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Montag, 10. November 2025

vom Inn an die Donau... österreichische Woche im November 2025

In Österreich treibe(n) ich/wir mich/uns ja bekanntermaßen des Öfteren herum; zwei (sehenswerte) Spiele (insbesondere was das Geschehen auf den Rängen betrifft) innerhalb von fünf Tagen sehe ich aber inzwischen eher selten. 
Zum Auftakt meiner österreichischen (Fußball)Woche hatte ich mir das Gastspiel des FC Wacker Innsbruck in Kufstein auserkoren. Der zehnmalige Österreichische Meister scheint sich nach dem Konkurs 2002 (kurz zuvor hatte man als FC Tirol Innsbruck - unter diesen Namen hatte der FC Wacker nach der Ausgliederung der Profiabteilung im Jahr 1993 die wohl erfolgreichsten Jahre der "jüngeren" Vereinshistorie bestritten, dabei aber einen immensen Schulden-berg angehäuft) und dem Sturz in die fünftklassige Tiroler Liga im Jahr 2022 (abgesehen von der Saison 2002/2003 war man nach dem Konkurs des FC Tirol und der Neugründung des FC Wacker immer in den zwei höchsten Spiel-klassen beheimatet) inzwischen wieder gefangen zu haben; so steht man aktuell nach sechzehn Spieltagen (das Gastspiel beim FC Kufstein schon mit eingerechnet) mit dreiundvierzig von achtundvierzig möglichen Punkten nicht nur auf dem ersten Platz der drittklassigen Regionalliga West, sondern auch vor der Rückkehr in die 2. Liga. Mit einem Zuschauerschnitt von 4.730 Besuchern bei Heimspielen am Tivoli (seit dem letzten Spieltag der Saison 2024/2025 steht die aktive Fanszene wieder auf der angestammten Nordtribüne - die Rückkehr wurde übrigens vor rund 4.000 Zuschauern Zusehern stilecht mit einer Choreographie zelebriert) liegt man deutlich vor der Wattener Sport-gemeinschaft Tirol, die seit dem Aufstieg in die Bundesliga ebenfalls das Tivoli Stadion als Heimspielstätte nutzt. Rund eine Stunde vor Spielbeginn sollte ich die Kufstein-Arena betreten; da es wie aus Kübeln goss, nahm ich das Angebot der Gastgeber, doch noch ein wenig in der Kantine zu verweilen, dankend an. Knapp zehn Minuten vor Anpfiff machte ich es mir auf der kleinen überdachten Tribüne auf der Gegengeraden direkt gegenüber den etwa siebenhundert mitgereisten Innsbruckern gemütlich (na ja, aufgrund des teils heftigen Windes sollte das Dach über mir nur bedingt den Regen von mir fern halten). Diese legten über die kompletten neunzig Minuten eine überaus flotte Sohle aufs Parkett; gesangstechnisch wurden neben einigen neue(re)n Liedern auch alle Klassiker gesunden. Auch wenn die Vorsänger sich augenscheinlich das ein oder andere Mal noch etwas mehr Einsatz gewünscht hatten, so war ich vom Auftritt der Tivoli Nord durchaus begeistert. Nachdem ich mich in der Halbzeitpause mit Mike (Unterland) ein wenig ausgetauscht hatte, so folgte ich nach dem Seitenwechsel seiner Einladung, und verfolgte das Spiel fortan inmitten der Gäste. Richtig laut wurde es dann spätestens mit dem vielumjubelten Führungstreffer des FC Wacker, der sich gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten lange schwer tat, was wohl nicht zuletzt am schwer zu bespielenden Platz (war schon krass zu sehen, wie das Geläuf von Minute zu Minute mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde; der Platzwart dürfte bisweilen Tränen in den Augen gehabt haben) lag. Als drei Minuten später auch noch das zweite Tor fiel, war die Messe defacto gelesen; und so feierten die Schwarz-Grünen die letzten zwanzig Minuten ausgelassen die Herbstmeisterschaft. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte ein paar Minuten vor dem Abpfiff ein Spieler der Innsbrucker, als er bei einem Klärungsversuch einen kleinen Jungen, der mit seinen Eltern im unteren Bereich des Gästeanhangs stand, regelrecht abschoss... zum Glück ging es dem Kleinen nach dem Schlusspfiff schon wieder besser, und so durfte er sich nicht nur mit den Spielern vorm Gästeanhang feiern lassen, sondern bekam auch noch das Trikot des "Übeltäters". Während die Gruppen der Tivoli Nord ihr Material einpackten, wechselte ich noch ein paar Worte mit dem einen oder anderen Bekannten, ehe ich (nach dem Abmarsch der Gäste) noch einmal kurz die Kantine aufsuchte...






Am späten Mittwochnachmittag (zuvor hatte ich noch einiges an geschäftlichen und privaten Terminen "abzuspulen") machte ich mich dann erneut auf den Weg zu unseren Nachbarn; Ziel diesmal Wien. Nachdem wir (Bele und Ida waren ebenfalls am Mittwochabend angereist; jedoch von Hamburg aus mit dem Flugzeug - die Beiden hatten die erste Hälfte der Herbstferien genutzt, um Freunde in der Nähe von Lüneburg zu besuchen) am Donnerstagnachmittag "das Geschäftliche" (dem Hauptgrund unseres Besuches in der österreich-ischen Hauptstadt) erledigt hatten, verabschiedete ich mich um viertel nach sechs in Richtung Hütteldorf. Vor dem Spiel tauschte ich mich noch ein wenig mit Brucki, Dominik (TR96), Christoph (UR88) und Tobi (ehemals Lords) aus, ehe ich mich zusammen mit Dominik eine Viertelstunde vor Spielbeginn in den oberen Bereich der Nordtribüne (also gegenüber dem "Block West" und neben dem Gästeblock) verabschiedete, um den bestmöglichen Blick auf die Choreographie der Tornados zu haben. Zum Lied "Wien, du Stadt meiner Träume" von Rudolf Sieczynski aus dem Jahr 1912 präsentierten die Tornados eine Blockfahne mit dem "Cover" des Wienerlied, links davon wurde ein Wimpel der Stadt Wien mit der Jahreszahl 1137 (in diesem Jahr wurde Wien erstmals schriftlich als "civitas" - Stadt - bezeichnet) gezeigt, recht davon ein Wimpel des SK Rapid in den Gründungsfarben blau-rot und mit dem Gründungsjahr 1899 versehen. In Kombination mit der musikalischen Liebeserklärung an die Stadt Wien ein wirklich gelungenes Intro, das sogar bei mir als neutralem Zuschauer für Gänsehaut sorgte. Dass die Tornados hiermit auch die "neutralen" Zuschauer berührt haben, zeigte sich anhand des tosenden Applaus nach Beendigung der Choreographie. Im Gegensatz zum Block West, der durchaus stimmgewaltig in Spiel startete (sich dann aber Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr an die Leistung der eigenen Mannschaft anpasste), taten sich die Mannen von Trainer Peter Stöger gegen die im Jahr 1948 unter dem Namen CS Universitatea Craiova gegründeten und (nach Auflösung im Jahr 2014 und Neugründung) seit 2017 unter dem Namen FC Universitatea 1948 firmierenden Rumänen mehr als schwer; der letztendlich spielentscheidende Führungstreffer durch Oleksandr Romanchuk in der 36. Spielminute war die logische Folge. Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Hütteldorfer mit aller Macht gegen die drohende dritte Niederlage im dritten Spiel der Conference League zu stemmen (leider waren sie aber vor dem Tor meist viel zu harmlos), was die Stimmung im mit 23.457 Zuschauern ganz ordentlich gefüllten Weststadion noch einmal ordentlich pushen sollte. Die Gruppen der Peluza Nord Craiova, die mit rund tausend Leuten nach Wien gereist waren, konnte ich ebenfalls einen ordentlichen Auftritt bescheinigen. An dieser Stelle sein noch erwähnt, das die Peluza Sud (zwischen beiden Tribünen hatte es schon lange gekriselt) nach der Auflösung von CSU dem inzwischen vom rumänischen Fußballverband ausgeschlossenen FC U Craiova (die Neugründung zwei gleichnamiger Vereine hat in Rumänien ja inzwischen schon Tradition) unterstützt. Nach dem Spiel sollte es noch auf "nen Schwatz" in die Säulenhalle des Block West gehen; vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Letztendlich sollte ich das Weststadion als einer der Letzten verlassen...












