Sonntag, 27. Oktober 2019

26. Oktober 2019 - FC Bayern vs. Union Berlin 2:1

Irgendwie war es eine Woche zum Vergessen - Pleiten, Pech und Pannen... So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich erst auf dem letzten Drücker in der Fröttmaninger Arena eintrudelte (trudeln ist gut; vielmehr war es ein gepflegter Sprint von der U-Bahn aus, schließlich wollte ich nix verpassen)...
Union Berlin, mit ordentlich Fans im Gepäck, war wohl für viele Münchner ein mehr oder weniger unbeschriebenes Blatt (1993 trafen die beiden ersten Mannschaften im Rahmen eines Freundschaftsspiels in der Alten Försterei aufeinander; die Wege der Bayern Amateure kreuzten sich in der Saison 2008/2009 mit den Eisernen), während das für mich als Bochumer ein wenig anders ausschaut - viele gute Erinnerung an die Spiele gegen die Köpenicker hab ich allerdings nicht! Genug der einleitenden Worte - kommen wir zum "Hier und Jetzt"... Der Gästeblock - unter Führung des Wuhlesyndikat - zeigte einen durchaus ansprechenden Auftritt, riss aber leider viel zu selten die oft zitierten Bäume aus! Sorry, aber da war der Auftritt des Westberliner Lokalrivalen am ersten Spieltag deutlich besser... Die Münchner Südkurve legte in der ersten Halbzeit los wie die Feuerwehr (das hat richtig Bock gemacht!) - konnte das hohe Niveau aber nach dem Seitenwechsel nicht halten... Apropos Seitenwechsel; nach eben jenem zeigte die Schickeria anlässlich des zwanzigjährigen Bestehen der Ultras Bochum eine kleine aber überaus feine Choreographie - VIELEN DANK BRÜDER! Wieder einer der Momente, in denen mich meine Gefühle zu übermannen drohten... Was wäre das Leben nur ohne Fußball und Freundschaften? Über das Geschehen auf dem Rasen verliere ich jetzt keine großen Worte - das Ergebnis hat gestimmt; über alles andere kräht heute schon kein Hahn mehr...

Dienstag, 15. Oktober 2019

ZWANZIG JAHRE ULTRAS BOCHUM - Ultras für immer!

Unglaublich, aber wahr, zwanzig Jahre sind seit der Gründung der Ultras Bochum inzwischen vergangen. Aus dem Wunsch, die Kräfte der bis dato bestehenden Gruppen zu bündeln, sowie bis dato Gruppenlosen "eine neue Heimat zu geben" hatte die erste Generation die Ultras Bochum in einem "schleichenden" Prozess Ende 1999 ins Leben gerufen.
So die einleitenden Worte aus dem Geschenk der ersten Generation der Ultras Bochum an die aktuelle Generation (und natürlich auch an uns selbst). Nachdem die Erlebnisse des vergangenen Wochenende ein wenig "gesackt" sind, versuche ich meine Eindrücke kurz und bündig hier wieder zu geben... Für mich ging es in aller Herrgottsfrüh los - 5:15 Abfahrt zu Hause; 6:00 Abfahrt der beiden Münchner (Ultrà)Busse - harte Kost für einen "alten Mann". Während ich mich noch auf den Weg in den Pott befand, traf sich schon ein Großteil meiner Generation am Dorfbrunnen (wer kennt den bitte nicht?), ehe es nach einem "Begrüßungstrunk" weiter zum Schnitzelessen ins Paulaner ging. Als sich die "Alten" langsam aber sicher auf dem Weg zum "Raum" machten, traf auch ich endlich in der "heiligen Stadt" ein... Am Container