Sonntag, 17. Juli 2022

16. Juli 2022 - VfL Bochum vs. Spezia Calcio 2:1

Der VfL Bochum in Südtirol... wie viele Jahre hatte ich davon geträumt? Inzwischen verweilt man bereits das zweite Jahr in Folge in der Ferienregion Kronplatz, genaugenommen in Gais. Hatte ich im letzten Jahr noch eine hundertprozentige Spielquote in Alto Adige, sollte es diesmal leider nur für das Testspiel gegen Spezia Calcio am Samstag reichen; das Spiel gegen Lecce (3:2)unter der Woche war leider arbeitstechnisch nicht drin... 
In aller Herrgottsfrüh machte ich mich am Samstag auf den Weg über den Brenner, schließlich hatte ich mit FaBu, der wie etliche andere Bochumer bereits seit dem vergangenen Wochenende in Gais verweilte (und laut eigener Aussage, 'ne richtig geile Zeit hatte), noch ein paar Höhenmeter vor mir; Ziel war die Schutzhütte Latzfonser Kreuz oberhalb von Klausen. Um kurz nach acht war auf dem Parkplatz der Sportzone Süd in Brixen, wo der VfL sowohl im letzten, als auch in diesem Jahr all seine Testspiel bestritt, "großes Hallo" angesagt. Die nächsten fünf Stunden nutzen wir, um (vor herrlicher Kulisse) endlich mal wieder in Ruhe zu quatschen; hat echt Spaß gemacht, und soll künftig fester Bestandteil des Trainingslager werden (das ein oder andere Ziel in den Dolomiten konnte ich dem werten Herrn Budde definitiv schmackhaft machen!)... 
Zurück in Brixen kümmerten wir uns erst mal um unsere Eintrittsberechtigungen, ehe ich mich auf die (leider vergebliche) Suche nach der rund fünfzigköpfigen Reisegruppe rund um Ultras Bochum und unseren Freunden aus Bologna (keine Ahnung, was Ihr für einen Weg von der Innenstadt zum Stadion angetreten habt; der direkte war es jedenfalls nicht!) machte, während FaBu sich gemeinsam mit Kai daran machte, den Zaun auf Bochumer Seite ordentlich zu "schmücken". Hierzu hatte ich sogar mal wieder die alt-ehrwürdige "Weinbergschnecken"-Fahne aus der Mottenkiste befreit... Zum Einlaufen der Spieler hatten sich auf unserer Seite sage und schreibe dreihundert Leute (inklusive der bereits erwähnten Freunde aus Bologna, sowie einer Handvoll Münchner) eingefunden, die dem VfL nach Südtirol gefolgt waren. Krass, wenn ich mich an unsere Auftritte beim Gurgltal-Cup anno 1998 in Imst zurück erinnere, wo wir gerade einmal mit zwei Autobesatzungen vor Ort waren... Spätestens als sich rund zehn Minuten nach Spielbeginn die Busbesatzung der Curva Ferrovia La Spezia im Stadion einfand, war auf beiden Seiten auch was (auf unserer Seite wäre definitiv mehr drin gewesen - aber gut, es war ja nur ein Testspiel, bei dem die Ultras ja zumindest offiziell nicht auftraten) los... Unsere Freunde scheinen bei den Bianconeri nicht sonderlich beliebt zu sein, oder wie soll ich die (immer wiederkehrenden) Pöbeleien in Richtung der Forever Ultras sonst deuten? Spaß gemacht hat es auf jeden Fall! Nach dem Sieg gegen den Aufsteiger aus Lecce unter der Woche konnten unsere Mannen auch dieses Spiel für sic entscheiden; bisweilen sah das ganze sogar nach ordentlichem Fußball aus - bleibt zu hoffen, dass wir ähnliche Resultate auch in der Bundesliga einfahren werden, wo wir ja von den sogenannten Experten als Absteiger Nummer eins gehandelt werden (na Ihr wisst ja, totgesagte leben bekanntlich länger!). Nach dem Schlusspfiff durften wir noch ein "paar Minuten" im Stadion verweilen, während die "Kontrahenten" aus La Spezia von der Staatsmacht in Richtung Autostrada eskortiert wurden; unseren Freunden aus Bologna zu Folge, scheinen die Jungs aus Ligurien aktuell keiner Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen... tja, auch in Italien scheinen die Uhren in dieser Hinsicht inzwischen anders zu ticken...
Nachdem wir uns sowohl von den Unsrigen als auch von den Bolognesi verabschiedet hatten, zogen wir weiter ins Pustertal, wo wir den Abend im Gasthaus Zoller in gemütlicher Runde (mehr oder weniger) ausklingen ließen. Mit FaBus Autobesatzung ging es dann gegen halb elf weiter nach Uttenheim, wo mir dankenswerterweise Asyl gewährt wurde, wollte ich doch am nächsten Tag doch endlich den Paternkofel in Angriff nehmen... 

grazie mille ai nostri fratelli rossoblu per il loro sostegno
Bologna e Bochum e vaffanculo!



Samstag, 25. Juni 2022

Ein Blick in die Vergangenheit... Bologna vs. Milan anno 2000

Beim Schreiben der Rezension zu Josef Grubers neuem Projekt (Unterwegs Reloaded) viel mir auf, dass ich schon ewig keinen Blick mehr in die Vergangenheit geworfen habe; ein Manko, dass ich natürlich sofort ausbessern musste. Viel Spaß beim Lesen, des in (PF)LÄSTERSTEIN Ausgabe 13 abgedruckten Berichtes...