Donnerstag, 3. Juli 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode VIII


SAUERLAND-ECHO - Ausgabe 77 bis 80
je 5,00 Euro - Kontakt: jens.piahilgert@t-online.de
In den vorliegenden vier Ausgaben des Sauerland-Echo handeln Jens & Co. die Spiele des Deutschen Rekordmeisters zwischen dem 5. April 2022 und dem 8. Oktober 2023 ab (Highlight mit Abstand die Reise nach Fernost mit Spielen gegen Kawasaki Frontale und den Liverpool FC); natürlich gibt es daneben wieder massenhaft Spiel- und Erlebnisberichte aus aller Welt (bereist wurden unter anderem Albanien, Kirgistan, Usbekistan, Taschikistan, Algerien, die Jungferninseln und die Vereinigten Staaten von Amerika). In Ausgabe 78 nimmt die Weltmeisterschaft in Qatar einen nicht gerade kleinen Platz ein - über den Besuch dieser mehr als fragwürdigen Veranstaltung äußere ich mich an dieser Stelle nicht, akzeptiere aber auch die Meinung derer, die schon seit Jahrzehnten Welt- und Europameisterschaften besuchen.

SCHEISS AFD - Ausgabe 25
4,50 Euro - Kontakt: allesfahrerdarmstadt@hotmail.com
Auf annähernd dreihundert Seiten lassen die Usual Suspects die Saison 2022/2023 Revue passieren. Neben allen Auftritten des SV Darmstadt (am Ende der Saison durfte die Rückkehr in die Beletage des Deutschen Fußballs gefeiert werden) findet der geneigte Leser Spielberichte aus sage und schreibe sechsunddreißig Ländern (interessant fand ich hierbei die Reisen in den Kosovo, in die USA, nach Island, Neuseeland, Israel, Costa Rica, Belize, Honduras, Nicaragua, El Salvador, Mexiko und Saudi-Arabien). Natürlich dürfen auch die Besuche bei den Freunden aus Bern nicht fehlen; in diesem Zusammenhang möchte ich das Freundschaftsspiel zwischen den Lilien und den Young Boys Mitte Dezember 2022 am Böllenfalltor nicht unter den Tisch kehren - ein Freundschaftsspiel im Ruhrstadion oder im Stadio Renato Dall'Ara gegen unsere italienischen Freunde steht bei mir auch weit oben auf der Wunschliste! 

SCHMIERBLATT - Ausgabe 8
5,00 Euro - Kontakt: info@crecendo-hohenlohe.de
Vielleicht liegt es daran, dass die TSG Hoppen Hoffenheim nicht gerade zu den Vereinen zählt, die mich nachhaltig vom Sessel haut, dass mich die achte Ausgabe des Fanzines aus dem Hause Crecendo Hohenlohe nicht wirklich abholen konnte... aber auch die Texte ziehen sich bisweilen wie Kaugummi; neue Erkenntnisse gewinnt man leider meist auch nicht. Neben den Spielen der Saison 2022/2023 gibt es einen Blick auf die Nachwuchsgruppe Nascenti, die Saisonhighlights der Freunde aus Homburg (inklusive gegenseitiger Besuchsstatistik am Ende), Streetart und ein paar Seiten Groundhopping.

SCHWARZ AUF WEISS - Ausgabe 48 
2,00 Euro - Kontakt: freunde.der@friedhofstribüne.at
Dank Brucki landete die achtundvierzigste Ausgabe der Sportclub-Postille in meinem Briefkasten. Im vorliegenden Heft dreht es sich um Reisen und Fußball; während die Reisen mit dem Wiener Sport Club diesmal nur einen kleinen Teil der vierundsechzig Seiten einnehmen, gibt es Berichte über Besuche von Nationalteam-Turnieren der Frauen, Unterhaushopping, einer Fahrt nach Prag, einer Rundreise durch Süditalien und aus Erlebnisse aus Südamerika. Aber auch auf die Reisen zu den Freundinnen und Freunden von Tennis Borussia Berlin und dem Roten Stern aus Leipzig wurde ausführlich eingegangen. Dem Dauerthema Sportclubplatz-Umbau sind ebenfalls ein paar Zeilen gewidmet.

SCHWARZ AUF WEISS - Ausgabe 300
gegen Spende - Kontakt: saw@ultras-frankfurt.de
Jetzt fängt der auch noch an Spieltagshefte zu rezensieren... prinzipiell war und ist das nicht mein Plan, wobei ich immer wieder mal mit dem Gedanken spiele, ein Special über die Entwicklung und Bedeutung der "alltäglichen" Organe der Ultragruppen/Kurven in Angriff zu nehmen (ob nun hier im Blog oder doch in einer irgendwann noch erscheinenden Printausgabe des (PF)LÄSTERSTEIN sei mal dahingestellt). Die Jubiläumsausgabe des offiziellen Organ der Ultras Frankfurt wurde mir bei einem Besuch am Innsbrucker Tivoli in die Hand gedrückt, drehen sich doch mehr als die Hälfte des 48 Seiten umfassenden Heftes um die (inzwischen nicht mehr offizielle) Freundschaft zur aktiven Szene des FC Wacker Innsbruck. Einleitend beschäftigt man sich mit der aktuellen Situation des Tiroler Traditionsvereins, ehe Spiel- und Erlebnisberichte aus den Jahren 1999 bis 2017 folgen. Zum Abschluss teilen noch ein Mitglied der älteren Generation, sowie ein junges Mitglied der Ultras Frankfurt persönliche Gedanken zu den seit nunmehr fast dreißig Jahren währenden Kontakten. Mega spannend! Ansonsten findet man (die obligatorischen) Rückblicke auf die letzten Spiele der Eintracht, Neues von den Freunden aus Bergamo, Mannheim und Leipzig, sowie ein paar wichtige (Spieltags)Infos.

SEKTION BUMSKICK - Ausgabe 3
8,00 Euro - Kontakt: sb-2018@web.de
Nachdem mich die ersten beiden Ausgaben des Groundhoppingheftes aus Reihen der Fanszene des FSV Mainz 05 nicht wirklich vom Hocker gerissen hatte, sollten ein paar Wochen verstreichen, ehe ich mich endlich mit dem 280 Seiten umfassenden Werk beschäftigen sollte. 267 Spielberichte aus 18 Ländern, besucht zwischen Juli 2019 und Juni 2023 warten auf den geneigten Leser (zu den Highlights zählen die Derbys in Sofia, Wien und Kopenhagen, sowie die Touren nach Ungarn, Bulgarien & Serbien anno 2019, ins Baltikum & nach Finnland, sowei nach Kroatien, Montenegro & Nordmazedonien anno 2022). Zudem gibt es ein (Kurz)Interview mit Steffen Heumann, seines Zeichens Herausgeber des "Fan Treff" und des "Match Live", ein paar "Nullfünfmomente", sowie zwei Rezensionen der zweiten Ausgabe. Alles in allem kann ich den Machern eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Ausgaben attestieren.

DER SONNENKÖNIG - Ausgabe 19
4,20 Euro - Kontakt: sonnenkönig@tgs92.at
Der Rückblick auf die Hinrunde der Saison 2022/2023 (kurzweilig aufgearbeitet in Wort und Bild) bildet das Kernstück; ausführlich und mit einem separaten Bericht beschäftigt man sich mit dem Saisonhighlight, dem Cup-Match beim SK Sturm Graz. Des weiteren äußert man sich kritisch gegenüber der sportlichen Leitung, der ersten Mannschaft und der Struktur, interviewt mit Hannes Winkelbauer eine violette Legende (von 1973 bis 1984 bei Austria Salzburg aktiv), präsentiert einige Trikot-Schmuckstücke, lässt die Trips der Salzburger nach Chile anno 1977 und nach Tunesien anno 1987 Revue passieren, gratuliert Hans Krankl zum Siebzigsten und sich selbst zum dreißigjährigen Bestehen. Nicht fehlen dürfen natürlich die "Amici News" aus Udine (hier gibt es einen vierseitigen Rückblick auf die Geschichte der Ultras Udine 1995, entnommen deren Fanzine "on the terraces"), Catanzaro und Barletta samt Freundschaftsbesuchen (Highlight hierbei definitiv das Freundschaftsspiel zwischen Barletta und Salzburg im Dezember 2022) und der ein oder andere Groundhoppingbericht.

SPOONY - Ausgabe 9
4,00 Euro - Kontakt: spoony-ol@gmx.de
Für die neunte Ausgabe des Oldenburger Groundhoppingheft wurden Norwegen, Nordirland, Irland, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Tschechien, Deutschland, Italien, die Niederlande, England, Nord Mazedonien, Albanien, Montenegro, Schweden und Norwegen bereist. Neben unzähligen Fotos aus den Stadien gibt es auch diesmal wieder etliche Schnappschüsse von "außerhalb"; keine Ahnung warum, aber mich sprechen Bilder von Land und Leuten immer mega an (vielleicht, weil man sich so gewissermaßen "mitgenommen" fühlt). Gut gefallen hat mir auch der Bericht vom "Haxey Hood 2023", einem seit dem 14. Jahrhundert ausgetragenen Mob-Football- oder Rugby-Event, bei dem es darum geht, den Hood (ein Lederrohr) in Richtung des jeweiligen Lieblingspubs zu drängen... 😅 Ich sag's ja immer wieder - lesen bildet!