des Fanprojekts (oh mein Gott, wie viele Stunden haben wir seinerzeit dort verbracht) war ich endlich mit den Jungs (und dem Mädel - wo waren die anderen "Females"?) vereint - drücken hier, drücken da... die erste Träne musste ich verdrücken! Weiter ging es zur Sede, wo wir stilecht mit ner fetten blauen Rauchdose "einliefen" (gesangstechnisch war's eher schwach)… Wieder galt es unzählige Leute (ich kam mit dem ein oder anderen Jungen, den Nachzüglern meiner Generation und den Freunden aus Bologna noch ganz gut weg - mit den rund hundertvierzig Münchner war ich ja gemeinsam angereist) zu begrüßen, den erneut aufkommenden Emontionsausbrüchen begegnete ich gekonnt mit dem einen oder anderen Fiege. Um 18:00 zog der Tross stilecht im Corteo (untermalt mit ordentlich Pyrotechnik und Gesängen) weiter zum Ruhrstadion, wo nicht nur das ein oder andere Erinnerungsfoto geschossen werden sollte, sondern auch VfL-Legende Ata Lameck (der übrigens den Tiger Hermann Gerland im "Schlepptau" hatte) mittels Spruchband geehrt werden sollte; Spruchbänder gab es zudem für zwei inhaftierte Brüder aus Bologna, sowie für ein frisch vermähltes Paar aus Reihen der aktuellen UB-Generation... Natürlich erleuchteten auch hier wieder unzählige Fackeln unsere Kurve! Nicht nur ich, sondern etliche Leute um mich herum (egal ob alt oder jung) wurden von ihren Emotionen übermannt... der eine oder andere "Alte" bekundete gar, durch das Erlebte wieder "Blut geleckt" zu haben - wäre natürlich ne feine Sache! Nach dem man das heilige Ruhrstadion verlassen hatte, ging es mittels Shuttlebus weiter zur Partylocation, wo erst einmal ein wenig gechillt, getrunken und geratscht wurde, ehe der offizielle Teil des Abends folgen sollte. Nach einer kurzen Ansprache erfolgte die - bei solchen Anlässen obligatorische (und immer wieder schöne/emotionale) - Geschenkübergabe der/an die anwesenden Freunde und der Gruppe nahestehenden Gruppen/Fanclubs der eigenen Szene; natürlich wurden hierbei auch die Freundschaften zu Bologna und dem FC Bayern (das bevorstehende Pokalspiel im Ruhrstadion sorgte für einige lieb gemeinte Sticheleien) ausgiebig gefeiert. Zu guter Letzt durfte die erste Generation den "Jungen" ihr Geschenk überreichen und ein paar Worte an "Alt und Jung" richten... für mich wieder ein Moment, an dem mir meine Gesichtszüge zu entgleiten drohten... Anschließend stärkte sich die anwesende Meute stilecht mit Currywurst, ehe man endgültig auf Partymodus umstellte. Während eine nicht geringe Anzahl wohl bis in die frühen Morgenstunden feierte, hieß es für mich (und die Münchner) gegen drei oder halb vier wieder Abschied nehmen... WAS FÜR EIN TAG!
Bleibt nur noch, mich bei den "Roten" fürs Asyl in einem ihrer Busse, bei meiner Generation für das, was wir einst gemeinsam geschaffen haben, sowie die vielen schönen Erinnerungen, und zu guter Letzt bei der aktuellen Generation, die das Feuer (hoffentlich noch lange) weiter trägt; vielen Dank Euch natürlich auch für die Organisation dieses wahrlich unvergesslichen Tages!
ULTRAS BOCHUM - EIN LEBEN LANG!