21. Spieltag Serie A Italien am 12.02.2000
Stadio Renato Dall' Ara Bologna

Bologna FC vs. AC Milan 2:3

Kurz hinter er Grenze organisierten wir uns erst einmal 'ne Gazzetta dello Sport, um die genaue Anstoßzeit für das UI-Cup-Spiel in Bologna zu erfahren. Weiter ging es via Verona in die Hauptstadt der Emilia Roman, wo wir am späten Nachmittag total durchschwitzt ankamen. Leider gestaltete sich die Hotelsuche als ein nicht scheinbar, sondern tatsächlich (!) aussichtsloses Unterfangen, und so setzten wir Philipp und Knispel vorm strahlend hell erleuchteten Stadio Renato Dall' Ara ab, während wir in dunkler Nacht (in Gunnar sah es echt finster aus...) unsere Herbergssuche fortsetzten... ein Weihnachtswunder erlebten wir dabei aber nicht, höchstens ein blaues, denn die Suche endete schließlich nicht in einem edlen Hotelzimmer, sondern in einer italienischen Pizzeria, wo wir uns mit dem letzten Fünkchen Freude dem Vino Rosso widmeten... (PF)LÄSTERSTEIN Nr. 11
Sowohl die respektive der Mitstreiter, als auch die Anreiseroute hatte sich im Vergleich zu meinem letzten Besuch in Bologna geändert, das Ziel aber war das gleiche... Zusammen mit Nobber ging es in aller herrgottsfrüh mit meinem Spaßmobil nach Innsbruck, von wo aus wir die Reise mit dem Zug fortsetzen wollten. Zuvor zog es uns jedoch noch zur Baustelle "Tivoli Neu", schließlich wollten wir sehen, wie weit der Bau des neuen Innsbrucker Stadions bereits fortgeschritten ist... Da wir uns hier ein wenig zu lange aufhielten, wäre uns der Zug beinahe vor der Nase weggefahren... Leider hatten wir es versäumt, uns einen Sitzplatz zu reservieren, so daß wir es uns bis Bologna auf dem Fußboden bequem machen durften. Naja, mit der einen oder anderen Dose Bacardi Cola wurde es dennoch recht gemütlich... In Bologna angekommen, machten wir uns nach kurzem Stopp beim Schotten auf den Weg zum Stadio Renato Dall' Ara... Bereits zwei Stunden vor Beginn des Spiels herrschte rund um das Stadion reges Treiben. Nachdem wir unsere bestellten Karten abgeholt hatten, machten wir uns noch schnell auf die Suche nach etwas Eßbarem, wobei wir von einigen üblen Gestalten, die uns für Rossoneri hielten, zum Kampf aufgefordert wurden. Glücklicherweise konnten wir die Jungs gerade noch von ihrem Irrtum überzeugen... (wäre interessant zu wissen, ob bei diesem Haufen einer unserer Brüder von den Forever Ultras dabei gewesen ist) Nach diesem Erlebnis verzogen wir uns auf die Haupttribüne des WM-Stadions von 1990. Gut ung gerne 34.000 Zuschauer lockte das heutige Spiel hinter dem (Pizza)Ofen hervor, darunter etwa dreitausend Gäste aus der Lombardei (betrachtet man heute die Bilder mit all den Fahnen und Doppelhaltern diverser Sektionen, stellt sich die Frage, wie viele Gäste wirklich aus der Lombardei kamen), die zum Einlaufen der beiden Teams mit unzähligen Doppelhaltern, Schwenkfahnen und Bengalen hantierten. Auf Seiten der Forever Ultras, Mods & Co. konnte ebenfalls eine gelungene Pyroaktion bewundert werden. Während sich die Heimkurve in der ersten Halbzeit mehr oder weniger in Schweigen hüllte, waren die Gäste ununterbrochen am Singen, was wohl nicht zuletzt an der klaren Überlegenheit ihrer Mannschaft lag... Nach dem Seitenwechsel wachten sowohl die Spieler, als auch die Tifosi der Gastgeber aus ihrer Lethargie auf, und so kam es in den folgenden fünfundvierzig Minuten zu einem munteren Schlagabtausch. Nachdem Bologna Mitte der zweiten Halbzeit das zwei zu drei erzielt hatte, verwandelte sich das Stadio Renato Dall' Ara für einigen Minuten zu einem wahren Hexenkessel. Ich hätte zu gern erlebt, was los gewesen wäre, wenn die Hausherren noch den Ausgleich erzielt hätten... Aber leider blieb es beim knappen Sieg der Rossoneri, was wir aber nur noch vor dem Stadion mitbekamen, da wir uns, dämlich wie wir sind, für einen früheren Zug in Richtung Heimat entschieden hatten, und den Ort des Geschehens so kurz vor dem Ende verlassen mußten (ich weiß bis heute nicht, welcher Teufel uns damals geritten hat!). Da rund ums Stadion kein Taxi aufgetrieben werden konnte, und der erste Bus sich erst fünf Minuten nach dem Schlußpfiff auf den Weg zum Bahnhof machte, fuhr uns der Zug unmittelbar vor der Nase weg... Tja, jeder wie er's verdient... So kamen wir wenigstens noch in den Genuß einer nächtlichen Stadtbesichtigung Bolognas, wobei man feststellen mußte, daß sich in Bologna einige dubiose Gestalten herumtreiben... Irgendwann machten wir uns dann mit dem ursprünglich geplanten Nachtzug, in dem wir ein leeres Abteil ergattern konnten, auf den Heimweg...


Freitag, 24. Juni 2022

Fanzines, Fanzines und nochmal Fanzines...


SAUERLAND ECHO
 Ausgabe 74 - 4,00 Euro

Während ich die Aussage "Football without Fans is noting" noch gut nachvollziehen kann, so ist die zweite Aussage auf dem Titel der vierundsiebzigsten Ausgabe des Sauerland Echos ("wertlose Titel") schon etwas fraglich... klar, auch ich habe mich für den Fußball "hinter verschlossenen Türen" auch nicht wirklich begeistern können, aber unser Aufstieg zu Pandemiezeiten war beispielsweise nicht wertlos (auch wenn wir ihn gerne alle live im Stadion miterlebt hätten)! Ich glaube eher, dass man hier an einer anderen Stelle ansetzen müsste - nämlich bei der Frage, warum das Fußballbusiness in Zeiten von Corona unbedingt einen Sonderstatus haben musste... aber ich schweife ab; zudem führt diese Diskussion im Nachhinein eh zu nichts... Dass das Sauerland Echo generell lange Vorworte sein eigen nennt, ist inzwischen hinlänglich bekannt; diesmal tobte sich Jens jedoch so richtig aus - ich kann's verstehen. Es folgen Kartengrüße, Spiele aus Deutschland, Polen, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Ungarn (unter anderem wurde das Finale um den europäischen Supercup zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla besucht) und Österreich. Zudem gibt es Rückblicke auf den Triumph von Tokio anno 2001 (Sauerland Echo 29), den Triumph in Marokko 2013 (Sauerland Echo 58), das Karo-Derby 2003 (Sauerland Echo 32) und auf eine Tour nach Mexiko anno 2015 (Sauerland Echo 61). Alles schön und gut, aber ich freue mich schon auf eine Zeit, in der wir wieder so leben können, wie wir es bis vor Ausbruch der Pandemie gewohnt waren!
Format: A5 - farbig
Seiten: 96 Seiten
Kontakt: jens.piahilgert@t-online.de
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SCHMIERBLATT Ausgabe 7 - 5,00 Euro

Hoffenheim - seit den Geschehnissen rund um das Gastspiel der Bayern noch mal ein anderes Kaliber als bis dato eh schon... aber gut, versuchen wir "nüchtern" an die Sache heran zu gehen. Auch hier sticht ein siebenseitiges Vorwort sofort ins Auge. Es folgen eine Stellungnahme des Crescendo Hohenlohe zu den Geisterspielen, Spielberichte der Saison 2019/2020 (einmal mehr enden diese mit dem Lockdown im März 2020), ein Italien Spezial mit sage uns scheibe siebenunddreißig Spielen aus den Jahren 2014 bis 2018 (leider fehlt mir hier etwas die Tiefe), eine Vorstellung der Sektionen des Crescendo Hohenlohe, ein Blick auf die U23 in der Regionalliga Südwest, Saisonhighlights der Freunde aus Homburg und ein klein wenig Groundhopping. Ganz ehrlich, es gibt schlechtere Hefte, auch wenn mich Hoffenheim per se nicht vom Hocker haut...
Format: A5 - farbig
Seiten: 108 Seiten
Kontakt: www.ch07.de

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SCHWARZMALEREI Ausgabe 7 - 5,00 Euro

