe in Genova ankamen... Obwohl wir den Taxifahrer, der uns zum Stadio Luigi Ferraris bringen sollte, anspornten, sämtliche Verkehrsregeln zu missachten, erreichten wir unser Ziel erst sieben Minuten nach dem Anpfiff... Am Eingang zum Settore Ospiti wurden wir bereits sehnsüchtig von Tommaso erwartet, der sich freundlicherweise bereit erklärt hatte, uns Eintrittskarten zu organisieren... in Italien schließen die Kassenhäuschen meist unmittelbar nach Spielbeginn... Als wir uns wenig später zu den rund fünfhundert mitgereisten Arancioverdi gesellten, führten die Gastgeber bereits mit zwei zu null... Merda! Obwohl die Mannen aus der Lagunenstadt gegen die topmotivierten Genueser auf dem Spielfeld klar den Kürzeren zogen... womit der Kampf um den Aufstieg in die Serie A wieder spannend wurde... war die Stimmung im Settore Ospiti… sieht man einmal von den Vecchi Ultra ab, die Mitte der zweiten Halbzeit das Stadio Luigi Ferraris verließen... mehr als genial. Von den Gastgebern, die drei Wochen zuvor in Siena einen bleibenden Eindruck hinterließen, war ich mehr als enttäuscht, da es lediglich nach den vier Toren richtig laut wurde. Seit sich die Ultras Tito... die übrigens Besuch aus Marseille hatten... in den Oberrang der Curva Sud zurückgezogen haben, ist die Stimmung bei Heimspielen der Genueser eher mau... Nach dem Schlusspfiff mussten wir noch eine zwanzigminütige Blocksperre über uns ergehen lassen, ehe wir das Stadion endlich verlassen durften. Während sich Ultras Unione, Rude Fnas & Co. mit Bussen zum Bahnhof befördert wurden, trieben wir uns noch ein wenig rund ums Stadio Luigi Ferraris herum, ehe wir uns auf den Weg zum Hafen machten, schließlich wollte mein Begleiter, der bis dato noch nicht in Genova weilte, noch ein wenig Sightseeing betreiben. Um kurz vor sieben traten wir dann wieder die Heimreise an...

Finale Champions League am 23.05.2001
Stadio Guiseppe Meazza Milano
Bayern München vs. Valencia CF 6:5 n.E.