Sonntag, 22. September 2019

Sommerurlaub genutzt, um den Fanzinestapel "abzuarbeiten"...

Irgendwie steckte die letzten Wochen bei mir der Wurm drin - totale Kopfblockade was meine "literarischen" Projekte betrifft... auf dem Schreibtisch stapelten sich Texte, Fotos, Konzepte; umsetzen konnte ich nichts davon! Da kam die knapp zweiwöchige (Zwangs)Auszeit - "getarnt" als Familienurlaub - gerade recht, um den Kopf mal wieder frei zu bekommen... Da sich zuletzt auch wieder der "Fanzinestapel" zu türmen begonnen hatte, nutzte ich so manche freie Minute (da ich der einzige Frühaufsteher in der Familie bin, kamen etliche Stunden zusammen), um mal wieder in Ruhe zu lesen...



AUSLANDSJOURNAL Ausgabe 15 - 5,00 Euro
Auf über zweihundert Seiten gibt es auch diesmal die "geballte Ladung" Groundhopping; besucht wurden unter anderem die Weltmeisterschaft 2018 in Russland, etliche Spiele auf dem Balkan, sowie in Polen (nach wie vor das meistbesuchte Land), Australien, Guadeloupe, Israel, Italien (ja, da schlägt mein Herz nach wie vor höher), das eine oder andere europäische Derby,... Alles in allem eine durchaus gelungene Mischung aus Fußball, Reisen und Fankultur aus sage und schreibe vierzig Ländern. Ach ja, fast hätte ich es vergessen, die ausführlichen Fanzinerezensionen positiv zu erwähnen!
Format: etwas kleiner als A5 - s/w (Einband sowie zehn Seiten farbig)
Seiten: 206 Seiten (wenn ich mich nicht verzählt habe)
Kontakt: aj-fanzine@freenet.de
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BALLESTERER Ausgabe 143 - 5,90 Euro (in Deutschland 6,90 Euro)
Titelthema ist diesmal "Die Bundesliga in Europa"; unter anderem mit Rückblicken auf die großen Spiele Österreichischer Mannschaften (Everton vs. Rapid, Inter vs. Austria Salzburg, Paris vs. Rapid). Des Weiteren gibt es ein interessantes Interview zur staatlichen Förderung/Entwicklung des Fußballs in China, einen lesenswerten Text von Domenico Mungo zum Thema Ultras und Musik, ein Interview mit Krassimir Balakow, Berichte über den Aufstieg des Arbeiterklassevereins Waldhof Mannheim (inklusive des Siegs über den DFB) und die Folgen des Gastspiels der Dresdner in Karlsruhe anno 2017 (SOKO Karlsruhe!), einen fotographischen Blick ins Museum des FC Sankt Pauli, Spielberichte und vieles mehr.
Format: A4 - farbig
Seiten: 84 Seiten
Kontakt: www.ballesterer.at
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BASCH Ausgabe 125 - 3,00 Euro
Neue Saison - neues Basch! Wie gehabt gibt es Berichte der letzten Spiele (diesmal Heerenveen (A), Bielefeld (A), Fürth (H) und Lübeck (A)), den sportlichen Ausblick, Freundschaftsbesuche bei Atalanta Bergamo (Finale Coppa Italia), Sampdoria und Standard Liège, die Rubrik "Kenne deinen Feind", sowie Streetart. Hinzu kommen diesmal Rückblicke auf etliche Fußballturniere (United As One Cup der Infamous Youth, Kurt-Landauer-Turnier der Schickeria, Südkurvencup der Ultrà Sankt Pauli und Antira Prag), die Gedenkstättenfahrt nach Amsterdam, Sankt Pauli international (East River Pirates - New York). Alles in Allem ne gute und bunte Mischung - ich freu mich jetzt schon auf die nächste Ausgabe...
Format: A5 - farbig
Seiten: 88 Seiten
Kontakt: basch@ultra-stpauli.de
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BLICK ÜBER DEN LAHMANNHÜGEL Ausgabe 16 - 1,50 Euro
Neben den Spielen der Arminia aus Hannover berichten die Macher des Heftes über ihre Besuche bei einundsiebzig weiteren Spielen in neun Ländern, wobei der Schwerpunkt im Ausland eindeutig in den Niederlanden und Belgien liegt. Freunde von Heft- und Buchrezensionen möchte ich an dieser Stelle die Homepage (www.lahmannhuegel.de) des Blick über den Lahmannhügel ans Herz legen! 
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 76 Seiten
Kontakt: kontakt@lahmannhuegel.de
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BRÜCKENGÄNGER Ausgabe 1 - 3,50 Euro
Ein neues Heft trudelte aus Osnabrück bei mir ein... Neben allen Pflichtspielen des Zweitligaaufsteigers gibt es Groundhopping aus dreizehn Ländern (Niederlande, Belgien, Gibraltar, Portugal, England, Deutschland, Spanien - inklusive dem El Clásico zwischen Barca und Real, Schottland, Marokko, Lichtenstein, Tschechien, Malta, Polen und Kroatien... zählt man Deutschland mit, sind es sogar vierzehn Länder). Dazu gibt es noch ein Interview mit einem rumänischen Groundhopper. Sauberes Layout, sowie eine durchwegs kurzweilige "Schreibe" machen Freude auf mehr!
Format: A5 - farbig
Seiten: 174 Seiten
Kontakt: brueckengaengeros@gmail.com
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GESPRÄCH MIT DEM BETRUNKENEN Ausgabe 14 - 2,50 Euro
Fußball, die beste Möglichkeit den Sorgen und Ängsten des Alltags zu entfliehen - ja, auch ich bin/war froh, den Freund Fußball auf meiner Seite zu wissen, wenn/als es bei mir im "normalen" Leben nicht so rund lief/läuft... "Frau weg, Fußballverein weg und nach fast fünf Jahren endet auch noch die lockere Zeit des Bachelor-Studiums." Um all dem zu entfliehen berichtet Christopher überaus kurzweilig von vierundachtzig Sportveranstaltungen (neben König Fußball fanden Handball, Wasserball, Baseball, Eishockey und Volleyball den Weg ins Heft) in zwölf Ländern (Highlights in meinen Augen die Berichte aus Nordmazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine).
Format: A5 - s/w (Einband außen und innen farbig)
Seiten: 80 Seiten
Kontakt: betrunkenesfanzine@freenet.de
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GLI UBRIACHI DIE BERAUSCHTEN - 5,00 Euro
Ein Fanzine im "comicstyle"? Darunter konnte ich mir ehrlich gesagt wenig bis nichts vorstellen, als mir ein Bekannter aus Bremen das Heft ankündigte... "Berichtet" wird von vier Bremer Spielen der vergangenen Saison - Werder vs. Schalke, Werder vs. Bayern, Hoffenheim vs. Werder und Werder vs. Leipzig. Echt geil gemalte Bilder; zudem kurze Texte, die einen gewissen Charme versprühen... Absolutes Highlight sind die zwei "Ganzkörpertätowierten". Fazit: Als Fanzineliebhaber MUSS man diesen Exoten in der Sammlung haben!