Eine längere Pause eingelegt haben auch die Macher der Schwarzmalerei; sechs Jahre musste man auf eine neue Ausgabe des offiziellen Fanzines der Fangruppen der Nordkurve Graz warten (ein Jahr geht auf Corona - war doch ursprünglich der April 2020 als Erscheinungsmonat anvisiert worden)... Den Schwerpunkt hat die Redaktion des zweihundertzwanzig Seiten umfassenden Heftes auf den Sound der Kurve gelegt (dass sich die Grazer Nordkurve selbst gerne als "Sängerkurve" bezeichnet, dürfte den meisten von Euch mittlerweile eh bekannt sein). So gibt es zu diesem Thema unter anderem ein ausführliches Interview mit den Vorsängern der Brigata Graz, Lost Chants (das verlorene und vergessene Liedgut der Kurve), sowie die Klassiker der Nord. Auch der anschließende Stadtspaziergang beschäftigt sich mit dem Thema "Sound", genaugenommen mit bedeutenden Orten der Grazer Musikgeschichte. Des weiteren geht man der Frage nach dem Verbleib von "Cerveza 96" (ich durfte diese Fahne das ein oder andere mal live und in Farbe in diversen österreichischen Stadien bewundern) nach, berichte über die Geschehnisse rund um die Spiele des SK Sturm zwischen Juli 2019 und März 2020, blickt in vier Teilen (Lockdown, Meister- und Herbstrunde 2020, sowie Schworze helfen) auf "die Kurve und Corona" zurück, ebenso auf die Geschehnisse im Verein, lassen den alternativen Fankongress zu Beginn des Jahres 2020 Revue passieren und üben (zurecht) Kritik an der immer mehr zunehmenden Handyfilmerei in der Kurve (Singen statt Filmschaun). Zum Abschluss des Heftes gibt es dann noch ein wenig Groundhopping aus Argentinien, Griechenland, der Schweiz (hier wurde dem HC Ambri-Piotta ein Besuch abgestattet) und Kroatien. Der stets lockere und doch überaus informative  "Schreibstil" gepaart mit einem mehr als ansprechenden Layout machen die Schwarzmalerei zweifelsohne zu einem absoluten Muss in jeder gut sortierten Fanzinesammlung. Ach ja, als Gadget gibt es zum Heft noch ein kleines, zwanzig Seiten umfassendes Nordkurvenliederbuch.
Format: A5 - farbig
Seiten: 220 Seiten (plus 20 seitiges Gadget)
Kontakt: redaktion@kollektiv1909.at

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SURVOJE Ausgabe 7 - Preis? Keine Ahnung!

Es war ein hartes Stück Arbeit, an diese Ausgabe des Survoje heranzukommen, gab es doch ursprünglich nur zwanzig Exemplare; das mir vorliegende hat Heftnummer 37/20, entstammt also dem Nachdruck... Spiel- und Erlebnisberichte gibt es diesmal aus Tschechien, Deutschland (hier insbesondere aus den Niederungen des Amateuerfußball) und Österreich. Inzwischen muss ich sagen, dass das "Tingeln über Dorfplätze" (die eine oder andere Ausnahme mal ausgenommen) für mich als Leser immer schwerer wird. Irgendwie fehlt mir da mit der Zeit (und der Vielzahl der Berichte in unzähligen Heften - ich weiß, es ist/war zur Zeit/zeitweise nichts anderes möglich) echt die Muße, was jetzt nichts mit dem Survoje per se zu tun hat, aber doch mal angesprochen werden sollte... 
Format: A5 - s/w
Seiten: 52 Seiten
Kontakt: survojemagazin@gmail.com

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TRESPASS Extrablatt - 6,00 Euro

Der Hauptantrieb der Trespass-Redaktion für dieses Extrablatt war der Wunsch eine Spendensumme für die von der Hochwasserkatastrophe getroffene Heimat Bündingen zusammen zu bekommen. Dem ausführlichen Vorwort und der Info bezüglich der gerade erwähnten Spendenaktion folgen Tourberichte aus der Schweiz, der Slowakei, Polen, den Faröer Inseln (für mich das Highlight des vorliegenden Heftes), Deutschland, Tschechien und Luxemburg. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit zehn Klassikern aus den Jahren 2008 bis 2019 (unter anderem ASSE vs. Lyon anno 2012, einem Wochenende in Athen im selben Jahr und dem Stockholm Derby 2016). Kapitel drei beschäftigt sich mit Allem "über das Spielfeld hinaus" (Gewinnspiel, Statistiken, Richtigstellungen, Erklärungen, Tresspass und Rap - diesem Thema werden vierzehn Seiten gewidmet - Leseecke und Photocredits. Alles in Allem eine durchaus gelungene Ausgabe!
Format: A5 - farbig
Seiten: 232 Seiten
Kontakt: trespass-zine@gmx.de

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ULTRASCHALL Sonderausgabe zum Saisonstart 2021/22 - gegen Spende

Ein weiteres Mal erreichte mich die Sonderausgabe des Plauener Infozines. Der obligatorische Rückblick auf die Saison 2020/21 offenbart eine gewisse Trostlosigkeit einer Liga in der die wenigstens Vereine eine ernstzunehmende Fanszene haben (das absolute Highlight durften mit Abstand die Spiele gegen Rot-Weiß Erfurt darstellen). Die Vorstellung der Neulinge in der Liga versprechen in dieser Hinsicht keine Besserung für die kommende Spielzeit! Ansonsten gibt es noch eine Vorstellung des "Projekt Fanlounge", einen Rückblick auf den 118. Geburtstag des VFC Plauen, "Gastberichte" der hoppenden Zunft (dreimal Erfurt, Grimma und Ludwigsfelde), Gruppen- und Streetart-Fotos, Blicke in die Vergangenheit (2006/2007), auf die Badkurve in der Coronazeit,  sowie in die Zukunft.
Format: A5 - farbig
Seiten: 64 Seiten
Kontakt: block-f@web.de

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UNTERWEGS RELOADED Ausgabe 1 - 4,50 Euro

Nach der doch mehr als enttäuschenden letzten Ausgabe war ich ehrlich gesagt gespannt, was mich diesmal erwarten würde... Das Unterwegs Reloaded soll die fehlenden Jahre zwischen Ausgabe 6 (Januar 2000) und Ausgabe 7 (November 2012) aufarbeiten; eine schöne Idee wie ich finde. Interessant hört sich auch diese Aussage aus dem Vorwort an... "Zu Beginn des Projekts habe ich mich auch vergleichbare Berichte aus alten Fanzines durchgelesen und festgestellt, dass wir alle gemeinsam kaum Texte mit wirklichen Fakten verfasst haben. Vielmehr wurde nur "an der Oberfläche gekratzt" [...] sehr spannend zu sehen, wi sich 20 Jahre später der eigene Blick auf die alten Fotos verändert, was so an neunen Details entdeckt und welche Infos man dank einem dichten Netzwerk an Kontakten erhält" Los geht es mit dem Jahr 2000 und der, auch von mir besuchten Partie zwischen Bologna und Milan. Es folgen fünfzehn weitere Spiele aus dem Mutterland der Ultras (von Nord nach Süd, mit etlichen Highlights wie beispielsweise VeneziaMestre vs. Hellas, Sampdoria vs. Genoa, Atalanta vs. Brescia, Vicenza vs. Hellas und Livorno vs. Pisa), drei aus Frankreich (mit OM vs. PSG und PSG vs. OM wurden hier definitiv zwei richtige Kracher besucht!), ebenfalls drei aus Polen, vier aus Ungarn, sowie eins aus Serbien (und nein, es wurde nicht das Derby in Belgrad, sondern die Partie zwischen Roter Stern und Leicester City besucht). Vor allem die vielen Bilder aus der "guten alten Zeit" lassen mein Herz höher schlagen! Das vorliegende Heft hat definitiv Spaß auf mehr gemacht...
Format: A5 - farbig
Seiten: 92 Seiten
Kontakt: gruberjosef.jg@gmail.com
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VENDÉGSZEKTOR Ausgabe 14 - 1200 Forint