Am Dienstagnachmittag startete ich zusammen mit Nobber, Marco, Nils, Kathi, Sonja, Thomas und Bomber in Richtung Italien, wobei ich ein Kribbeln in der Magengegend nicht leugnen konnte... Um kurz nach acht hatten wir unser erstes Etappenziel, Bardolino am Lago di Garda erreicht. Nachdem wir unsere Zelte... nun ja, es war eigentlich nur ein Zelt, da Marco und ich es vorzogen, unter freiem Himmel zu schlafen, während Nils und Sonja im Kofferraum ihrer Familienkutsche nächtigen wollten... aufgebaut hatten, zog es uns ins Zentrum von Bardolino, wo wir zunächst unsere hungrigen Mägen in einer Pizzeria füllten, ehe wir den Abend bei einigen Cocktails in einer gemütlichen Gelateria am Ufer des Lago di Garda ausklingen ließen... Aus unerfindlichen Gründen erwachte ich am nächsten Morgen mit heftigen Kopfschmerzen... Nach ausgiebigem Frühstück und erquickender Dusche machten wir uns um kurz nach neun via Peschiera del Garda, wo wir vom Auto in den Zug umstiegen, auf den Weg nach Milano... Knapp zweieinhalb Stunden später saßen wir bereits beim Schotten... tja, wenn der Hamburger nur tausend Lire kostet... in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes. Anschließend zogen wir weiter in die Innenstadt... Nachdem wir das rege Treiben am Domplatz... wo die Spanier, die permanent Böller zündeten, klar in der Überzahl waren... ein wenig auf uns wirken gelassen hatten, zog es uns zunächst ins Innere des Mailänder Doms, ehe wir selben per pedes bestiegen... Weiter ging es durch die Galleria Vittoria Emanuele zur weltberühmten Mailänder Scala, bevor wir uns in einem überaus gemütlichen Cafe in einer Seitenstraße ein wenig erholten... Um kurz nach drei machten wir uns dann mittels Straßenbahn auf den Weg zum Stadio Guiseppe Meazza… Vor dem Stadion tummelten sich bereits unzählige Fans... und solche, die sich dafür halten... des deutschen Rekordmeisters. Die nächsten Stunden verbrachten wir in geselliger Runde, ehe wir uns vierzig Minuten vor Öffnung der Stadiontore vor diesen einfanden. Hier wurden wir Zeugen, wie zwei Italiener über die nicht gerade niedrige Stadionumzäunung kletterten. Tja, an derartige Szenen hab ich mich in bella Italie mittlerweile gewöhnt... Wenig später durften auch wir das schönste Stadion Europas betreten, jedoch erst nachdem die Ordner unsere Eintrittskarten genau unter die Lupe genommen hatten. Wie wir später erfuhren, waren trotz der aufwendigen Sicherheitsmerkmale täuschendechte Fälschungen im Umlauf... In der Curva Sud, die heute den Anhang der Münchner Bayern beheimatete, herrschte bereits eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff überaus gute Stimmung... Stimmungsfördernd war übrigens der Auftritt der Spider Murphy Gang, was man von der Opernsängerin, die wenig später ihren großen Auftritt hatte, nicht sagen konnte... Zum Einlaufen der Spieler erstrahlte in der Curva Sud der Europapokal der Landesmeister, umrahmt vom heutigen Datum. Des weiteren prangte am Mittelrang ein riesiges Transparent, auf dem aller Welt mitgeteilt wurde, dass heute ein guter Tag wäre, um Geschichte zu schreiben... In der Curva Nord, in der sich die Spanier breit gemacht hatten, kamen lediglich orange Papptafeln, sowie zwei kleine Blockfahnen zum Einsatz... Wenig später hatten die Pyromanen beider Lager ihren ersten großen Auftritt. Alles in allem ein mehr als genialer Auftakt... Was sich in den folgenden Stunden im Stadio Guiseppe Meazza abspielte, ist nur schwer in Worte zu fassen... Bereits in der dritten Minute der erste Schock für die Bayern... Führungstreffer für Valencia dank eines unberechtigten Elfmeters... Der zweite Schock folgte vier Minuten später, als Canizares den von Mehmet Scholl geschossenen Elfmeter halten konnte... In der fünfzigsten Minute war die rot-weiße Fußballwelt wieder in Ordnung... Stefan Effenberg konnte per Elfmeter ausgleichen... Da keiner der beiden Mannschaften ein weiterer Treffer gelingen wollte... weder in der regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung... musste letztendlich das Elfmeterschießen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Der vierzehnte Elfmeter... bis dato hatten Paulo Sergio und Patrik Andersson, sowie zwei Spanier verschossen... brachte letztendlich die Entscheidung zugunsten der Münchner Bayern... Durchgeschwitzt und mit den Nerven völlig am Ende sackte ich Sekunden später in mich zusammen. Erst Minuten später nahm ich den Jubel um mich herum bewusst war... Während die rund dreißigtausend Münchner ihre Helden in der Folgezeit ausgiebig feierten, zogen die Spanier mit gesenkten Köpfen von dannen. Eine Stunde nach dem Schlusspfiff kehrten wir der Stätte des Triumphs langsam den Rücken... Mit der Metro machten wir uns dann auf den Weg nach Milano Lambrate, wo um kurz vor  vier unser Zug zurück nach Peschiera del Garda abfahren sollte. Gegen sechs waren wir letztendlich wieder am Campingplatz in Bardolino, wo wir alsbald ins Reich der Träume entschwanden...