Format: A5 - farbig (wobei grün definitiv die Hauptfarbe ist!)
Seiten: 36 Seiten

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GROBER SCHNITZER Ausgabe 14 - 3,00 Euro
Eines der Hefte, die bei mir definitiv nicht lange ungelesen rumliegen - kurzweilige, informative Berichte rund um den SV Werder Bremen und von Touren durch aller Herren Länder (Tschechien, Slowakei, Niederlande, Indonesien, Südafrika, Namibia, England, Schweiz, Italien, Dänemark, Belgien, Moldawien und Polen), verpackt in ein klasse Layout. On top gibt es diesmal Kurzinterviews mit Ultras und Fans von Nürnberg, Göttingen, Mainz, Union Berlin, Ideale Bari und Sheriff Tiraspol... absolute Kaufempfehlung!
Format: A5 - farbig
Seiten: 128 Seiten
Kontakt: groberschnitzer@mail.de
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GROUNDHOPPER WUPPERTAL Ausgabe 38 - 3,50 Euro
Schlag auf Schlag geht es im Hause "Groundhopper Wuppertal" - gerade mal drei Monate sind seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe vergangen, da flattert schon wieder ein hundertvierundzwanzig Seiten starkes Heft bei mir ein... Wie gehabt gibt es alles Wissenswerte rund um die Spiele des Wuppertaler SV, sowie Groundhopping en masse. Der Bericht über die 1. Wuppertaler Fanzine-Lesung zog beim ersten Durchblättern mein Interesse an sich, konnte aber letztendlich nicht vollends überzeugen; gerne hätte ich mehr über die einzelnen Hefte und die Protagonisten dahinter erfahren.
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 124 Seiten
Kontakt: wuppsteff@gmx.de
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OP JÖCK Ausgabe 5 - 5,00 Euro
Im "gewohnten Gewand" berichtet die OP JÖCK-Redaktion von ihren Erlebnissen rund um die Spiele des 1.FC Köln (alle Spiele der Profis, sowie etliche der Amateure aus der Rückrunde der Saison 2018/2019) ebenso kurzweilig (und zugleich informativ), wie auch von ihren Fußballtouren im In- und Ausland (überaus interessant fand ich eben jene nach Malaysia und Singapur, sowie die nach Georgien und Armenien). Meiner Meinung nach ein Heft, dass sich trotz seiner "Jugend" (naja, immerhin sind wir inzwischen schon bei Ausgabe Nummer fünf angelangt) bereits fest auf dem deutschen Zinemarkt etabliert hat, und auf keinen Fall in einer gut sortierten Sammlung fehlen darf.
Format: A5 - farbig
Seiten: 140 Seiten
Kontakt: tuennesundschaelopjoeckgmail.com
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PARANOID Ausgabe 14 - 5,00 Euro
Während der Traditionsverein aus der Pfalz seine Talfahrt kontinuierlich fortsetzt, bleibt das Paranoid des Pfalz Inferno auch weiterhin erstklassig! Locker-flockige Schreibe, fetziges Layout, viele Infos - was will man mehr? Auf Hundertzwanzig farbigen Seiten erfährt der geneigte Leser alles über die Rückrunde der Saison 2018/2019 (teilweise auch aus Sicht der jeweiligen Gegner). Dazu gibt es einen ausführlichen Bericht vom Wintertrainingslager in Andalusien, einen Rückblick auf die Besuche bei den Freunden der Schwaben Kompanie Stuttgart, einen Blick hinter die (Gruppen)Kulissen, Saisonrückblicke der Fanszene, Weltmeisterschaft in Russland, die Geschichte der Pfalzwerke und einen (kritischen) Rückblick auf ein Jahr 1.FC Kaiserslautern GmbH&Co.KGaA.
Format: A5 - farbig
Seiten: 120 Seiten
Kontakt: paranoid@pfalz-inferno.com
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STRFZG Ausgabe 5 - 4,00 Euro
In der fünften Ausgabe des STRFZG gibt es Spielberichte aus Tschechien, Deutschland, Polen, Österreich, Mazedonien... ups… inzwischen heißt es ja offiziell Nordmazedonien, dem Kosovo, der Schweiz, Italien, Slowenien und der Slowakei. Des Weiteren beschäftigt man sich mit Ultras beim Handball, der (berühmt-berüchtigten) Hopperkasse, Streetart in Dresden, sowie Graffiti in Bern. Alles in Allem 'ne durchaus gelungene Mischung. 
Format: A5 - farbig
Seiten: 80 Seiten
Kontakt: strfzg@web.de
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TO GET AWAY FROM IT ALL Ausgabe 1 - 4,50 Euro