Dieses ungarische Ultrámagazin (Vendègzektor heißt Gästeblock) hatte ich bis dato nicht auf dem Schirm. In der vorliegenden vierzehnten Ausgabe berichtet Sporthistoriker Mihály Sándor auf vierzehn Seiten über das "Kurvenleben" vor dem ersten Weltkrieg. Des weiteren gibt es Berichte über das erwaretete ungarisch-polnischen Treffen, die Geschichte der Ultras Diósgyör, die Euro 2020 aus ungarischer Sicht, eine Fotogalerie diverser Auftritte ungarischer Szenen zwischen März und Juni 2001, Interviews mit der Curva Nord Andria und einer Gruppe von aus Moskau stammenden Sankt Petersburg Ultras/Hools. Dank immer besser werdender (visueller) Übersetzungsprogramme kann die Sprachbarriere einigermaßen gemeistert werden. Alles in allem ein durchaus interessantes Heft...
Format: A5 - farbig
Seiten: 76 Seiten
Kontakt: vendegszektor@gmail.com

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WUHLEPRÄDIKAT WERTVOLL Ausgabe 15 - 3,00 Euro

"...na, wer hat von euch ernsthaft daran geglaubt, dass wir ein Prädikat über die vergangene Saison 20/21 raushauen? Wohl die wenigsten. Und auch bei uns konnten sich nicht alle mit der Idee über soch eine Geisterspiel-Saison zu schreiben, anfreunden. Aus meiner Sicht dient ein Fanzine neben der Bespaßung und Unterhaltung jedoch immer auch als Zeitdokument." Diesen einleitenden Worten des Vorwortschreibers ist nichts hinzuzufügen; ich bin gespannt, wie wir respektive unsere Kinder in einigen Jahren über die "Pandemiejahre" denken werden. Aber zurück zum Wuhleprädikat wertvoll. Den einleitenden Worten folgen Spielberichte (natürlich ist auch hier alles anders als in den bisherigen "normalen" Spielzeiten - Geisterspiele, Teilzulassung,...), Gedankenantöße (unter anderem "Ultra - mehr Schein als Sein?!" und "Handykonsum, Social Merda  Co."), Leitsprüche der Gruppe ("Alles auf rot! Union, sonst nix!"), ein Interview mit den East Devils 2001, in Blick auf das Projekt "Ultrasozial", eine Auflistung der Top 5 Union Spiele des Geschäftsführer Kommunikation und langjährigen Stadionsprecher Christian Arbeit, der Saisonrückblick des Teen Spirit Köpenick 2006, der Themenblock "Union International" ("Prager Frühling" verhindert Union in Europa anno 1968, Europapokal 2001) und vieles mehr. Auf den zwanzig Farbseiten in der Mitte des Heftes gibt es die Highlightbilder der Saison (allesamt außerhalb des Stadions), sowie unzählige Graffitibilder (tja, irgendwas muss ja das "Zeitvakuum" gefüllt werden!
Format: A5 - s/w (Umschlag und zwanzig weitere Seiten in der Heftmitte farbig)
Seiten: 116 Seiten
Kontakt: fanzine@wuhlesyndikat.de

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ZWANGSDEPORTIERT Ausgabe 1 - 3,00 Euro

Puh, beim Namen des Heftes musste ich erst mal schlucken... Deportation bedeutet ja die Verschickung, Verschleppung, Verbannung von Straftätern, politischen Gegnern oder ganzen Volksgruppen mit staatlicher Gewalt in weit entlegene Gebiete zu langjährigem oder lebenslangem Zwangsaufenthalt und hat gerade aus Zeiten des Nationalsozialismus einen mehr als negativen Touch! Gewählt wurde der Name ohne groß über eine mögliche negative Assoziation nachzudenken; schuld war wohl ein Freund, der das Wort "Zwangsdeportation" im Zusammenhang mit dem Umzug der Eltern nach Bayern (der Filius wurde hier vor vollendete Tatsachen gestellt) in den Mund nahm. Aber gut, inzwischen hat Jonas den Namen seines Heftes geändert (Fancyne), womit das Thema auch schon wieder ad acta gelegt werden kann. Inhaltlich gibt es Berichte von Spielbesuchen mit dem eigenen Verein (Dynamo Dresden), Freundschaftsbesuchen beim FSV Zwickau, sowie Groundhopping aus Deutschland, Polen, Österreich und der Schweiz. Neben Fußballspielen wurden auch ein paar Eishockeyspiele besucht. Das zweihundertvierzig Seiten starke Heft präsentiert sich im Oldschool-Gewand, was mir grundsätzlich (auch) gefällt, jedoch sind manche Texte aufgrund zu klein gewählter Schriftgröße mehr als schwer zu lesen.
Format: A5 - s/w
Seiten: 240 Seiten
Kontakt: fancyne@outlook.de
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ZWISCHEN HIMMEL UND HERTHA Ausgabe 8-9 - 2,00 Euro

Im Vorwort wird bewusst auf das "Gequatsche" von "besonderen Zeiten" (die allgegenwärtige Pandemiescheiße ist ja in aller Ohren), dafür gibt es eine ausführliche Erläuterung bezüglich des Entstehungsprozesses; fand ich durchaus interessant. Inhaltlich erwartet den geneigten Leser die Bundesligasaison 2019/2020 (auch hier mit ganz "speziellen" Berichten), eine gehörige Portion "unterklassigen" Fußball, massig Heftkritiken (36 Hefte/Bücher), ein Kurzinterview mit einem der Macher der Gazzetta Ultra', sowie ein paar Bierverköstigungen. Alles in allem auch diesmal wieder 'ne durchwegs runde Geschichte.
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 72 Seiten
Kontakt: faszination fanzine@freenet.de

Mittwoch, 25. Mai 2022

Noch ne Ladung alter Hefte...


LANDSHUDA BLAUHELM SPEZIAL
 Ausgabe 8 - 5,00 Euro

Dass die Macher des Landshuda Blauhelm (dieser berichtet von den Geschehnissen rund um die Spiele des Eislaufverein Landshut, sowie von diversen Eishockeytouren) auch ein Fable für Fußball (hier scheint man größtenteils mit den Münchner Löwen zu sympathisieren; ab der kommenden Ausgabe soll es aber keine Spielberichte von den Auftritten der Blauen mehr geben, da laut Vorwort eine konfliktfreie Zusammenarbeit der Schreiber-Crew sonst wohl gefährdet wäre) haben, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Die vorliegende, zweihundertachtundzwanzig Seiten umfassende Ausgabe berichtet von Reisen durch neunzehn Länder (Lichtenstein, Griechenland, Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Spanien, Tschechien, Schweden, Ecuador, Ungarn, Kroatien, Serbien, Italien, Österreich, Luxemburg, Schweiz, Portugal und Aserbaidschan) zwischen November 2018 und Juni 2019, gepaart mit massig Hintergrundinfos sowie dem einen oder anderen Interview (unter anderem wurden die Fortuna Eagles bezüglich ihrer Freundschaft zu Lugano befragt). Alles in allem ein Heft, dass ich in meiner Sammlung nicht missen möchte! 
Format: A5 - s/w (Titelseite innen und außen farbig)
Seiten: 228 Seiten
Kontakt: landshuda-blauhelm@web.de

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LOKUSPAPIER DELUXE Ausgabe 7/8 - 10,00 Euro

Ein ordentliches Brett ist die Doppelausgabe des Saisonrückblick der Ultras Wuppertal für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Kurzweilige Schreibe, schickes Layout.. Ausgabe 7 teilt sich in die Kapitel Hinrunde, Rückrunde, Saisonfazit (untergliedert in Sportlich, Support, Organisation und Zusammenhalt), Bierkastenreport, MenTALita, Freundeskreis (Spielbesuche bei den Freunden in Bern, sowie ein Interview mit den Amici Berna) und Andere Länder... (Groundhopping in Rio) auf, Ausgabe 8 in Hinrunde, Rückrunde, Pokal (in Ausgabe 7 noch in der ersten Rubrik enthalten), Saisonfazit, Freundeskreis (diesmal wurden nicht nur die Freunde der Young Boys besucht, sondern auch die von Fenerbahce), Jahreshauptversammlung, Fragenhagel (Interview mit Tjorben Upphoff, seines Zeichens Kapitän des Wuppertaler SV), Fanzines und Leseprobe (Freiheit für Maciek). Ich muss sagen, dass dieses Heft in den letzten Ausgaben einen deutlichen Schub nach oben gemacht hat. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Werk unter dem Motto "Scheisse spielen. Flüssig lesen." 😉
Format: A5 - farbig
Seiten: 248 Seiten
Kontakt: lokuspapier@gmail.com