STRAWANZA - zweiter Streich
4,00 Euro - Kontakt: strawanza@protomail.com
Das Warten hat ein Ende... nachdem ich gefühlt hundert Mal bezüglich der Rezension bei Besuchen in Wien gefragt wurde, hier nun mein "geistiger Erguss" zum zweiten Streich der Strawanza aus Wien-Hütteldorf. Den einleitenden Worten folgt ein überaus interessanter Rückblick auf das Finale des Europapokals der Pokalsieger 1996 zwischen Rapid und PSG (mit herrlichen Fotos). Weiter geht es mit einem durchaus gut recherchierten Text über das "afrikanische Hillsborough" (einer von der Polizei ausgelösten Stadionkatastrophe bei Spiel zwischen Hearts of Oak und Asante Kotoko mit 127 Toten), der "zeitlos leiwanden Partie" zwischen Olympique de Marseille und unseren Freunden aus Bologna anno 1999, dem Regionalligaspiel Vorwärts Steyr vs. Blau-Weiß Linz 2015, sowie dem "versoffenen" Bari Bericht aus dem Jahr 2019. Aus dem selben Jahr folgen Spiel- und Erlebnisberichte aus Serbien (inklusive dem Derby in Belgrad), ehe es 2020 mit dem Derby in Thessaloniki weiter geht. Des weiteren wurden aus diesem Jahr noch Spiele in Salzburg (SAK vs. Austria) und Berlin (BFC vs. Rathenow) in Wort und Bild festgehalten, ehe anno 2021 noch ein paar Spielbesuche auf der Insel (Queens Park Rangers, Fulham FC, West Ham United vs. Rapid Wien und Portsmouth) folgen. Zum Abschluss gibt es noch die Rezension des Buches "Ein Match für Algerien" und das Rezept für den bei Italienreisenden überaus beliebten Caffè Borghetti. Urleiwand! Ach ja, das nächste Kaltgetränk in Wien-Hütteldorf geht aufgrund der "nervigen" Nachfragerei auf Euch... 😂

SURVOJE - Ausgabe 10
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: survojemagazin@hotmail.com
Ganz ehrlich, für unterklassigen Fußball hab ich nach wie vor ein Faible; wenn es dann auch noch (immer wieder) um die eigene Region geht, dann wird es richtig interessant. Neben all den kurzweilig geschriebenen "Dorfplatzgeschichten" nimmt uns Stephan mit zum Cup-Match zwischen Sturm Graz und Austria Salzburg, sowie auf seine Tour nach Bahrain, Kuwwait, den Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ach ja, noch immer finden auch "andere" Sportarten den Weg ins Heft; Spitzenreiter diesbezüglich ist und bleibt Eishockey!

TABULA RASA - Ausgaben 30 bis 37
je 2,50 Euro - Kontakt: info@infamousyouth.org
Sage und schreibe acht Ausgaben des Infozine der Imfamous Youth haben sich auf meinem Fanzinestapel angesammelt. Neben den Geschehnissen rund um die Spiele des SV Werder zwischen dem 1. August 2022 und dem 17. Dezember 2023 gibt es "Neues aus der Ostkurve" (in Ausgabe 32 gibt es unter dieser Rubrik ein überaus interessantes Interview mit zwei Protagonisten der Gruppe "Cercle d'Amis"), "Werder aktuell", Politik, Freundschaftsbesuche (Sturm Graz, Sankt Pauli und Hapoel Jerusalem), "Tabula Rasa Classics" (unter anderem blickt man auf das UEFA-Cup-Finale anno 2009 gegen Schachtar Donezk zurück), "Croswords", Graffitis, das "Trikot der Woche", Groundhopping und vieles mehr.

TRAIL MAGIC - Ausgaben 2 bis 4
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: 42zines
Zum Abschluss des heutigen Block hätte ich noch einen echten Exoten; beim Trail Magic handelt es sich um ein Hiking Fanzine, in dem es um Wandern geht. Für mich als alter Bergfex natürlich ein durchaus interessantes Genre. Unter anderem findet der geneigte Leser "Tourberichte" aus Italien (genaugenommen von der ligurischen Küste), Deutschland, Ungarn und Rumänien, Interviews (unter anderem mit einem gewissen Tobias "Pudding" Burdukut, der 2021 von Oberstdorf nach Triest gewandert ist), Konzert-Berichte, Buchvorstellungen, Fanzinerezensionen und vieles mehr. Durchaus interessant und abwechslungs-reich, einen Blick über den (Fußball)Tellerrand zu werfen...

Dienstag, 7. Januar 2025

Der nächste Stapel wartet schon auf mich... Episode III


DIE SENDUNG MIT DEN GROUNDS - Ausgabe 2 und 3
2,00 Euro - Kontakt: dsmdg22@web.de
In den beiden vorliegenden Ausgaben berichtet Gregor von seinen Fußballreisen der Jahre 2022 und 2023; neben unzähligen unterklassigen Spielen in heimischen Gefilden findet der geneigte Leser auch Berichte aus Italien, Tschechien, Spanien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, England, Lichtenstein und der Schweiz. In meinen Augen eine richtig gute Mischung; locker flockig geschrieben.

DIE STIMME DER KURVE - Ausgabe 39
gegen Spende - Kontakt: stimme-der-kurve@gmx.at
Im Rahmen des Spielbesuches FC Wacker Innsbruck vs. SV Kirchbichl im März 2023 fiel mir mal wieder eine Ausgabe der "Geschichten aus der fabelhaften Welt der Tivoli Nord" in die Hände. Neben ein paar Sätzen zum bevorstehenden 110jährigen Jubiläum des Innsbrucker Traditionsvereins gibt es die Abschiedsworte der Verrückten Köpfe (hatten sich nach zweiunddreißig Jahren abgelöst), Spielberichte (September 2022 bis Oktober 2022), eine Vorstellung der (neuen) Gruppe "Wacker Inventar", 30 Jahre Innsbruck & Frankfurt, Besuche bei Freunden (Frankfurt, Bergamo, Terni, Obermais und Thun), sowie ein paar kritische Worte zum Thema Handy. Geile Entwicklung, die die Stimme der Kurve (vom do it yourself Heftl der Verrückten Köpfe zum professionell gedruckten Fanzine der Tivoli Nord) in all den Jahren durchlaufen hat!

ERLEBNIS FUSSBALL - Ausgaben 87 bis 91
5,95 Euro bzw. 9,95 Euro - Kontakt: info@erlebnis-fussball.de
Unglaublich, was die Jungs und Mädels der Erlebnis Fußball Redaktion auch diesmal wieder geleistet haben; Highlights der hier zu rezensierenden Ausgaben sind die ausführliche Vorstellung der Curva Sud Catello Mari aus Cava de' Tirreni (die inzwischen aufgelösten Acid Boys - spielen auch im vorliegenden Bericht eine zentrale Rolle - haben mich schon bei meinen ersten Blicken über den Brenner in ihren Bann gezogen), das Interview mit der Gruppo d' Azione (die deutsche Übersetzung des überaus lesenswerten Buches der Gruppe aus Ferrara ist übrigens im Erlebnis Fußball Shop erhältlich), der Kampf der Fanszenen gegen Investoren, der erste Teil des Interviews mit den Erfordia Ultras (auf über neunzig Seiten), die furiose Pokalsaison des 1.FC Saarbrücken, sowie ein ausführlicher Streifzug durch die Schweiz. Des weiteren gibt es die Fortsetzung der Rubriken "Ultras, deine Parolen" und "Ultras la storia non ti aspetta" (die meist gehaltvollen Reiseberichte aus dem Mutterland unserer Bewegung verschlinge ich meist als erstes!) und vieles vieles mehr. Es bleibt dabei, das Erlebnis Fußball ist und bleibt ein absolutes "must have" für jeden aktiven Fan!

ERWIN - Ausgabe 77
2,00 Euro - Kontakt: erwinbuero@web.de
Nach langer Zeit ist mir mal wieder eine Ausgabe des Offenbacher Fanzine in die Hände gefallen. Nach wie vor stellt das "Tagebuch eines Kickersfans" den zentralen Part des Heftes; des weiteren gibt es Neues von der zweiten Mannschaft, ein Interview mit Stefano Maier, Neuigkeiten vom Kickers-Fan-Museum, sowie zahlreiche Informationen rund um den Bieberer Berg. 

FAN'S MAGAZINE - Ausgaben 416 bis 419
je 5,00 Euro - Kontakt: fansmagazine@hotmail.com
Über vierhundert Ausgaben hat Italiens überregionales Fanmagazin nun schon auf dem Buckel... nach wie vor erwarten den geneigten Leser neben massig Infos, Nachrichten und Kommuniqués diverser Ultragruppen massig Fotos aus den Kurven Italiens (Blicke über den Rand des Stiefels gibt es natürlich auch diesmal wieder - unter anderem auf das UEFA-Cup Europa League Finale zwischen Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers, das Derby zwischen Dinamo Bukarest und Rapid Bukarest, sowie das zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus). Für mich als Italienliebhaber ein Heft, dass auf keinen Fall in der Fanzinesammlung fehlen darf.