Eine weitere Neuerscheinung kommt aus Heidelberg, wobei man sagen muss, dass der Herzensverein des Herausgebers Hannover 96 ist. Neben dem einen oder anderen Spiel der Niedersachsen gibt es ordentlich Groundhopping; besucht wurden achtundsiebzig Spiele in fünfzehn Ländern - von den Niederungen des baden-württembergischen Fußball bis zum Belgrader Derby ist für Jeden was dabei (ich persönlich erfreute mich natürlich insbesondere der fünf Spielbesuche in bella Italia). 
Format: A5 - farbig
Seiten: 186 Seiten
Kontakt: togetawayfromitall@web.de
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TRESPASS Ausgabe 5 - 5,00 Euro
Stolze 280 Seiten umfasst die fünfte Ausgabe des Trespass. Besucht wurden sechsundsiebzig Spiele in zwanzig Länder; neben "Standartkost" aus Portugal, England, Tschechien, Nordirland, Italien, Albanien, Schottland, Frankreich, Deutschland, Serbien, Mazedonien, Andora und Ungarn gibt es "Exotisches" aus Bahrain, Kuwait, Ruanda, Kenia, den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, dem Libanon (mit massig geilen Fotos von Land und Leuten - gerade das will ich sehen!). Hut ab, geile "Scheiße"!
Format: A5 - farbig
Seiten: 280 Seiten
Kontakt: trespass-zine@gmx.de
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ULTRASCHALL Sonderausgabe zum Saisonstart 2019/20 - freiwillige Spende
Zum zweiten Mal lag eine Sonderausgabe des Infozine der Badkurve Plauen auf meinem Schreibtisch. Wie gehabt gibt es einen Rückblick auf die vergangene Spielzeit (in einer derartigen "Graupenliga" Woche für Woche seine Mannschaft lautstark und farbenfroh zu unterstützen gebührt meiner vollsten Anerkennung), ergänzt durch Gastberichte der "hoppenden Zunft", sowie einen Ausblick auf die neue Saison (inklusive Vorstellung der neuen Gegner). Darüber hinaus gibt es einen Nachruf für ein verstorbenes Mitglied der Badkurve,  einen Rückblick auf zehn Jahre Fanprojekt Plauen, kontroverse Meinungen hinsichtlich der sportlichen Entwicklung des Vereins, einen Blick in die Vergangenheit (unter anderem mit einem Bericht vom Gastspiel in Jena aus dem Blickfang Ost) und vieles mehr.
Format: A5 - farbig
Seiten: 72 Seiten
Kontakt: block-f@web.de
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UND NU? Ausgabe 2 - 4,00 Euro
Weiter geht es mit dem UND NU? aus Münster. Neben unzähligen "locker flockigen" Spielberichten aus aller Herren Länder (Lettland, Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Niederlande, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Israel, Griechenland, Italien und Dänemark), wobei man sich nach wie vor auch beim SC Preußen herumtreibt, der ja leider - wie auch unser VfL - inzwischen als Kapitalgesellschaft und nicht mehr als eingetragener Verein dem runden Leder nachjagt. Ebenso wenig dürfen die Besuche bei den Freunden aus Bordeaux fehlen - schön, dass wenigstens hier noch ein Hauch von früher weht! Überaus interessant fand ich den neunseitigen Bericht zum Thema Ultras und Gewalt, der einen doch zum Nachdenken und zur Selbstreflektion animiert. Lesenswert ist auch das Interview mit dem seit 2007 in Israel lebenden Fußballfan Oliver Vrankovic, sowie der Rückblick aufs Spiel der Preußen gegen die Zweite von Arminia Bielefeld anno 2006. Wer das UND NU? noch nicht im Regal stehen hat, sollte sich schnellstmöglich um ein Exemplar bemühen (soweit noch eins zu haben ist)...   
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 156 Seiten
Kontakt: und.nu.fanzine@gmail.com
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ZEITSPIEL Ausgabe 15 - 7,80 Euro
Das Magazin für Fußball-Zeitgeschichte beschäftigt sich diesmal mit den Kickers aus Emden, Hessen Kassel, einem großen Rückblick auf die Saison 2018/2019 (ordentlich Zahlensalat - hauptsächlich aus den Regional- und Oberligen), Klubs in der Krise, Überleben im Turbokapitalismus, dem Umgang mit der Krise (unter anderem anhand der Beispiele von Union Berlin, dem 1.FC Heidenheim, dem FK Pirmasens und der BSG Chemie Leipzig), eSports und dem Nachwuchsmangel im Amateuerfußball, dem Waldstadion in Tiefenort, Fußball in Djibouti, dem FC Hanau 93 und und und. Für jeden Freund des runden Leders eine absolute Pflichtlektüre!
Format: A4 - farbig
Seiten: 100 Seiten
Kontakt: info@zeitspiel-magazin.de