Hinspiel Finale Coppa Italia am 24.05.2001
Stadio Ennio Tardini Parma
AC Parma vs. AC Fiorentina 0:1

Während sich Nobber, Kathi, Marco... der mich eigentlich nach Parma begleiten wollte, es sich dann aber doch anders überlegt hatte... Bomber und Thomas wenige Stunden nach unserer Rückkehr aus Milano bereits in Richtung Heimat verabschiedeten, nutzten Nils, Sonja und ich den Vormittag, um unsere völlig leeren Akkus wieder aufzufüllen... Um kurz nach zwei brachte mich Nils dann zum Bahnhof nach Peschiera del Garda, wo sich unsere Wege trennten... Knapp viereinhalb Stunden später stand ich bereits vor dem Stadio Ennio Tardini. Gut zwei Stunden vor dem Anpfiff war hier noch nicht sonderlich viel los. Lediglich Polizia und Carabinieri waren bereits eifrig damit beschäftig, den Gästeblock hermetisch abzuriegeln... Nachdem ich die bestellte Karte abgeholt hatte, verzog ich mich alsbald ins Innere des knapp dreißigtausend Zuschauer fassenden Stadio Ennio Tardini… Während die Parmigiani das Hinspiel im Finale des Coppa Italia sowohl in der Kurve... die Boys Parma präsentierten neben ihrer Blockfahne ein Transparent mit der Aufschrift "NOI CON LA VOCE - COI CON IL CUORE - VINCEREMO"... "WIR MIT DER STIMME - IHR MIT DEM HERZEN - DANN GEWINNEN WIR"... als auch auf der Gegengeraden... neben blauen und gelben Folien hantierten die Parma Clubs mit einer Italienfahne auf der sich das Wort "VITTORIA"... "SIEG" befand... mit einer durchaus sehenswerten Aktion einläuteten, gab es seitens der rund fünftausend Gäste lediglich eine Schalparade. Die Jungs und Mädels aus der Toskana schienen mal wieder... oder noch immer... zu streiken, da sie ihre Zaunfahnen... bis auf eine Ausnahme... nicht mit nach Parma genommen hatten. Obwohl sich beide Mannschaften nicht gerade ein Bein ausrissen, war die Stimmung unter den knapp zwanzigtausend Zuschauern ganz ordentlich... Als ich mich bereits mit einem torlosten Unentschieden abgefunden hatte, gelang den Gästen in der Nachspielzeit doch noch der vielumjubelte Siegtreffer... Nach dem Schlusspfiff statte ich den Boys Parma... die sich gerade mit Bengalen und Steinen für die dritte Halbzeit eindeckten... noch einen kurzen Besuch ab, ehe ich mich per pedes auf den Weg zum Bahnhof machte... Hier durfte ich dann live miterleben, wie die Gäste von den Carabinieri in den bereitstehenden Sonderzug getrieben... äh... geprügelt wurden. Als Dankeschön flogen den Staatsdienern bei der Abfahrt des Zuges diverse Wurfgeschosse um die Ohren... Da ich die nächsten zwei Tage bei meinen Eltern, die mal wieder in der Nähe von Ravenna Urlaub machten, verbringen wollte, diese mich aber erst am nächsten Morgen vom Bahnhof in Cervia… etwa dreißig Kilometer südlich von Ravenna... abholen wollten, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mir die Nacht in überfüllten Zügen um die Ohren zu schlagen...