FANZINEATION KICKERS - Jubiläumsausgabe
1,25 Euro - Kontakt: fanzine-ation@kickers-fanprojekt.de
Unverhofft kommt oft; und so trudelte dieses Nachschlagwerk über die Fanzinegeschichte rund um die Stuttgarter Kickers eines schönen Tages bei mir ins Haus. Vielen Dank an dieser Stelle an eins meiner absoluten Fanzine Idole und ehemaligen Herausgeber des Blue Boys! Ein paar einleitenden Worten folgt die Vorstellung aller bis dato erschienen Fanzines; namentlich wären das "Das Blaue vom Ei" (sechs Ausgaben - 1982 bis 1984), "Fan Club Echo" (neun Ausgaben - 1988 bis 1995), "Ecstazy" (drei Ausgaben - 1992 bis 1994), "Downtown Gablenberg" (drei Ausgaben - 1997 bis 1999), "Fanatics Neufen" (drei Ausgaben - 200 bis 2001), "K3 - Könner - Kämpfer - Kameraden" (vier Ausgaben - 2000 bis 2002), "Tagebuch in Sachen Fußball" (fünf Ausgaben - 2003 bis 2010), "Blue Boys" (zweiundzwanzig Ausgaben - 1991 bis 2014), "A bombig's Heftle" (aktuell zehn Ausgaben - 2008 bis heute) und "Bodenlose Frechheiten" (bis dato eine Ausgabe - seit 2024). Zwischendurch gibt es Grüße diverser ehemaliger und aktueller Fanzinemacher, ein Interview mit Philipp Köstler und vieles mehr. Eine rundum gelungene Sache!
An dieser Stelle einmal mehr der Aufruf an Euch alle, mich bei der "Komplettierung" (durfte mehr oder weniger unmöglich sein) meiner Fanzinesammlung tatkräftig zu unterstützen. Bitte meldet Euch bei mir, wenn Ihr alte oder aktuelle Fanzines abzugeben habt und/oder Informationen über neue Hefte bekommt 😊 Ich bin auch an kompletten Sammlungsauflösungen interessiert; sollte für mich selbst nichts abfallen, so kann ich vielleicht den einen oder anderen Nerd aus meinem inzwischen doch recht großen Netzwerk bei seiner Sammlung helfen...

FREAK SHOW - Ausgabe 3
5,00 Euro - Kontakt: im Heft nicht zu finden!
Nach einer längeren Pause erschien mal wieder ein neues Werk der Freaks von Rot-Weiß Essen; auf hundertzweiunddreißig farbigen Seiten lässt man nicht nur die Saison 2022/2023 (nach vierzehn Jahren war man endlich in den Profifußball zurückgekehrt) Revue passieren, sondern berichtet auch von diversen Groundhoppingtouren (Polen, Guatemala, England, Italien und Lichtenstein lauteten die Destinationen), führte ein Interview mit den Rude Fans und informiert die Leserschaft über alles sonst noch Wissenswerte aus dem Kosmos Rot-Weiß Essen.

FUORI DI TESTA - Ausgabe 0
Preis? Keine Ahnung! - Kontakt: gibt's keinen!
Riesig gefreut hab ich mich auch über diese Nullnummer des neuen Heftes der Grazer Sturmflut; der Name lässt sich sinngemäß mit "durchgeknallt" oder "verrückt" übersetzen, und tauchte, dem Vorwort zu Folge in den späten 1990er Jahren auf einem Doppelhalter sowie Collagen der Grazer Ultragruppe auf. "Gefunden" hatte man den Schriftzug seinerzeit im Supertifo, wo es unter diesem Slogan eine Rubrik mit Fotos durchgeknallter Ultras gab. Auf achtzig farbigen Seiten dreht sich alles um die Cup Saison 2022/2023 der schwarz-weißen Grazer, an deren Ende der Finalsieg gegen den SK Rapid Wien gefeiert werden konnte. Bis es aber soweit war, mussten die Hürden SC Röthis (6:0), SV Austria Salzburg (3:1), Grazer AK (1:0), RB Salzburg (6:5 i.E.) und Linzer ASK (1:0) gemeistert werden. Neben den Spiel- und Erlebnisberichten (zum Finale gibt es neben dem der Sturmflut auch einen von den Bukaneros 1992) gibt es noch ein "Making of" zur größten, bis dato gezeigten Choreographie der Grazer Nordkurve (Spruchband: 87 x 6 Meter, Überzieher: 35 x 27 Meter, Fahnen: 9.000 Stück, Farbe: 200 Liter). Bleibt zu Hoffen, das der mehr als lesenswerten Nullnummer weitere Ausgaben folgen werden.

DER GASTBEITRAG - Ausgabe 10
Preis? Gute Frage! - Kontakt: dergastbeitrag@gmail.com
Die 276 Seiten der letzten Ausgabe wurden diesmal um satte achtzig Seiten übertroffen; von einem Heft ist beim Gastbeitrag zehn also fast nicht mehr zu sprechen. In gewohnter Manier berichten die Macher des Groundhoppingheftes von ihren Erlebnissen zwischen dem 5. Juli 2022 und dem 3. Juli 2023. Sage und schreibe 183 Sportveranstaltungen (neben Fußball fanden auch Eishockey, Basketball, Volleyball und Tennis den Weg ins Heft) in 29 Ländern rund um den Globus (Exoten hierbei Peru, Thailand, Vietnam, Malaysia und Südkorea) wurden besucht. Wie auch schon in der letzten Ausgabe finden freunde bunter Bilder die Möglichkeit, sich eben diese mittels QR-Code auf dem Blog des Gastbeitrages zusätzlich zu den schwarz-weißen Fotos im Heft zu Gemüte zu führen. Ebenso dürfen auch diesmal die Rezensionen am Ende des Heftes nicht fehlen. Ach ja, zu Beginn es Gastbeitrags gibt es eine kleine aber feine Retrospektive auf die neun vorangegangenen Ausgaben.

GAZZETTA ULTRA' - Ausgaben 5 bis 8
meines Wissens je 6,00 Euro - Kontakt: www.gazzetta-ultra.com
Vier Ausgaben der überregionalen französischen Ultrapostille liegen vor mir; schuld daran ist nicht nur meine (nun hoffentlich zurückliegende) Faulheit, sondern auch die Gemütlichkeit meines Tauschpartners aus dem Südwesten Frankreichs 😉 Während ich Diego Armando Maradona nie persönlich kennen lernen durfte (na ja, dafür kam ich mehrmals in den Genuss diesen Ausnahmekicker im Stadion zu bewundern), so wurde mir diese Freude mit dem "Titelhelden" von Ausgabe 6 (Maradona ziert übrigens die vorangegangene fünfte Ausgabe) bereits mehrfach zu teil... Neben unzähligen Interviews (unter anderem standen die Brigade Loire, die Gruppa Metz hinsichtlich der Freundschaft mit Trier, die Ultra Boys 1990, die Ultramarines Bordeaux zur Freundschaft mit der Schickeria, Oliver Pohle zum Bündnis zwischen den Ultras Rapid und dem Gate 13, die Ultimi Rimasti und die Merlus Ultras Rede und Antwort), gibt es Spielberichte, sowie massig Fotos aus Frankreich und dem Rest der Welt, Vorstellungen diverser Szenen und/oder Gruppen und vieles mehr. Mega geiles Heft!