Donnerstag, 19. September 2019

18. September 2019 - FC Bayern vs. Roter Stern 3:0 (Champions League)

Neue Saison, neues Glück...? Das erste Gastspiel von Crvena zvezda seit dem Hinspiel im Halbfinale des Euroapokals der Landesmeister anno 1991 (mit knapp fünfzehn Lenzen hatte ich seinerzeit große Augen, als die Gäste die Nordkurve des alt-ehrwürdigen Olympiastadion in ein leuchtendes rotes Meer verwandelten) in der bayrischen Landeshauptstadt (in der Saison 2007/2008 kreuzten unsere Freunde zwar die Klingen mit dem "Rote Stern", jedoch spielte man seinerzeit in der Gruppenphase des UEFA-Cup ohne Hin- und Rückspiel). Kein Wunder also, dass die Vorfreude auf den Auftritt der Delije bei den Meisten relativ groß war...
Zum Einlaufen der beiden Mannschaften boten die mitgereisten Serben im "hermetisch" abgeriegelten Gästeblock (für dieses "Hochsicherheitsspiel" hatte man - meines Wissens - zum ersten Mal ein Fangnetz installiert) eine durchaus sehenswerte Choreographie, bestehend aus einer Blockfahne und länglichen roten und weißen Luftballons. Stimmungstechnisch blieben die Delije jedoch weit hinter meinen Erwartungen zurück - nur selten wurde es richtig laut; da halfen auch die "deutschen" Serben, die zahlreich im weiten Rund der Fröttmaninger Arena anzutreffen waren, nichts. Im Nachgang des Spiels attestierten etliche Freunde und Bekannte der Berliner Hertha (am ersten Spieltag) einen deutlich besseren Auftritt. Das Maß aller Dinge (Gästesupport in der Arena in den letzten Jahren) bleibt weiterhin Ajax Amsterdam! Ach ja, die Südkurve, in der auch heute wieder zig Schwenkfahnen von der ersten bis zur letzten Minute zum Einsatz kamen, war zwar durchaus bemüht, kam aber auch nicht über einen soliden durchschnittlichen Auftritt hinaus!
Hier noch ein Bild vom Auftritt der Delije in der Saison 1990/1991

Samstag, 17. August 2019

16.08.2019 - FC Bayern vs. Hertha BSC 2:2

Nachdem die letzte Woche mit dem Dachauer Volksfest, unterklassigem Fußball und einem Ausflug in die Berge bereits recht ereignisreich war, stand gestern der Auftakt zur 57. Bundesligasaison zwischen dem FC Bayern und Hertha BSC auf dem Programm - vor einigen Jahren hätte mich mein Weg (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) jedoch nach Hamburg geführt, wo der VfL (zur arbeitnehmerunfreundlichen Zeit - 18:30 am Freitagabend!) beim ehemaligen Bundesligadino gastierte (und die zweite Niederlage im dritten Spiel kassierte - den Siegtreffer erzielte, wie könnte es auch anders sein, unser ehemaliger Stürmer Lukas Hinterseer)…
Nachdem wir uns in kleiner Runde (eine Handvoll Dachauer, meine große Tochter und ich) auf dem Dachauer Volksfest "eingestimmt" hatten, starteten wir mit den "Öffentlichen" in Richtung "Schlauchboot" (das Experiment "Bus ab der Donnersberger Brücke" kann dank der weiten Laufstrecke getrost als gescheitert bezeichnet werden). Während sich ein Teil unserer illustren Reisegruppe alsbald in Richtung Südkurve verabschiedete (Einsingen hinter der Kurve stand auf der Agenda der aktiven Szene), genoss der Rest noch ein wenig die Sonne auf dem Kurt-Landauer-Platz (der eine oder andere Bekannte gesellte sich erfreulicherweise noch zu uns), ehe es Zeit wurde, die Arena zu betreten...
Während die mitgereisten Herthaner das Spiel mit einer Choreographie, bestehend aus blauen und weißen Plastikfähnchen und einem Transparent mit der Aufschrift "Hertha BSC - Traditionsverein" einläuteten (Kritiker meinen, dass die Fähnchen nicht "dicht genug" waren), gab es von der Schickeria ein Spruchband in Richtung der Deutschen Fußball Liga (Es wird Zeit für Veränderung - der Fußball gehört allen), sowie eine kleine Aktion der Alarmstufe für ihre Stadionverbotler (Sektion SV - Euer Platz bleibt in unserer Mitte). Stimmungstechnisch legten beide Seiten gut los. Während die Münchner Südkurve (mit Unterstützung der Freunde aus San Benedetto, Jena und Hamburg) das durchaus hohe Level die kompletten neunzig Minuten durchhalten konnte, hatten die Gäste (gerade in der zweiten Halbzeit) ein paar Durchhänger; dennoch machten die beiden Kurven definitiv Bock auf mehr! Trotz durchaus guter Ansätze kamen die Bayern über ein (unbefriedigendes) Unentschieden nicht hinaus - der hochverdiente Ausgleich (die hochverdiente Bayernführung hatten die Berliner mit zwei "halben Chancen" gedreht) fiel erst nach Intervention des (von der Fanszene so verhassten) Videoassistenten (meine ebenfalls ablehnende Haltung dürfte hinlänglich bekannt sein) und der anschließenden Überprüfung durch den Schiedsrichter via Monitor... Ergebnis: Elfmeter für Bayern, den Robert Lewandowski eiskalt verwandelte...
Nach dem Schlusspfiff noch schnell ein wenig "Taschengeld" verdient, und schon konnte es mittels U- und S-Bahn wieder 'gen Heimat gehen. Um kurz vor eins endete ein durchaus unterhaltsamer Nachmittag/Abend...
Zum Abschluss noch ein italienisches Stadionverbotlerlied, dass die Schickeria gestern im Südkurvenbladdl (ein wenig falsch) abgedruckt hat - "DIFFIDATO ALÉ - NON MOLLARE PERCHÉ - C'É LA CURVA CHE CANTA PER TE"