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MANNI Ausgabe 7 und 8 - je 1,50 Euro

Zu Zeiten, in denen hierzulande Fußball hinter verschlossenen Türen stattfand, erschienen die beiden vorliegenden Ausgaben des Manni, weshalb der geneigte Leser auf aktuelle Spielberichte von und mit der Borussia (leider) verzichten muss. Dafür gibt es in Ausgabe 7 einen Rückblick auf das Trainingslager anno 2001, ein Interview mit zwei Mitarbeitern des Fan-Projekt Dortmund e.V., einen Nachruf auf Dortmunds Flitzer Ernie, einen Rückblick auf die Relegationsspiele des Jahres 1986 gegen Fortuna Köln, ein Interview mit dem ehemaligen Publikumsliebling Marcel Raducanu, Europa-Cup-Classics (Rosenburg BK anno 1999, Knöttereien aus dem Pott, Groundhopping aus Hispaniola (in Zeiten der Pandemie sind Fußballreiseziele ja eher rar gesät) und ein paar Fanzinerezensionen. Ausgabe 8 beschäftigt sich mit dem "Finale ohne Fans" (DFB-Pokal), dem Aufstieg 1976 (errungen zwei Siege in den Entscheidungsspielen gegen den 1. FC Nürnberg), dem Champions League Gastspiel bei Steaua Bukarest im November 1995 (aus der Rubrik "Europa-Cup-Classics), der Freundschaft zwischen dem BVB und Rot-Weiß Essen ("Der Feind meines Feindes ist mein Freund" - einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste bis dato erschienene Artikel!), sowie dem BVB Fan-Club Menden e.V.. Des weiteren gibt es ein Interview mit Lothar Huber, Groundhopping in Sansibar und Tansania, sowie einen Blick auf die Werke der werten (Fanzine)Kollegen.
Format: A5 - farbig
Seiten: je 60 Seiten
Kontakt: manni-fanzine@web.de

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MENTALITA KÖLSCH Ausgabe 19 - 5,00 Euro (wenn ich's richtig im Kopf hab)

Nach längerer Pause gibt es endlich mal wieder eine neue Ausgabe des Mentalita Kölsch der Wilden Horde; pandemiebedingt wurde das gute Stück nur über einen Laden in Köln vertrieben, so dass ich alle Hebel in Bewegung setzen musste, um mir ein Exemplar zu sichern... Vorwort und Inhaltsverzeichnis folgen Einblicke in die aktuellen Gedanken, die so in den Köpfen der Kölner Ultras umherschwirren, ein ausführliches Europapokal Tagebuch (Saison 2017/2018), persönliche Gedanken eines Mitglieds zur aktuellen Entwicklung der Subkultur der Ultras in Deutschland, ein Interview mit Harald Konopka (spielte von 1971 bis 1983 für den FC), ein kompakter Rückblick auf die Zweitligasaison 2018/2019, ein Interview mit Schnelle (Vorsänger der Kölner Südkurve), Spielberichte der Saison 2019/2020 (bis zum Beginn der Pandemie - danach war ja nix mehr mit Zuschauern in den Stadien), ein kritischer Blick auf die Entwicklung und Auswüchse des modernen Fußballs (wurden ja gerade in Pandemiezeiten mehr als deutlich!), Graffiti (in Köln scheint das Bemalen von Zügen überaus beliebt zu sein), ein Interview mit Tobias Thomas (es geht um das Kölner Label Kompakt, das im Bereich der elektronischen Musik weltweit bekannt ist), La Saga Supras (hier wurden im Sommer 2020 drei ehemalige Präsidenten der Supras von Benjamin Navet und Xavir Chevalier interviewt; hat mir persönlich sehr gut gefallen!) und ein Nachruf auf verstorbene Freunde und Weggefährten... Ich würde mich freuen, wenn die zwanzigste Ausgabe des Mentalita Kölsch diesmal nicht so lange auf sich warten lassen würde.
Format: A5 - farbig
Seiten: 256 Seiten
Kontakt: publikationen@wh96.de

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NORTH CURVE Issue 2 - 5,00 Pfund

Ich muss gestehen, dass ich schon lange kein Fanzine von der Insel in den Händen hatte. Um so erfreuter war ich über die zweite Ausgabe der "Stehplatzgazette" der aktiven Fanszene von Celtic. Neben einem Rückblick auf die Spielzeit 2020/2021 gibt es einen Rückblick auf caritative Aktionen während der Pandemie, fünfzehn Jahre Green Brigade (meines Wissens die erste Ultragruppe Großbritanniens), Vereinspolitik (Celtic Shared), Glasgows "rassistische" Geschichte, Erinnerungen an die Hungerstreikenden von 1981, Fußball im Mutterland der Ultras (Römer Derby), Einblicke in die freundschaftlichen Beziehungen zu Hammarby IF, sowie ein Nachruf auf Bily McPeake. 
Format: A5 - farbig
Seiten: 52 Seiten
Kontakt: northcurveceltic@gmail.com

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OP JÖCK Ausgabe 8 - 3,50 Euro

Wie so viele andere Hefte (in diesen Tagen), startet auch die achte Ausgabe des Op Jöck mit einem etwas längeren Vorwort (tja, so arbeitet jeder das Thema "Corona" auf seine Art ab). Spiel- und Erlebnisberichte gibt es diesmal aus der Demokratischen Republik Kongo, Deutschland (pandemiebedingt viel unterklassiger Fußball; was ja per se nicht schlecht ist), Slowenien, Österreich, Belgien und Italien (genaugenommen Sardinien). Des weiteren findet der geneigte Leser die Vorstellung von zwanzig Grounds im Saarland, die einen Besuch wert sind, sowie eine Liste aller Stadien, in denen der 1. FC Köln zwischen 1961 und 2017 internationale Pflichtspiele bestritten hat.  
Format: A5 - farbig
Seiten: 104 Seiten
Kontakt: tuennesunschaelopjoeck@gmail.com

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POLSKA KIBOLSKA Ausgabe 6 - 4,00 Euro

Ein überaus "gehaltvolles" Heft wirft uns Mirko auch diesmal wieder "zum Fraß" vor... Beginnend mit der "Liga Ultras - die Top 80 der Saison 19/20" (24 Seiten geballte Information gepaart mit massig Statistik) startet das 112 Seiten umfassende Heft rund um die polnische Fanszene. Es folgen Spielberichte aus dem Jahr 2019, die Vorstellung der acht (!) Fanszenen der Stadt Piotrkow Trybunalski (70.000 Einwohner), ein Interview mit Odra Wodzislaw (erschien ursprünglich im Februar 202 im TMK), Pokalfinale 2019 (Lechia Gdansk vs. Jagiellonia Bialystok), der zweiten Sitzung der Rubrik "Was verbindet Ihr mit...? oder: der Presseclub erklärt die Welt" (Oberschlesien Teil I), ein Interview mit Lysy/Pogon Szececin (ebenfalls erschienen im polnischen TMK), Rückblicke auf die Spiele GKS Katowice vs. Pogon (März 2002) und Slask Wroclaw vs. Pogon (Oktober 2001), Streetart Pogon Szczecin, sowie ein Rückblick auf die wilden Jahre der (polnischen) Nationalmannschaft (Opposition, Koalition, Alc & jeder gegen jeden). Auch diesmal konnte das Polska Kibolska nicht nur meinen immer noch kleinen polnischen Kosmos (um Welten) erweitern, sondern mich über weite Strecken auch so richtig mitnehmen. Daumen klar nach oben!
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 112 Seiten
Kontakt: redaktion@blickfang-ultra.de

Samstag, 7. Mai 2022

Und der nächste Schwung Hefte...