Sonntag, 30. April 2023

29. April 2023 - SPG Prutz-Serfaus vs. Wacker Innsbruck 0:1

Nachdem ich zuletzt dem Heimspiel des FC Wacker Innsbruck gegen des SV Kirchbichl bewohnen durfte, sollte alsbald ein Auswärtsspiel der Grün-Schwarzen folgen; das Gastspiel bei der SPG Prutz-Serfaus kam da gerade recht, fehlte der Sportplatz Prutz doch noch in meiner Sammlung... Zusammen mit unserem Nesthäkchen machte ich mich voller Vorfreude (ein Vöglein hatte mir gezwitschert, dass auch fürs Auge etwas geboten würde - schade nur, dass besagtes Vöglein diesmal nicht vor Ort weilte) auf den Weg ins Tiroler Oberland. Da ich Ida die "Kirche im See" (die 1355 erbaute Pfarrkiche von Alt-Graun versank 1950 in den Fluten des Stausees) zeigen wollte, ließen wir Prutz erst einmal links liegen und steuerten noch schnell den knapp dreißig Kilometer entfernten Reschenpass an (wäre definitiv auch mal ein Ziel für einen längeren Aufenthalt, gibt es doch mit der Etschquelle, der Festung Nauders, sowie etliche weitere "Überbleibsel" der beiden "großen Kriege" - auch zum Wandern scheint die Ecke einiges zu bieten). Etwas erschrocken war ich über den extrem niedrigen Pegel des Ende der 1940er Jahre errichteten Stausees...
Zurück aber zum "Wesentlichen" und damit nach Prutz, wo wir rund zehn Minuten vor Anpfif des Spiel eintrafen. Die zahlreich mitgereisten Innsbrucker waren gerade damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen für die erste Choreographie des Tages abzuschließen... und so wurden zu Einlaufen der beiden Mannschaften die Freundschaft zwischen wacker unser. und der Curva Sud mittels Spruchband, großer Doppelhalter mit Initialen und Logos der beiden Gruppen, sowie farbigem Rauch in den Vereinsfarben des FC Wacker und des FC Obermais präsentiert. Leider ließ der böige Wind den Rauch nicht vollends zur Entfaltung kommen. Für das zweite optische Highlight des Tages waren die Jungs und Mädels aus dem Unterland verantwortlich. Unter dem Motto "Unterland High in the mountains" wurden massig überdimensionale "Genuss-mittel", grüne und schwarze Fahnen, etliche, von der Gruppe gern verwendete Logos und Slogans gezeigt. Untermalt wurde das Spektakel mit einer ordentlichen Portion an pyrotechnischen Erzeugnissen. Wow, mit einem derartigen "Feuerwerk" hatte ich vor dem Spiel wahrlich nicht gerechnet. Und auch in Sachen Tifo legten die Innsbrucker, unterstützt von ihren Freunden aus Obermais (wacker unser. wählte übrigens zur Anreise die Route Innsbruck, Brenner, Bozen und Meran, wo die Freunde der Curva Sud eingeladen wurden), einen mehr als überragenden Auftritt an den Tag, der in der 84. Minute mit dem Tor des Tages (und dem damit verbundenen Sieg gegen den Tabellenzweiten) belohnt wurde. Allein die Szenen nach dem Tor waren die Anreise wert! Nach dem Spiel feierten Fans und Mannschaft gemeinsam den überaus wichtigen Sieg, schaffte man es doch so, den Anschluss an die Spitzengruppe der Tiroler Liga zu halten. 
Auf dem Heimweg wurde noch ein kurzer Zwischenstopp im San Paolo (gerne hätte ich Eurer Einladung zum Release Aperitivo nachgekommen, aber im Nachhinein bin ich froh, dass ich mich für die Reise ins Tiroler Oberland entschieden hab) eingelegt. Alles in allem ein rundum gelungener Samstag...











Mittwoch, 29. März 2023

Als ich noch ein ganz kleiner Bub war...

...war ich im Herzen schon grün-schwarz, und so vergingen all die Jahre...

Damals als der FC Wacker (noch) FC Tirol Milch Innsbruck hieß, weilten wir Fantastic Supporters mehr oder weniger regelmäßig am altehrwürdigen Innsbrucker Tivoli (und auch das ein oder andere Auswärtsspiel der Tiroler wurde besucht). Erinnerungen an diese (zweifelsohne geile) Zeit wurden am vergangenen Freitag reichlich "herausgekramt"; sei es auf der An- und Abreise, während des Spiels oder bei den unzähligen Gesprächen in der Halbzeitpause, sowie nach dem Spiel. Und da ich gerne in Erinnerungen schwelge, hab ich mir heute mal den zweiten Sammelband des (PF)LÄSTERSTEIN aus dem proppenvollen Regal herausgenommen; zwischen dem 8. April 1998 und dem 30. Dezember 2000 findet der geneigte Leser achtzehn Berichte von Spielen der Innsbrucker. So weilten wir unter anderem mit einer Autobesatzung beim "Randalespiel" im Pokal gegen den Linzer ASK (unter dem Spiel flogen unter anderem die Sticks des Trommlers der VK in Richtung Spielfeld; nach dem Spiel Pflastersteine und Eisenstangen auf den Spielerbus der Linzer), erlebten das eine oder andere Westderby hautnah mit, sahen großartige Kurvenshows (wie beispielsweise die Choreographie gegen Sturm Graz im März 2000) und "zogen" vom alten Tivoli mit in die neue Heimat (vom ersten Heimspiel am 8. September 2000 gegen den SK Rapid ging es schnurstracks nach Bochum, wo wir am nächsten Tag gegen den Hamburger SV sang und klanglos mit null zu vier untergingen). Auch davor (zum ersten "direkten" Kontakt mit den Verrückten Köpfen kam es beim Westderby in Salzburg am 12. April 1995, als ich mt meinen damaligen Begleitern mehr oder weniger zufällig im Gästeblock landeten) und danach (ein Highlight war definitiv der Besuch des Heimspiels gegen Salzburg am 7. April 2001 nach unserem Gastspiel bei den Münchner Löwen) gab es etliche Besuche unsererseits beim FC Wacker Innsbruck (den offiziellen Namen hatte ich ja eingangs schon verwendet). Leider schliefen die Kontakte mit der Zeit mehr oder minder ein, so dass heute eigentlich nur noch ich in regelmäßigen Abständen in Richtung Innsbruck "pilgere" (glücklicherweise sind zu den alten Kontakten inzwischen etliche neue gekommen, denn irgendwie ist mir die Tivoli Nord über all die Jahre doch sehr ans Herz gewachsen; wohl nicht zuletzt, weil ich/wir hier gerade in den ersten Jahren viele Erfahrungen in punkto Ultrà sammeln konnte(n)/durfte(n) - Erfahrungen die sowohl mich als auch unsere Gruppe mitgeprägt haben).


Hier ein Auszug aus dem (PF)LÄSTERSTEIN Ausgabe 15 zum oben erwähnten Derby aus dem Jahr 2001:

28. Spieltag 1. Bundesliga am 07.04.2001
Olympiastadion München
TSV 1860 München vs. VfL Bochum 2:4

Bereits um kurz nach zwölf machte ich mich zusammen mit Nobber auf den Weg nach Oberwiesenfeld, schließlich hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, einen vernünftigen Fahnenplatz zu ergattern... Nachdem ich meine Aufgabe mit Bravour gemeistert hatte, machte wir es uns am nächsten Bierstand bequem... Den Klassenerhalt scheinen die meisten Bochumer bereits abgeschrieben zu hab, oder wie ist es sonst zu erklären, dass keine zweihundert Bochumer ihrer Mannschat bei diesem immens wichtigen Spiel den Rücken stärkten? Dafür war die Stimmung am heutigen Nachmittag ganz ordentlich, was wohl nicht zuletzt am starken Auftritt unserer Herren Profis lag. Nach neunzig Minuten war der zweite Auswärtssieg der laufenden Saison unter Dach und Fach.. Keine zwanzig Minuten später befanden wir... Ralf, Marco, Fabian und ich... uns bereits auf dem Weg nach Innsbruck, wo um halb acht das Westderby zwischen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg (man merkt, dass ich damals schon den "Traditionalisten" 'raushängen ließ) angepfiffen werden sollte...
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28. Spieltag max Bundesliga am 07.04.2021
Stadion Tivoli Neu Innsbruck
Wacker Innsbruck vs. Austria Salzburg 1:0

Obwohl Fabian dem Leihwagen ordentlich die Sporen gab, erreichten wir die neue Heimat des FC Tirol... äh... FC Wacker Innsbruck erst unmittelbar vor dem Anpfiff... Da wir einmal ums Stadion laufen mussten, um die bestellten Karten abzuholen, verpassten wir leider die Choreographie der Innsbrucker... nebst unzähliger bunter Luftballons präsentierten Verrückte Köpfe , Freaks und Wild Boys ein Transparent mit der Aufschrift "UNITED COLORS OF INNSBRUCK"... sowie das Intro der Salzburger... unter anderem hatten Union Ultrá und Tough Guys eine Blockfahne und violette Nebeltöpfe im Gepäck... Stimmungstechnisch blieben beide Seiten weit hinter den Erwartungen zurück. Vor allem von den sonst so sangesfreudigen Innsbruckern war ich ziemlich enttäuscht... Nach dreiundneunzig hart umkämpften Spielminuten konnten rund 17.000 Zuschauer den zweiten Derbysieg innerhalb von sechs Tagen feiern.. In der Halbzeitpause trafen wir übrigens auf Olga (unser ehemaliges Mitglied hatte seinerzeit die Farben Blau und Weiß gegen Grün, Schwarz und Rot eingetauscht, den Jungs und Mädels der Verrückten Köpfe irre Märchen aufgetischt - ich sag nur "jedes Spiel von Bochum nach Innsbruck" - aktuell fährt er die gleiche Schiene übrigens mit Eintracht Braunschweig... armer Irrer!), die... äh... der uns mit reichlich Materiale eindeckte... Nach dem Schlusspfiff wurden wir... Ralf, Marco und ich (Fabian musste sich leider in Richtung Heimat verabschieden)... von Olga zur Pinte der Verrückten Köpfe gelotst. Über den weiteren Verlauf des Abends hülle ich lieber den Mantel des Schweigens (heute, mit ein "paar" Jahren Abstand kann ich ja versuchen, die Highlights zusammenzufassen... unter anderem konnte ich unweit des Innsbrucker Hauptbahnhofes nur mit viel Glück eine kostenlose Übernachtung im Polizeipräsidium in letzter Sekunde abwenden; des weiteren durfte sich Sindbad - den Herren würde ich gern mal wieder sehen, soll ja inzwischen ordentlich Kariere gemacht haben - fortan über den ersten Pullover der Ultras Bochum freuen, von der späteren Party in der Iglu Bar ganz zu schweigen)...
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25. Spieltag Serie A Italien am 08.04.2001
Stadio Marc Antonio Bentegodi Verona
Hellas Verona vs. Juventus FC 0:1