Montag, 5. August 2019

3. agosto 2019 - un pomeriggio con gli amici...

Es war "nur" ein Vorbereitungsspiel zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bologna; und trotzdem war es für mich etwas besonderes... bot mir dieses Spiel doch die Gelegenheit ein paar Freunde aus Bologna zu treffen. Nachdem mich in der Vorwoche unser "Nesthäkchen" nach Regensburg begleitet hatte, durfte diesmal eine der beiden "Großen" mit nach Augsburg - Stella hat ja seit dem Gastspiel des VfL bei den Münchner Löwen in der Allianz Arena anno 2011, bei dem uns eine Busbesatzung der Forever Ultras und Freak Boys unterstützte, bleibende Erinnerungen an die Rot-Blauen...
Nachdem wir uns in Königsbrunn mit den Bolognesi getroffen hatten, ging es gemeinsam weiter zur Augsburger Arena, wo man feststellen musste, dass weder Gästeparkplatz noch Gästeblock geöffnet worden waren. Mit Gästen aus Bologna hatte man scheinbar nicht gerechnet...
Nachdem sich eine Handvoll junger Ultras aus Bochum zu uns gesellt hatte, machten wir uns auf die Suche nach Eintrittskarten. Diese wurde mit zwei Flaschen "Pfeffi" - ein Geschenk der Bochumer Autobesatzung an Lucia - ein wenig "versüßt". Letztendlich landeten wir auf den Sitzplätzen neben dem Gästeblock. Da die Augsburger (Ultra)Szene dem Spiel fernblieb (inzwischen wohl oder mehr Usus in unserer Republik - in den ersten Jahren der Ultrabewegung war das eigentlich noch undenkbar, definierten sich doch die meisten Szenen über das Motto "immer und überall"... dieser Spruch ziert übrigens den aktuellen Schal von uns Fantastic Supporters), hatten unsere Freunde die Stimmgewalt klar auf ihrer Seite; natürlich auch dank unserer großen Unterstützung! ;-)
Das Spiel konnten die Rot-Blauen trotz eines lächerlichen Elfmeters und einer überaus suspekten Abseitsentscheidung letztendlich mit drei zu zwei für sich entscheiden. Nach dem Spiel gab es dann zum Dank für die Unterstützung noch das ein oder andere Spielertrikot, das die Forever Ultras zu Gunsten der Stadionverbotler versteigern werden - DIFFIDATI NON MOLLARE!
Während sich Bolognesi und Bochumer nach dem Spiel noch auf den Weg in Richtung München machten - schließlich wollte man noch zusammen essen und etwas gemeinsame Zeit verbringen, verabschiedete ich mich schweren Herzens, aber wir hatten versprochen, zum Abendessen wieder zu Hause zu sein. Tja, mit Familie muss man halt ab und an gewisse Abstriche machen...
Vielen Dank für die einmal mehr entgegengebrachte (Gast)Freundschaft und die schönen Stunden mit Euch! BOLOGNA E BOCHUM E VAFFANCULO!