HEFDLA Ausgabe 23 - 1,50 Euro

Warum dieses Heft die Welt nicht brauchen sollte, ist mir vollkommen unklar... feinste oldschol Schnippselei, ein Hauch von Anarchie... hat definitiv seine Daseinsberechtigung! Natürlich wird auch Hannes (Fan)Leben von Corona bestimmt; hinzu kommt der Fastabstieg seines Glubbs in die Drittklassigkeit (und das alles vor leeren Rängen). Spielberichte gibt es von diversen (Test)Spielen mit und ohne Beteiligung des 1.FC Nürnberg, dazu ein Rückblick auf die Black Lives Matter Demo, Wandern (tja, irgendwie scheint sich seit März 2020 einiges geändert zu haben - wobei ich persönlich schon immer gerne in der Natur unterwegs war), viele persönliche Gedanken diverser Herrschaften zu allen möglichen und unmöglichen Themen rund um den Glubb und Fußball allgemein (richtig gut gefallen haben mir hier insbesondere die persönlichen Rückblicke auf das Jahr 2020) und viele viele Schnipsel... Ich hoffe, das uns das Hefdla noch lange erhalten bleibt!
Format: A5 - s/w (Titelseite farbig)
Seiten: 80 Seiten
Kontakt: hefdla@hotmail.com

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HOPFEBLATT Saisonabschlussheft 20/21 - 4,00 Euro

Neben dem gleichnamigen Spieltagsflyer bringt die Szene 1916 mit dem Saisonabschlussheft 20/21 ihr zweites Fanzine unter dem Namen Hopfeblatt heraus. Einem ausschweifenden Vorwort folgen der Blick auf die sportliche Situation des SV Sandhausen, Spieltagsaktivitäten (Pandemiebedingt war auch hier an "business as usual" nicht zu denken), Soziales, Gruppenleben, kritische Worte zum Training der Sandhausener bei der TSG Hoffenheim, ein Interview mit Denis Linsmayer (seines Zeichens dienstältester Spieler des SV Sandhausen), ein Rückblick auf die Mitgliederversammlung, Spielberichte aus längst vergangenen Tagen, ein Kurzinterview mit der Schwarzen Elite aus Aalen, Groundhopping aus Tirol, Bahnhofsverschönerung und Streetart. Ganz interessant, mal einen kleinen Einblick in die bis dato mehr oder weniger unbekannte Fanszene des SV Sandhausen zu bekommen...
Format: A5 - farbig
Seiten: 108 Seiten
Kontakt: info@szene1916.de

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JOTTWEDE Ausgabe 10 - 3,00 Euro

In gewohnter Manier präsentiert sich die Jubiläumsausgabe des Köpenicker Groundhoppingheftes; locker flockige Schreibe, gute Hintergrundinfos und ein mehr als gelungenes Layout (ich freue mich immer wieder über die zahlreichen Bilder, die Land und Leute zeigen - was natürlich nicht heißen soll, dass mir die Schnappschüsse aus den Stadien nicht gefallen). Besucht wurden diesmal Spiele in Bosnien & Herzegowina, Slowenien, Ungarn, Bulgarien, Serbien, Tschechien, Jordanien, Dänemark, Italien, Frankreich, Indien (für mich persönlich das Highlight des Heftes), Griechenland, Kroatien und Polen. Zudem gewähren die Macher einen Blick hinter die Kulissen (unter dem Motto "10 Ausgaben JOTTWEDE") - Statistikteil inklusive - und wagen den einen oder anderen Blick zurück (diese Tour hat mich geprägt, weil... Katowice vs. Gornik anno 2003, Vicenza vs. Brescia und Sampdoria vs. Fiorentina anno 2007, FC Kopenhavn vs. Bröndby anno 2009, ARIS vs. PAOK anno 2011 und Zvezda vs. Ludogorez anno 2016) - coole Sache! Auf den letzten Seiten gibt es noch ein paar Fotos von Spielen, die es nicht ins Heft geschafft haben (schreibfaul!), sowie etliche Graffiti-Fotos. Ich freue mich schon auf die nächsten zehn Ausgaben!
Format: A5 - farbig
Seiten: 132 Seiten
Kontakt: jottwede.redaktion@gmx.de

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KAVENTSMANN Ausgabe 12 - 2,50 Euro

Trotz erschwerter Bedingungen zog der Münsteraner Groundhoppingpöbel auch zwischen dem 27. Dezember 2019 (auf der Titelseite werden die letzten fünf Tage des Jahres 2019 verschwiegen) und 24. Oktober 2020 wieder fleißig durch die Lande. Spiel- und Reiseberichte gab es diesmal aus Schottland, England, den Niederlanden, San Marino, Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Bulgarien, Argentinien, Kolumbien (der Ausflug nach Südamerika hat mich in dieser zwölften Ausgabe - Wunder oh Wunder - am meisten gepackt), Tschechien (zwischen dem Spiel zwischen dem BVB und dem Sport Club aus Freiburg am 29.02.2020 machte der Kaventsmann knapp vier Monate Zwangspause, ehe am 04.07.2020 in Zizkov das Spiel der Viktoria gegen den FC Sellier & Bellot Vlasim besucht wurde), Solwakei, Lichtenstein, Österreich und Polen. Hut ab!  
Format: A5 - s/w
Seiten: 92 Seiten
Kontakt: kaventsmann.fanzine@web.de

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KICK OFF Ausgabe 100 - 3,00 Euro

Hundert Ausgaben Kick Off; entstanden in rund siebenundzwanzig Jahren - krass! Von einem derartigen Durchhaltevermögen kann ich nur träumen... Ein paar einleitenden Worten (nostalgisch angehaucht) folgen der erste veröffentlichte Bericht (FC Einheit Wernigerode vs. FC Rot-Weiß Erfurt - 07.07.1993), Spielgerichte aus dem Jahr 2020 (neben den Spielen der Erfurter gibt es Groundhopping aus Deutschland, Tschechien, Polen und Ungarn), immer wieder unterbrochen von Berichten aus längst vergangenen Tagen, Fanzine- und Buchrezensionen, sowie (leider) zwei Nachrufe für zwei Freunde/Weggefährten. 
Format: A5 - farbig
Seiten: 76 Seiten
Kontakt: kick.off@gmx.net

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KIEZKICKER Ausgaben 152 und 153 - je 3,00 Euro

Wie gehabt startet der Kiezkicker auch in den beiden vorliegenden Ausgaben mit einem mehr als ausführlichen Vorwort; mir gefällt das... Inhaltlich gibt es das inzwischen gewohnte Corona-Tagebuch, ein Interview ein Interview mit den beiden Machern des ersten spanischsprachigen Buches über den FC Sankt Pauli (Sachen gibt es!), ein paar nette Worte in Richtung des Stadtrivalen, den obligatorischen Rückblick auf die La Gazzetta d'Ultra (diesmal in XXL) und vieles vieles mehr. Verpackt wie immer in einem herrlich chaotischen Schnipsellayout. Leider war das Magnetthermometer in Ausgabe 153 zerbrochen... ein paar Flecken im Heftinneren inklusive. Da weint das Sammlerherz!
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 68 bzw. 72 Seiten
Kontakt: kiezkicker@gmx.de