Warum ich nur spärlich bekleidet... während Jeans und T-Shirt pitschnass waren, fehlte von meinem Pullover jede Spur (später stellte sich, wie bereits oben erwähnt heraus, dass ich Sindbad diesen im Vollsuff geschenkt hatte)... im Bad einer wildfremden Wohnung... wenig später stellte sich heraus, dass hier normalerweise einige Jungs und Mädels der Verrückten Köpfe wohnen... aufwachte, ist mir bis heute unbegreiflich... Laut Aussagen der Herren Schikora, Wächter und Giesche hatte ich am Vorabend die eine oder andere Turneinlage... unter anderem war von einem Salto mitten auf der Straße die Rede... zum besten gegeben... [...]

Montag, 27. März 2023

24. März 2023 - FC Wacker Innsbruck vs. SV Kirchbichl 1:1

Drei Jahre und zehn Monate (die wohl längste "Durststrecke" seit meinem ersten Besuch - damals noch am alten Tivoli - Anfang/Mitte der 90er Jahre) liegt mein letzter Besuch im Innsbrucker Tivoli Stadion zurück; damals gastierte der SV Mattersburg am letzten Spieltag der Bundesligasaison 2018/2019 beim FC Wacker... Seither ist verdammt viel Wasser den Inn hinuntergeflossen. Dem Abstieg nach nur einer Saison in der Beletage des österreichischen Fußballs folgten drei Spielzeiten in der zweiten Liga, ehe es für den (erneut) stark gebeutelten Traditionsverein (zwischenzeitlich drohte gar das endgültige "Aus" des  zehnfachen Österreichischen Meisters) hinunter in die Tiroler Liga (4. Liga) ging. Mit der doch etwas überraschenden Auflösung der Verrückten Köpfe '91 (eine Gruppe die nicht nur mich, sondern etliche Mitglieder der Fantastic Supporters, gerade in unseren ersten Jahren merklich geprägt hat - an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die vielen unvergesslichen Momente/Erlebnisse!) in der vergangenen Winterpause kam es auch in der Fanszene zu einem gravierenden Einschnitt... Allerhöchste Zeit, um endlich mal wieder die knapp zweihundert Kilometer auf mich zu nehmen!
Der Freitagnachmittagsverkehr hatte es einmal mehr in sich, so dass der eh schon relativ knapp bemessene "Puffer" bereits rund um München (zwischenzeitlich hätte ich mich ohrfeigen können, da ich mich gegen die Route über Garmisch und die eigentlich schnellere über Kufstein entschieden) mehr oder weniger aufgebraucht war. Letztendlich erreichten wir das Tivoli Stadion "pünktlich" zum Anpfiff; das Intro der Tivoli Nord sahen wir somit leider nur durch ein Einlasstor auf der Gegengeraden (und das beim "Vorbeisprinten"). Seit dem Abstieg in die Tiroler Liga wird an Spieltagen nur die Haupttribüne geöffnet, so dass die aktiven Gruppen der Nord notgedrungen in der Ecke zu ihrem eigentlichen Stammplatz ihren (vorübergehenden) Platz gefunden haben. Das Transparent, das zum Einlaufen der Spieler (garniert mit der einen oder anderen Bengale) präsentiert wurde, wurde wenig später auf der Nordtribüne befestigt, so dass wir es uns auch noch in Ruhe zu Gemühte führen konnten... DAS VECCHIO KUORE WIRD IMMER WEITERSCHLAGEN !¡! Während das Dargebotene auf dem Spielfeld über weite Strecken des Spiels eher als Magerkost bezeichnet werden muss (ein Sieg der Gastgeber gegen den Tabellenletzten wäre dennoch allemal drin gewesen), konnte der Innsbrucker Anhang von der ersten bis zu letzten Minute vollends überzeugen. Nachdem wir in der Halbzeitpause ein wenig mit Mike (vielen Dank für das Begrüßungskomitee 😉) gefachsimpelt hatten (und mit der aktuellen Ausgabe von "Die Stimme der Kurve" versorgt worden waren), zog es mich erst mal in den Innenraum, wo mir mit Jürgen ein weiterer "Fußballreisender" über den Weg lief. War schön auch mit Dir mal wieder ein paar Worte zu wechseln... Nach dem Spiel (der eigenen Mannschaft wurde nach dem Schlusspfiff noch vermittelt, was es heißt, das Trikot des FC Wacker zu tragen) verlagerte sich das Geschehen alsbald hinter die Haupttribüne, wo sowohl Unterland als auch wacker unser. seine Stände "errichtet" hatte. War schon geil, mit dem einen oder anderen Bekannten aus der "guten alten Zeit" mal wieder ein paar Worte zu wechseln (und gemeinsame Erinnerungen zu teilen); aber auch die Gespräche mit bis dato "unbekannten" Innsbruckern haben definitiv Spaß gemacht. Eins ist gewiss, bis zum nächsten Besuch im Tivoli Stadion wird es diesmal nicht wieder so lange dauern...



Stellen wir uns die Geschichte der Verrückten Köpfe als einen Teppich vor, der mit verschiedensten Mustern, Farben (außer violett) und unzähligen einzelnen Fäden in mannigfaltigsten Techniken der Webkunst gewebt wurde. Den Anfang machte ein seidener, roter Faden, der sich zu vielen dicken Fäden verwandelte. Und es kamen immer mehr Weber hinzu, der Teppich wurde breiter und bunter. Unter vielen Teppichen strahlte dieser besonders hervor. Es war ein Zauberteppich, wenn man über ihn schritt, betrat man eine andere Welt, verborgen und nicht jedem zugänglich, aber doch omnipräsent, strahlend, anstrengend, launisch und unberechenbar. Manchmal riss natürlich auch ein Faden, oder das Material ging einem der Weber aus. Der Teppich hält, aber die Maschen lösen sich auf und es entstehen Löcher. Und in einem Teppich, der sich ständig weiterwebt, Löcher zu stopfen, verschlingt bald mehr Material und Ressourcen, als für das Weiterweben benötigt wird. Wenn die letzten Teppichknüpfer sich aber nicht mehr in der Lage sehen, die Löcher zu stopfen, wird der Teppich ins Museum geschickt. Man kann ihn sich ansehen, aber ihn nicht mehr betreten. Die Erinnerungen aber bleiben.
Verrückte Köpfe Innsbruck '91

Freitag, 20. März 2020

Solidarität, Respekt, Freundschaft & Zusammenhalt...

...diese Werte zählen gerade in dieser schwierigen Zeit mehr denn je - nicht nur für uns Ultras! Der Fußball, der für viele von uns an erster Stelle (oder zumindest ganz weit oben) steht, spielt plötzlich keine Rolle mehr; wir sehen uns mit einer Situation konfrontiert, die wir uns wohl nicht vorstellen konnten...
Während (leider) eine nicht unbeachtliche Zahl unserer Mitmenschen den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen haben (oder für sich beschlossen haben, dass sie das Wohl ihrer Mitbürger nichts angeht), verbreitet sich Covid-19 in rasender Geschwindigkeit. Während es bei uns in Deutschland "nur" fünfundvierzig Todesfälle gibt, vermeldet Italien inzwischen mehr als dreieinhalbtausend Todesfälle im Zuge der "Coronavirus-Pandemie". Eine Zahl die mich einerseits fassungslos macht, andererseits aber auch unheimlich beunruhigt... wenn ich dann aber an die "Uneinsichtigen/Egoisten" denke, kommen unbändige Wut und Enttäuschung hinzu! Leute, bitte reißt Euch endlich alle zusammen und bleibt daheim - denn nur so werden wir eine Chance haben, die "Geschichte" mehr oder weniger glimpflich zu überstehen... es geht vielleicht nicht um Euer Leben, aber um das Eurer Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte mit Vorerkrankung oder schwachem Immunsystem - es geht darum, sein eigenes Ego aus SOLIDARITÄT mit den "Schwachen" hinten anzustellen!
In den letzten Tagen hat mich neben den erschreckenden Bildern aus Italien (jeder der mich kennt weiß, wie sehr mir dieses Land und seine Leute am Herzen liegen) die Mail eines überaus geschätzten Fanzinekollegen berührt.
In meiner engsten Familie gibt es drei Menschen, die zur Covid-19-Risikogruppe zählen. Der Jüngste ist vier Jahre alt und hängt gerade mal wieder mit Atemproblemen am Inhalator. Ansonsten spielt er gerne Lego und sorgt im Stadion für Lacher, wenn er Heim- und Gästeblock in „Dorfultras“ und „richtigen Ultras“ kategorisiert. Covid-19-Risikogruppe bedeutet, es wird potentiell eng. Und zwar an dem Punkt, an dem die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht mehr ausreichen um die neu angekommenen Notfälle zu versorgen. Dann muss ein Arzt oder eine Ärztin entscheiden, ob jemand behandelt wird und eine Überlebenschance zugestanden bekommt oder dem Tod geweiht wird. […]

Gerade wenn man selbst Kinder hat, sieht man das ganze Thema noch einmal anders - ja, man leidet irgendwie mit...

An dieser Stelle möchte ich aber auch ein paar positive Aspekte der Krise erwähnen. Landauf landab rufen Ultra-/Fangruppen zur Solidarität auf, sei es in punkto Nachbarschaftshilfe, Einkaufen für alte und schwache Mitmenschen oder wie aktuell in Innsbruck zur Unterstützung für ihre arg "gebeutelten" Freunde und Brüder in Bergamo (eben jene Stadt wird momentan derart von der Katastrophe "gebeutelt" wie keine zweite in Europa - die Militärfahrzeuge, die die Toten in Krematorien anderer Städte bringen, weil die eigenen bei weitem nicht mehr reichen, haben sich tief in meine Seele eingebrannt); eine Aktion, die ich hier gerne vorstellen möchte:

Abschließend möchte ich mich dem Dank vieler Ultrá-/Fangruppen für diejenigen anschließen, die momentan für unser aller Wohl bis an ihre Grenzen (und teils auch darüber hinaus) gehen - seien es die Leute in den Supermärkten und anderen Geschäften, die für unsere Versorgung verantwortlich sind, Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und alle Anderen, die für unser Wohlergehen kämpfen...
 DANKE FÜR EUREN UNERMÜDLICHEN EINSATZ!

Donnerstag, 25. Juli 2019

"Spiel gegen die Zeit"

Unter diesem Motto versucht der angeschlagene Traditionsverein FC Wacker Innsbruck Geld in die eher klamme Vereinskasse zu bekommen...

"Die Zeit ist der härteste Gegner der Welt. Sie rennt bis es vorbei ist. Durch den Abstieg in die 2. Liga ist das Budget des Traditionsvereins FC Wacker Innsbruck von knapp 7 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro eingebrochen. Aufgegeben wird jedoch nicht. Neue Positionierung. Förderung der Jugend. Durchdates Konzept, bei dem zuallererst am stabilen Fundament gearbeitet wird. Eine neue Ära beginnt. Und jeder Fußballfan kann seinen Teil dazu beitragen.
Eine Million Euro zusätzlich. So lautet. das Ziel. Gelingt dem FC Wacker Innsbruck, seinen Fans, Sympathisanten und Unterstützern die Zielerreichung, so kann der neue, junge Weg fortgesetzt werden. Dann lebt der Traditionsverein von 1913 gesund weiter. Dann dürfen die größten Optimisten ihren Traum vom Europacup in schwarz-grün weiterträumen.
Dann dürfen sich Fans anderer Teams auch in Zukunft auf Duelle mit dem 10-fachen österreichischen Meister, 7-fachen Cupsieger und Tiroler Traditionsverein freuen. Dann wurde die Spezies "junge Wackerianer" geschützt und für die Zukunft bewahrt. Aber es ist ein Spiel gegen die Zeit. Höchste Zeit sich für dieses Duell ein Ticket zu sichern.
Wird das Spiel mit 15.200 Zuschauern ausverkauft sein? Oder mehr?"

So lautet der Text auf der Seite Spiel gegen die Zeit die von den Verantwortlichen des FC Wacker ins Leben gerufen wurde.

Ich selbst hab vor zwei Wochen beim Kurt-Landauer-Turnier der Schickeria das erste Mal davon gehört, ein paar Tage später wurde ich von Mike mittels Challenge damit "so richtig" konfrontiert... Und da mir Traditionsverein im Allgemeinen und der FC Wacker Innsbruck, mit dessen Fanszene ich in all den Jahren mal mehr, mal weniger intensiv in Berührung gekommen bin respektive komme, im Besonderen sehr am Herzen liegen, war es für mich eine "Ehrensache" mich mit Tickets für das Europapokalspiel "anno irgendwann" gegen den VfL Bochum (ein bissl träumen wollen wir Bochumer auch) einzudecken...

In der Zwischenzeit haben auch die Ultras Rapid (unter dem Motto "BLOCK WEST HILFT WACKER INNSBRUCK" zum Kauf von "Gästetickets" aufgerufen, um ihren Teil dazu beizutragen, dass nicht ein weiterer österreichischer Traditionsverein in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Vielleicht wollt Ihr ja auch einen kleinen Beitrag (pro Ticket werden 20,00 Euro fällig) zum Erhalt des FC Wacker Innsbruck beitragen... TRADITION DARF NICHT STERBEN!

Ausführliche Informationen über den FC Wacker Innsbruck und dessen Fanszene findet Ihr übrigens in der aktuellen Ausgabe des (PF)LÄSTERSTEINS - noch sind einige Exemplare erhältlich!



Donnerstag, 4. Juli 2019

Haching, Innsbruck, Verona... ein eher unspektakuläres Wochenende anno 2001

Keine Ahnung, warum ich gerade über diese Wochenende gestolpert bin - liegt vielleicht daran, dass der ein oder andere ehemalige/ältere Bochumer Ultra aktuell in der "Kiste der Erinnerung" wühlt...

24. Spieltag 1. Bundesliga am 03.03.2001
Sportpark Unterhaching
SpVgg Unterhaching vs. VfL Bochum 2:1

Mit der S-Bahn zum Auswärtsspiel... Relativ früh machte ich mich zusammen mit Nils auf den Weg nach Unterhaching. Am Ostbahnhof verließen wir die S-Bahn... obwohl diese weiter nach Unterhaching fuhr... um im Augustinerstüberl noch schnell das eine oder andere Bierchen zu trinken... Knapp zwei Stunden später standen wir bereits im überfüllten... äh... in meine natürlich im gähnend leeren Gästeblock des Unterhachinger Sportparks. Lediglich eine Handvoll Bekannter konnte zu dieser frühen Stunde - bis zum Anpfiff waren es zu diesem Zeitpunkt noch eineinhalb Stunden - begrüßt werden, während wir auf die Zugfahrer noch ein wenig warten mussten... Irgendwie scheint bei uns die Luft raus zu sein, oder warum fanden sich nur knapp zweihundert Bochumer im Münchner Süden ein, um ihre Mannschaft bei diesem immens wichtigen Spiel den Rücken zu stärken... Obwohl die Bochumer das Geschehen auf dem Rasen über weite Strecken des Spiels klar beherrschten... was man von uns nicht gerade behaupten kann... standen wir letztendlich wieder einmal mit leeren Händen da. Tja, wer selbst hundertprozentige Chancen vergibt, braucht sich nicht zu wundern... Unmittelbar nach dem Schlusspfiff machte ich mich zusammen mit Peter, Franzi und Welli auf den Weg nach Innsbruck...

23. Spieltag Bundesliga Österreich am 03.03.2001
Stadion Tivoli Neu Innsbruck
Wacker Innsbruck vs. Schwarz-Weiß Bregenz 4:1

Nach relativ kurzweiliger Fahrt... dank diverser Alkoholika besserte sich mein Gemütszustand langsam wieder... erreichten wir die Olympiastadt von 1964 und 1976 knapp zwanzig Minuten vor Beginn des Spiels. Schnell noch die bestellten Karten abgeholt, und schon befanden wir uns auf der Haupttribüne des neuen Tivoli Stadions... Unmittelbar nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, pfiff der Schiedsrichter das Spiel an... Sie Stimmung auf der überaus gut gefüllten Nordtribüne war am heutigen Abend überaus gut, was wohl nicht zuletzt an der überragenden Leistung der eigenen Mannschaft lag. Von den knapp hundert mitgereisten Gästen war hingegen so gut wie nichts zu hören... Mitte der zweiten Halbzeit teilten die Verrückten Köpfe ihren Widersachern auf der Südtribüne mit, dass sie von der nicht gerade fairen Aktion... von zwanzig Bregenzern gegen vier Innsbrucker war die Rede... einiger Schweizer... äh... Vorarlberger beim Hallenturnier im Januar nicht sonderlich begeistert waren. Ferner versprachen sie den Bregenzern einen heißen Tanz nach dem Schlusspfiff... Da wir dem neuen Tivoli Stadion unmittelbar nach dem Schlusspfiff den Rücken kehrten, kann ich euch leider nicht berichten, ob die Innsbrucker ihr Versprechen gehalten haben... Da sich unsere Mägen langsam zu Wort meldeten... hallo in bin dein Magen... machten wir uns unmittelbar nach der deutsch-österreichischen Grenze auf Nahrungssuche. Zehn Minuten später saßen wir in einer echt urigen Pizzeria... Um kurz nach elf ging es dann weiter nach Hebertshausen, wo wir den Abend bei einem kühlen Bierchen ausklingen ließen...

21. Spieltag Serie A Italien am 04.03.2001
Stadio Marc Antonio Bentegodi Verona
Hellas Verona vs. Atalanta Bergamo 2:1

Um kurz nach acht quälte ich mich aus dem kuscheligen Bett... äh... erhob ich mich vom Sofa... mein Bett hatte ich ja Peter und Franzi zu Verfügung gestellt.. und zwanzig Minuten später befand ich mich bereits auf dem Weg nach Ampermoching, wo mich Nobber bereits sehnsüchtig erwartete... Knapp sechs Stunden später parkte ich mein Spaßmobil in unmittelbarer Nähe der Veroneser Arena. Bei frühlingshaften Temperaturen... in der Sonne hatte es nachmittags bestimmt achtzehn Grad... streiften wir ein wenig durch die Innenstadt Veronas, ehe wir uns auf den Weg zum Stadio Marc Antonio Bentegodi machten. Nachdem wir die bestellten Karten abgeholt hatten, machten wir es uns in einer Kneipe hinter der Curva Sud bequem. Unglaublich, was sich hier für Gestalten herumtrieben... Irgendwann verzogen wir uns dann auf die Haupttribüne des WM-Stadions von 1990... Etwa 22.000 Zuschauer wollten sich das heutige Spiel nicht entgehen lassen, darunter etwa1.500 Gäste aus Bergamo... Zum Einlaufen der beiden Mannschaften präsentierten BNA, WKA & Co. lediglich ein paar Doppelhalter, sowie drei oder vier Bengalen. In der Curva Sud hing einzig ein Transparent mit der Aufschrift "SOLI CONTRO TUTTI"... "ALLEIN GEGEN ALLE"... womit die eher rechtslastige Kurve wohl zum Ausdruck bringen wollte, dass sie ihren eingeschlagenen Kurs auch gegen den Willen anderer fortsetzen will... In den Medien war die Curva Sud in den letzten Wochen immer mehr in die Schusslinie geraten, nachdem Giambattista Pastorello, seines Zeichens Präsident von Hellas Verona, öffentlich bekannt gegeben hatte, dass eine Verpflichtung des Kameruner Patrick Mboma nicht möglich wäre, da der Hellasanhang einen schwarzen Spieler nicht dulden würde... Obwohl die Gäste den Veronesi ebenbürtig waren, blieben die drei Punkte letztendlich in Verona, was die Heimfans gebührend zu feiern wussten. Überhaupt war die Stimmung auf beiden Seiten die kompletten neunzig Minuten über ganz ordentlich... Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Carabinieri ihren großen Auftritt. Nachdem es im Gästeblock zu einigen Pöbeleien gegen die Staatsdiener gekommen war, stürmten diese den Block, woraufhin es zu einem fast zehnminütigen Austausch von Nettigkeiten kam... Nach dem Schlusspfiff kehrten wir dem Stadio Marc Antonio Bentegodi alsbald den Rücken, schließlich wollten wir nicht all zu lange im Abfahrtsstau stehen... Bis auf einen kleinen Zwischenstopp in Kiefersfelden, wo wir die gestern entdeckte Pizzeria ansteuerten, verlief die Rückfahrt ebenso unspektakulär wie die Hinfahrt...

Sonntag, 6. Januar 2019

Tirol im August 2018...

Vor die Arbeit wieder ruft, noch schnell einen Blick zurück in den August des vergangenen Jahres - ursprünglich schaute die Tagesplanung für den 18. August 2018 wie folgt aus: 12:00 Uhr TSV Fulpmes Reserve vs. SV Fritzens Reserve, 15:00 FC Natters vs. SV Telfs, 17:00 FC Wacker Innsbruck vs. SKN Sankt Pölten und 19:15 FC Vomp Reserve vs. SV Weerberg Reserve... aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Aus unerfindlichen Gründen kam ich nicht wirklich in die Pötte - gemütlich nen Kaffee trinken auf dem Balkon, schnell noch ein zwei weitere Seiten in einem der unzähligen Fanzines... Letztendlich machte ich mich erst um kurz nach elf auf den Weg in Richtung Tirol, womit das erste Spiel des Tages nicht mehr im Bereich des Machbaren lag - na ja, in Fulpmes wird bestimmt noch öfter gespielt... 

3. Spieltag Tiroler Liga am 18.08.2018
Sportplatz Natters
FC Natters vs. SV Telfs 3:2

Da ich unterwegs noch einen kurzen Stopp am Walchensee eingelegt hatte, erreichte ich den Sportplatz Natters erst drei Minuten vor dem Anpfiff. Der Aufsteiger in die Tiroler Liga verfügt über eine kleine überdachte "Tribüne" auf einer der Geraden, sowie eine sehr individuelle "Sitzecke", auf der ich mich dann auch niederlies. In einem äußerst kampfbetonten Spiel konnten sich die Gastgeber knapp aber verdient mit drei zu zwei gegen den SV Telfs durchsetzen. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff saß ich schon wieder im Auto, schließlich sollte das Spiel zwischen dem FC Wacker und dem SKN Sankt Pölten bereits vierzehn Minuten später angepfiffen werden...

4. Spieltag Bundesliga am 18.08.2018
Tivolistadion Innsbruck
FC Wacker Innsbruck vs. SKN Sankt Pölten 0:2

Letztendlich sollte es - dank Glück bei der Parkplatzsuche - eine Punktlandung werden. Exakt 4.321 Zuschauer hatten sich bei sommerlichen Temperaturen im Tivolstadion eingefunden. Während mich die gerade einmal zweiunddreißig Gäste rund um die Wolfbrigade nicht weiter verwunderten, war ich doch ob der nur spärlich gefüllten Nordtribüne doch ein wenig enttäuscht. Nach dem Aufstieg hatte ich ehrlich gesagt mit deutlich größerem Zulauf/Interesse gerechnet. Apropos Aufstieg - seit der Rückkehr in die Bundesliga hat man auf der Nord zwei Vorsängerpodeste im unteren Bereich installiert, um den Tifo künftig noch besser zu koordinieren... Stimmungstechnisch hat mir der Innsbrucker Anhang an jenem Samstag trotz (oder gerade aufgrund) der schwachen Resonanz durchaus begeistert, und das, obwohl die eigenen Mannschaft das Spiel trotz bester Chancen verlor - sehr zur Freude der mitgereisten Gäste... Nach dem Spiel wollte ich ja, wie eingangs erwähnt, sofort weiter nach Vomp, aber "leider" lief mir Mike hinter der Nord über den Weg. "Kimmscht no kurz mit zum Container?" - na ja, so wurde aus "dann halt (ausnahmsweise) nur eine Halbzeit" schnell "für a Halbzeit fahr i ned nach Vomp"... Dafür wurde in den nächsten zwei Stunden mit den anwesenden Bekannten (respektive nun neuen Bekannten) über Gott und die Welt geplaudert - doof nur, dass ich noch fahren musste...

Eine Woche zuvor weilte ich übrigens ebenfalls bei unseren Tiroler Nachbarn... Nachdem ich mit unserer Kleinen nachmittags auf dem Unterberghorn in Kössen weilte (puh, meine Oberschenkel waren zehn Tage nach dem Abstieg immer noch lädiert) - alternativ wäre auch ein Besuch beim FC Kössen möglich gewesen, aber irgendwie siegte das Gipfelfieber (und außerdem wollte ich ja zusammen mit Sebi die Kaiserwinkel Arena "kreuzen"), ging es am späten Nachmittag nach Münster, wo der SV Münster nicht nur auf den SV Langkampfen traf, sondern ich mich auch mit Sammy verabredet hatte. Der Sportplatz des SV Münster verfügt über eine durchwegs nette Tribüne - unten die Kabinen, oben Sitzplätze und Kantine... kann definitiv was"! Das Nachbarschaftsduell konnten die Münsteraner klar mit drei zu null für sich entscheiden; sehr zur Freude der heimischen Fans (die sehr irgendwie wie ein Abklatsch der Innsbrucker Nordtribüne wirkte). Nach dem Spiel ging es noch auf nen "Sprung" (na ja, letztendlich waren es fast drei Stunden - aber wenn die Mädels so schön miteinander spielen, können die Väter besten Gewissens über die "gute alte Zeit" plaudern) mit zu Sammy, ehe es via Achen- und Tegernsee wieder heimwärts ging...