É stata „soltatnto“ un amichevole tra FC Augsburg e l FC Bologna, ma nonostante questo, per me é stato un evento speciale, potendo incontrare alcuni amici di Bologna a questa partita. Dopo aver portato a Regensburg la mia figlia piú piccola, stavolta sono stato accompagnato da Stella, che ha tanti ricordi dei rossoblu dopo 1860 Monaco vs. Bochum nel 2011 (cera und pulman da Bologna con mebri dei Forever Ultras e Freak Boys).
Dopo esserci incontrati a Königsbrunn ci siamo diretti verso l` Arena di Augsburg, dove il parcheggio ed il settore ospiti erano chiusi, non si aspettavano proprio tifosi del Bologna. Dopo aver parcheggiato, siamo stati raggiunti da alcuni ragazzi giovani da Bochum e siamo andati a ricerca dei biglietti. Portando anche le due bottiglie di “Pfeffi” che sono state regatate a Lucia. Dopo aver preso biglietti per il settore vicino al settore ospiti siamo entrati. La curva dell` Augsburg non céra, una cosa che accade quasi a tutte le amichevoli dei club tedeschi e che negli primi anni del movimento ultras tedesco son sarebbe successo, visto che lo slogan era ed è “sempre e ovunque”, lo trovate anche sulla nuova sciarpa di noi Fantastic Supporters. Durante i 90 minuti, anche grazie al nostro sostegno sono stati i rossoblu a diventare “i padroni di casa”.
Nonostante un rigore ridicolo per Augsburg e un gol in fuorigioco, il Bologna è stato in grado ad aggiudicarsi la vittoria. Dopo la partita i giocatori hanno regalato qualche maglia alla curva che poi sono stati vendute in modalità d` asta, a sostegno dei ragazzi che non possono venire. DIFFIDATI NON MOLLARE!
Prima che i Bolgonesi e i ragazzi di Bochum si sono diretti verso Monaco, per mangiare insieme ho dovuto salutare tutti a malincuore, perché avevo permesso di tornare a casa per cenare con la famiglia.
Grazie mille ancora una volta per l´ospitalitá e il bel tempo trascorso insieme. BOLOGNA E BOCHUM E VAFFANCULO!


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DER (PF)LÄSTERSTEIN historisch...

Am Morgen des 2. August 1980 erschütterte ein Bombenanschlag die norditalienische Stadt Bologna. Beim Anschlag auf den Hauptbahnhof starben fünfundachtzig Menschen, mehr als zweihundert wurden verletzt. Nachdem zunächst die linksextremen Roten Brigaden beschuldigt wurden, konnte der Untersuchungsrichter Felice Casson nach sechsjährigen Ermittlungen nachweisen, dass es sich bei den Tätern um Neofaschisten handeln muss, die Kontakte zum italienischen Militärgeheimdienst pflegten. Verantwortlich soll die neofaschistische, terroristische Organisation Ordine Nuovo sein; im Rahmen der Ermittlungen wurden zwei Agenten des italienischen Geheimdienstes SISMI und der Vorsitzende der Propaganda Due, Licio Gelli, wegen Behinderung der Ermittlungsarbeiten verurteilt.
Eine in einem abgestellten Koffer versteckte Zeitbombe detonierte um 10:25 Uhr in einem überfüllten Wartesaal des Bahnhofs. Die Explosion zerstörte den westlichen Flügel des Empfangsgebäudes und beschädigte einen Zug, der auf Gleis 1 hielt. Die Explosion war kilometerweit zu hören. Das Dach des Wartesaals brach zusammen, was die Zahl der Todesopfer stark erhöhte. An jenem Samstag hielten sich viele Touristen im Bahnhof auf. Die Stadt war auf eine solche Katastrophe nicht vorbereitet. Es standen nicht genügend Krankenwagen zur Verfügung, so dass Busse und Taxis zum Transport der Verletzten in die Krankenhäuser eingesetzt werden mussten. Die italienische Regierung und die Polizei gingen zunächst von einem Unfall aus. Es konnte aber recht bald ermittelt werden, dass ein Ableger der Ordine Nuovo, die Nuclei Armati Rivoluzionari, für den Anschlag verantwortlich war. In einer Sondersitzung des Senats unterstützte Ministerpräsident Cossiga die Theorie, der Anschlag sei von Neofaschisten verübt worden. Es wurde mehrmals versucht, die Aufklärung zu behindern und die Umstände des Attentats zu verschleiern. Auf das Attentat folgten ein langes, verworrenes und umstrittenes Gerichtsverfahren und politische Diskussionen. Die Hinterbliebenen der Opfer gründeten eine Organisation, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Am 23. November 1995 gab der Corte Suprema di Cassazione das endgültige Urteil bekannt:
  • Die lebenslange Haftstrafen gegen die Neofaschisten und Mitglieder der NAR Valerio Fioraventi und Francesca Mambro, die immer ihre Unschuld beteuerten, wurden bestätigt. Das Gericht befand sie der Ausführung des Anschlags schuldig.
  • Der Vorsitzende der Propaganda Due, Licio Gelli, Francesco Pazienza und die beiden SISMI-Beamten Pietro Musumeci und Giuseppe Belmonte wurden wegen Behinderung der Ermittlungen verurteilt. 
Ob der Anschlag allerdings tatsächlich von Fioravanti und Mambro verübt wurde, ist umstritten. Wie ermittelt wurde, hielten sich am Tag des Anschlags Christa Margot Fröhlich und Thomas Kram, Mitglieder der Terror-Gruppe Carlos, in Bologna auf.

2. Agosto 1980 - BOLOGNA NON DIMENTICA!