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DER KOMPASS Ausgabe 9 - 4,50 Euro

Nach ein paar "normalen" (was ist in dieser Zeit schon normal?) einleitenden Sätzen, gibt es einen ordentlichen Rundumschlag in Richtung einiger Hopper, deren Verhalten während der Hochphase der Pandemie schon mehr als grenzwertig war (und ja, ich kann das Fremdschämen von Kev voll und ganz verstehen)... "Was eine Minderheit an Groundjägern während des vergangenen Lockdowns so getrieben hat, ließ nicht nur mir die Schamesröte in die Gesichtszüge fahren. Geisterspiele in Luxemburg mit Presse-Akkreditierung, für Geisterspiele durch Europa jetten...[...] Es tut mir furchtbar leid für all diese Personen, aber ich habe mich nicht nur einmal in den letzten Monaten für die Deutsche Groundhopperschaft fremdgeschämt." Neben Berichten von Fußballreisen nach Tschechien, Polen, der Slowakei, Luxemburg, sowie durch die eigene Republik (pandemiebedingt gab es wohl so viele Spiele aus der Bundesrepublik wie nie zuvor), gibt es ein Interview mit einem Mitglied der Crveni Djavoli aus dem Serbischen Kragujevac, Rückblicke auf zwei längst vergangene Randalespiele (Ujpest vs. Steaua anno 2009 und Banik vs. Sparta Praha anno 2014), sowie einen ausführlichen Rezensionsteil.
Format: A5 - farbig
Seiten: 100 Seiten
Kontakt: derkompass-dasheft@web.de

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KURT Ausgabe 3 - 10,00 Euro

Die dritte Ausgabe des offiziellen Magazin der Kurt Landauer Stiftung beschäftigt sich mit dem "hundertsten Geburtstag" des Spiels zwischen Bayern München und dem MTK Budapest. Für den Inhalt zeigt sich ein alter Bekannter, Dietrich Schulze-Marmeling (mit dem die aktive Szene des FC Bayern übrigens zu Beginn seiner Schreiberei über den deutschen Klassenprimus ordentlich aneinandergerückt war) verantwortlich, der sich seit vielen Jahren auch mit der Geschichte jüdischer Spieler, Trainer, Funktionäre und Vereine sowie dem Antisemitismus im internationalen Fußball beschäftigt. Allein das Bild auf den ersten beiden Innenseiten (hier ist das voll besetzte MTV-Stadion an der Marbachstraße in Sendling, seines Zeichens Austragungsort des ersten Länderspiels in München im Jahre 1911, sowie Austragungsort des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem VfB Leipzig und dem Duisburger SpV anno 1913) sind für mich als Fußballnostalgiker und Symphatisanten  des deutschen Rekordmeisters die zehn Euro, den die Kurt Landauer Stiftung für das hundert Seiten umfassende Werk ausruft, wert...
Format: A5 - farbig
Seiten: 106 Seiten
Kontakt: www.kurr-landauer-stiftung.de

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KURVENKRATZER Ausgabe 15 - 4,00 Euro

Der zweite Teil des Südamerika Spezial steigt direkt in (Großraum) Buenos Aires ein; binnen acht Tagen wurden zwölf Spiele besucht... Weiter geht es nach Paraguay (fünfzehn Spiele), Uruguay (sieben Spiele) und schließlich nach Brasilien (zwölf Spiele). Neben den Spielberichten gibt es natürlich auch jede Menge lesenswertes über Land und Leute. Ach ja, nach vier Monaten in Südamerika (wow, da hat definitiv einer seine Träume gelebt) und zwei Wochen Heimaturlaub sollte noch kleinen Nachschlag, mit dreizehn weitern Spielen (und etlichen Erlebnissen) in Brasilien geben. Wer sich für Abenteuer und Fußball in Südamerika interessiert, wird wohl nicht an den beiden Kurvenkratzer Spezials vorbeikommen!
Format: A5 - s/w (Einband farbig)
Seiten: 112 Seiten
Kontakt: kurvenkratzer@gmail.com

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Montag, 2. Mai 2022

30. April 2022 - Borussia Dortmund vs. VfL Bochum 3:4

Eins ist klar, ein Drehbuchautor hätte es nicht besser machen können... Nachdem ich den vergangenen Samstag ein wenig sacken lassen konnte - natürlich mit einem stetigen Grinsen im Gesicht - fühle ich mich nun endlich bereit, Euch an den Erlebnissen des Tages teil haben zu lassen.
Los ging es (voller Vorfreude, aber auch mit einer nicht zu leugnenden Anspannung/Nervosität) um späten Freitagabend. Erstes Ziel war München-Pasing, wo ich von der Straße auf die Schiene wechselte. Sieben Stunden später, die Uhr zeigte sieben Uhr neun, hatte ich die Perle Westfalens auch schon erreicht. Wirklich ausgeschlafen war ich jedoch nicht; keine Ahnung ob es an den "unbequemen Sitzen" (als Schlafmöglichkeit taugen die jedenfalls nur bedingt) lag oder dem stetig steigenden Derbyfieber (sorry liebe Nachbarn, ich weiß, Bochum ist kein Derby 😜) geschuldet war... Zusammen mit Fabu, der mich stilecht mit einem Mettbrötchen in Empfang nahm, ging es (zur Ablenkung) erst mal auf 'nen Trödelmarkt, ehe das "zweite Frühstück" auf uns wartete. War echt schön, mal wieder in Ruhe quatschen zu können! Da der Tag aber (außer unserem Gastspiel im Westfalenstadion noch) einiges zu bieten hatte, wurde bald schon wieder zum Aufbruch geblasen... nächstes Ziel das Bochumer Rathaus, schließlich wollten wir uns den Auszug der Bochumer Maischützen nicht entgehen lassen. Dass dieser Brauch einer Fehde gegen Dortmund aus dem Jahr 1388 entstammt (der Legende zufolge brachten die Bochumer das von den Dortmundern gestohlene Harpener Vieh zurück, da sie den Harpener Bauern im Falle eines Angriffes Hilfe versprochen hatten. "Junge, do kass di drop verloten!" soll der Schultheiß der Bochumer zum Sprecher der Harpener gesagt haben und daraufhin ein Dutzend Männer auf die Jagd nach den Dortmundern geschickt haben, die das Vieh zurückholen sollten), passt natürlich wie die Faust aufs Auge! Anschließend ging es einmal quer durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof, wo sich nach und nach "etliche" Bekannte einfanden. Schön, dass auch unser Haufen mal wieder mit einer ordentlichen Anzahl vertreten war; aber auch außerhalb der Fantastic Supporters hatten sich heute unzählige Herrschaften eingefunden, die man schon ewig nicht mehr gesehen hatte... tja, da lag definitiv was in der Luft! Zusammen mit Ultras Bochum ging es mit dem ersten "Entlaster" in die Nachbarstadt, von wo aus es mittels Stadtbahn und letztendlich per pedes zum Westfalenstadion ging... Während sich die Materialkontrolle aus unerfindlichen Gründen ein wenig in die Länge zog, verliefen die "normale Einlasskontrolle" überraschend entspannt. Während Ultras Bochum noch damit beschäftigt waren, die Konstruktion für die "Vorwärts VfL Bochum" Zaunfahne (man hatte sich gegen Gruppenfahnen und für den Auftritt hinter dieser gemeinsamen Fahne entschieden; so kam auch nur der Schwenker mit dem Bochumer Stadtwappen zum Einsatz) aufzubauen, nutzte ich die Zeit, um dem einen oder anderen alten Weggefährten (den ich nicht schon zuvor auf der Anreise zu Gesicht bekommen hatte) zu begrüßen... Zum Einlaufen der Spieler erstrahlte der Gästeblock im roten Schein unzähliger Fackeln - in Kombination mit der monströsen Zaunfahne ein herrliches Bild! Acht Minuten später wähnte ich mich "im falschen Film", führte unsere Elf doch tatsächlich mit zwei zu null beim haushohen Favoriten; was jetzt im Gästeblock los war, kann sich bestimmt jeder von Euch denken (viele werden es ohnehin miterlebt haben). Zwei verwandelte Handelfmeter (beide mit "freundlicher Unterstützung" des Kölner Kellers) bescherten Dortmund ein eher glückliches Unentschieden zur Pause. Als Erling Haaland in Minute zweiundsechzig die Schwarz-Gelben erstmals in Führung brachte, sahen viele schon unsere Felle schwinden (die Südtribüne - bis dato nur sehr selten bei uns zu vernehmen - ließ uns nun wissen, wer die vermeintliche Nummer 1 im Pott sei), jedoch belehrte uns (und vor allem die Gastgeber) unsere Mannschaft in den verbleibenden zweiunddreißig Minuten eines Besseren! Dem Ausgleich in Minute einundachtzig (bereits hier zuckte der Gästeblock richtig aus) folgte nur vier Minuten später der Siegtreffer (diesmal brauchte der Schiedsrichter nicht die Hilfe aus Köln - zu klar war das Handspiel von Axel Witsel) durch den ehemaligen "Bayernbubi" Milos Pantovic. Was sich nun bei uns abspielte ist nur schwer (wenn überhaupt) in Worte zu fassen... kollektives Ausrasten, Tränen, Euphorie... von allem war eine gehörige Portion dabei. Dieser Sieg, der noch lange mit der kompletten Mannschaft (teils bei uns im Block, teils auf dem Zaun) gefeiert wurde, entschädigte für all die bitteren Momente seit dem Abstieg anno 2010! Ach ja liebe Dortmunder - die Nummer EINS im POTT sind WIR... Irgendwann wurden dann aber doch zum kollektiven Rückzug geblasen; für die aktive Szene ging es im Polizeikessel bis zur Stadtbahn, von wo aus wir mit zwei Sonderzügen zurück zum Hauptbahnhof gekarrt wurden (natürlich auch hier in Begleitung der heute doch zurückhaltend agierenden Ordnungshüter; da kann ich mich an andere Szenen bei Spielen im Westfalenstadion erinnern). Wenig später setzte sich dann der erste der beiden Entlastungszüge in Richtung Bochum in Bewegung. Dass hier ob des Sieges und des damit verbundenen Klassenerhalts ordentlich gefeiert wurde (die anlässlich des Maiabendfestes in der Innenstadt errichtete Bühne und die Eröffnung der "Freiluftsaison" im Bermudadreieck spielten der feierwütigen Masse natürlich in die Karten - geil auch, dass die Mannschaft sich hier abermals "unters Volk mischte"), brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen...
Für mich hieß es leider um halb elf Abschied nahmen, schließlich sollte mein Zug um viertel vor Elf in Richtung Heimat aufbrechen - na ja, bekanntlich soll man immer dann gehen, wenn es am schönsten ist!
Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen geilen Tag - Bochum per sempre!


Fotos vom Spiel findet Ihr hier: http://photomafia-bochum.blogspot.com/2022/05/bvb-dortmund-vs-vfl-bochum-1-bundesliga.html
Videos vom Spiel findet Ihr hier: https://www.youtube.com/c/VideosfL?app=desktop

Mittwoch, 13. April 2022

12. April 2022 - FC Bayern vs. Villarreal 1:1

"Es geht wieder los! Fast genau 5 Monate nach unserem letzten Heimspielauftritt kehren wir geschlossen in die Südkurve zurück." So die einleitenden Worte zur Spieltaginfo am vergangenen Samstag gegen den FC Augsburg, als die aktiven Gruppen der Südkurve erstmals in diesem Kalenderjahr wieder geschlossen im Stadion auftraten; es war mir eine Ehre, dieses Spiel gemeinsam mit unseren roten Brüdern und Schwestern im Herzen der Kurve verfolgen zu dürfen... Drei Tage später stand das "richtungsweisende" Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den vermeintlichen Underdog aus der spanischen Provinz Castellón auf dem Programm. Im Hinspiel hatte sich das Münchner Starensemble nicht gerade mit Ruhm bekleckert (mit dem null zu eins war man letztendlich mehr als gut bedient!), so dass im Rückspiel eine klare Steigerung von Nöten war, um den fest eingeplanten Einzug ins Halbfinale doch noch zu bewerkstelligen... Zusammen mit einer Autobesatzung der Dachau City ging es um halb acht los in Richtung Fröttmaning; eine knappe Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff betraten wir die Arena - zu spät, um noch einen der (augenscheinlich heiß begehrten) Gerd Müller-Schals zu ergattern. Ich denke, es wird nichts helfen, dennoch starte ich an dieser Stelle einen Suchaufruf. Vielleicht hat ja einer von Euch einen Schal zu viel, und möchte ihn meiner Sammlung zukommen lassen... Apropos Gerd Müller - zum Einlaufen der Spieler zeigte die Südkurve München zu Ehren des im letzten Jahr verstorbenen "Bomber der Nation" dessen Konterfei; Gänsehautfeeling pur! An dieser Stelle verneige ich mich vor den Initiatoren und Helfern dieser mehr als gelungenen Choreographie... Obwohl die Bayern, angetrieben von einer heute richtig gut aufgelegten Südkurve (die den Rest des Stadions bisweilen ganz gut "mitziehen" konnte), das Geschehen über weite Strecken des Spiels klar unter Kontrolle hatten, sprang letztendlich nur ein mageres Tor heraus (Chancen zum zwei zu null waren zwar da, wurden aber mehr oder weniger kläglich vergeben). Als sich die meisten der siebzigtausend Zuschauer bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatten, gelang den Spaniern in der 88. Spielminute mit dem ersten richtigen Torschuss der Ausgleich, zugleich der Todesstoß für die Champions League Ambitionen der Bayern. In Summe muss man sagen, dass Villareal (die zwar in München fast nur aufs Zerstören und Zeitschinden aus waren) nicht unverdient in die Runde der letzten Vier eingezogen ist... Während die Südkurve versuchte die eigene Mannschaft nach dem Spiel wieder aufzubauen (an Einstellung und Willen hatte es zweifelsohne nicht gefehlt), präsentierte sich ein Großteil der "normalen" Zuschauer von seiner "besten Seite" - schon lange hatte ich in der Arena kein solches Pfeifkonzert mehr gehört. Die rund sechshundert mitgereisten Spanier waren natürlich aus dem Häuschen und feierten überschwänglich ihr "gelbes U-Boot". Während man in München aufgrund des frühen Ausscheiden im DFB-Pokal und dem Aus im Viertelfinale der Champions League von einer gebrauchten Saison (an deren Ende wohl "nur" die zehnte Meisterschaft am Stück wartet) spricht, hoffen wir in Bochum weiterhin auf den (durchaus realistischen) Klassenerhalt. Paradoxe (Fußball)Welt!