36. Spieltag Serie B Italien am 27.05.2001
Stadio Pierluigi Penzo Venezia
Venezia Mestre FC vs. Chievo Verona 2:1

Um kurz nach sieben kutschierte mich mein alter Herr zum Bahnhof nach Cervia… wie bereits erwähnt, hatte ich den Freitag und Samstag zusammen mit meinen Eltern verbracht... Mit dem Zug ging es weiter nach Venedig. Da ich in Modena meinen Anschlusszug knapp verpasste, erreichte ich die Lagunenstadt erst um kurz vor zwei... Da das nächste Schiff nach S. Elena erst zehn Minuten später abfahren sollte, machte ich mich per pedes auf den Weg zum Stadio Pierluigi Penzo… Fünf Minuten vor dem Anpfiff passierte ich letztendlich die Stadiontore… Zum Einlaufen der beiden Mannschaften präsentierten die Ultra Unione, die auch heute wieder von ihren Gemellati aus Modena und Wien unterstützt wurden, zwei Schwenkfahnen, ein paar Doppelhalter und die eine oder andere Bengale, sowie ein Transparent mit der Aufschrift "ALL ASSALTO FINO ALL VITTORIA", was sinngemäß "KÄMPFT BIS ZUM SCHLUSS" heißt, während die Gäste aus Verona mit blauen und gelben Rauchfackeln hantierten... Knapp neuntausend Zuschauer sahen in den folgenden neunzig Minuten ein kampfbetontes Spiel, das die Gastgeber letztendlich für sich entscheiden konnten... Während die Arancioverdi den Sieg gegen den Tabellenführer ausgiebig feierten, machte ich mich alsbald auf den Weg zum Bahnhof...

32. Spieltag Serie A Italien am 27.05.2001
Stadio Mario Rigamonti Brescia
Brescia Calcio vs. Vicenza Calcio 2:1

Weiter ging es nach Brescia, wo um halb neun das zweite Spiel des Tages angepfiffen werden sollte. Da ich in Brescia geschlagene zwanzig Minuten auf ein Taxi warten musste, erreichte ich das Stadio Mario Rigamonti erst eine viertel Stunde nach dem Anpfiff... Während die Bresciani ihre Mannschaft bedingungslos nach vorne trieben, war von knapp vierhundert Gästen aus Vicenza nicht sonderlich viel zu hören… Als die Spieler das Spielfeld nach dem Seitenwechsel wieder betraten, versank die Curva Nord in einem Meer aus Wunderkerzen, während die Vecchio CUCN auf der Gegengerade mit Schwenkfahnen, Doppelhaltern und Bengalen hantierten... Spätestens nach dem zweiten Treffer der Gastgeber kannte der Jubel im Stadio Mario Rigamonti keine Grenzen mehr, schließlich war der Klassenerhalt nun zum Greifen nahe... Mehr als der Anschlusstreffer sollte den Gästen aus Vicenza an diesem Abend nicht mehr gelingen, womit der Sturz in die Serie B nur noch schwer abzuwenden ist... Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kehrte ich dem bunten Treiben den Rücken, schließlich hatte ich bis zur Abfahrt meines Zuges nur noch eine knappe Stunde Zeit... Da ich rund ums Stadio Mario Rigamonti kein Taxi auftreiben konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als die Beine in die Hand zu nehmen, und die nicht gerade kurze Strecke zum Bahnhof per pedes zu bestreiten. Letztendlich erreichte ich den Bahnhof drei Minuten vor der Abfahrt meines Zuges... Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn ich den Zug verpasst hätte...

Wenn ihr Euch auch noch die letzten beiden Saisonspiele der Fioi (so der Spitzname des Venezia Mestre FC), in denen sie die Rückkehr in die Serie A perfekt machten, eine Vorstellung der inzwischen leider aufgelösten Vigilantes Vicenza, sowie unzählige weitere Spiele aus dem Mutterland der Ultras (vom VfL Bochum und den Münchner Bayern ganz zu schweigen) zu Gemüte führen wollte, dem lege ich den dritten Teil des (PF)LÄSTERSTEIN-Sammelbandes ans Herz, der für den Frühjahr 2019 geplant ist. Zudem soll es noch das eine oder andere "Gedruckte" aus dem Hause (PF)LÄSTERSTEIN im kommenden Jahr geben...
Jetzt wünsche ich Euch aber erst mal einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr!

Solltet Ihr auf Geschichten und Bilder aus längst vergangenen Zeiten stehen, kann ich Euch die letzten Exemplare der zweiten Auflage meines Bildbandes "MOMENTAUFNAHMEN - ZWÖLF JAHRE "ANALOG" UNTERWEGS" wärmstens empfehlen!
Hier findet Ihr noch einmal alle Infos zum Bildband: